01.10.2026
Unternehmen
Seit die neue Eigentümergruppe und der neue Aufsichtsrat (Board of Directors) im Juni die Führung bei Stegra übernommen haben, wurde der Betrieb rasch hochgefahren. In den ersten 100 Tagen hat das Board mit Unterstützung externer Berater eine weitere eingehende Prüfung des Unternehmens und des Investitionsprojekts in der Stadt Boden (Nordschweden) durchgeführt. Die Prüfung zeigt, dass der Zeitplan für die Produktion von „grünem Stahl“ wie erwartet verläuft, die Wirtschaftlichkeit weiterhin gut ist und dass weitere Gespräche im Gange sind, die die Kostenlage des Projekts im Laufe der Zeit verbessern könnten.
Die Überprüfung zeigt jedoch auch, dass für die Fertigstellung des Projekts zusätzliches Kapital erforderlich ist, da die geschätzten Kosten für die Fertigstellung deutlich höher sind als im Juni angenommen. Die Kostensteigerungen sind hauptsächlich auf erhebliche Anlaufkosten infolge der anhaltenden Drosselung der Arbeiten zu Beginn dieses Jahres sowie auf die Inflation zurückzuführen. Rechnungswesen, Projektüberwachung und Ausgabensteuerung wurden überprüft, und diese Arbeiten sind im Wesentlichen abgeschlossen. Gleichzeitig liegt ein solider Projektplan vor, um das Stahlwerks fertigzustellen.
„Als wir das Ruder übernahmen, sagten wir, dass wir davon ausgingen, die Finanzierung würde ausreichen, dass wir jedoch nicht ausschließen könnten, dass mehr benötigt würde. Wir haben nun einen vollständigen Überblick über das Projekt, Investition für Investition – wie weit wir bereits gekommen sind und was es gekostet hat. Der Finanzierungsbedarf ist größer, als wir gehofft hatten, aber wir verfügen über einen soliden Plan zur Fertigstellung des Projekts und haben größere Möglichkeiten für Outsourcing und Partnerschaften identifiziert, als wir zuvor angenommen hatten. Wenn überhaupt, ist unser Vertrauen in Stegra und in die Geschäftsmöglichkeiten nach Fertigstellung des Stahlwerks heute noch stärker als bei unserem Einstieg im Juni, und wir arbeiten nun konstruktiv mit allen Interessengruppen des Unternehmens zusammen, um eine Lösung für den Finanzierungsbedarf zu finden“, sagt Leif Johansson, Vorsitzender des Board of Directors von Stegra.
Veränderungen in der Unternehmensführung
Der Aufsichtsrat hat Håkan Buskhe mit Wirkung zum 1. November 2026 zum neuen Vorstandsvorsitzenden von Stegra berufen. Sein Vorgänger in dieser Position, Henrik Henriksson tritt zurück und wird die Übergabe der Position an Håkan Buskhe begleiten. Henrik Henriksson bleibt dem Unternehmen als Berater erhalten, wobei sein Wissen und seine Erfahrung in Bezug auf das Projekt für dessen erfolgreiche Umsetzung von entscheidender Bedeutung sind.
„Henrik hat dieses Unternehmen von einer Idee zu einem der wichtigsten Industrieprojekte Europas ausgebaut. Es ist wichtig, dass er weiterhin sein Wissen und seine Erfahrung einbringt. Håkan verfügt über umfangreiche Erfahrung darin, große Industrieunternehmen durch einen Wandel zu führen, und genau diese Fähigkeit braucht das Unternehmen jetzt“, sagt Leif Johansson.
Die Eigentümer stehen hinter dem Vorhaben
Stegra hat einen Dialog mit seinen größten Aktionären aufgenommen. Diese haben sich positiv dazu geäußert, sich an den Bemühungen zur Bereitstellung des für die Fertigstellung des Projekts erforderlichen Kapitals zu beteiligen. Der Dialog mit Aktionären, Geldgebern, Partnern und anderen Interessengruppen wird mit hoher Intensität fortgesetzt, und das Unternehmen wird weitere Informationen bereitstellen, sobald diese vorliegen.
Die Arbeiten in Boden werden fortgesetzt, und die Verpflichtungen gegenüber Lieferanten und Kunden bleiben unverändert.
(Quelle: Stegra)