Programm HÜTTENTAG online - Donnerstag, 15. April 2021

Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl

ERÖFFNUNGSVORTRAG:

Beginn: 09:10 h

Perspektive grüner Stahl – Herausforderungen und politische Rahmenbedingungen für eine CO2-arme Stahlproduktion in Deutschland

Der Weg zur klimaneutralen Wirtschaft ist für die Stahlindustrie mit großen Herausforderungen verbunden. Der Vortrag zeigt auf, welche politische Rahmenbedingungen für eine grüne und zugleich wettbewerbsfähige Stahlproduktion in Deutschland jetzt auf den Weg gebracht werden müssen.

 

Dr. Karl-Ulrich Köhler, Vorstandsvorsitzender Dillinger und Saarstahl

Beginn 09:30 h

Zukunft grüner Stahl: Von der Klimawende zur Wirtschaftlichkeit

Klimaschutz braucht Stahl. Denn: Für die Realisierung der Energie- und Klimawende ist der Werkstoff Stahl unverzichtbar. Wir sind technologisch fähig, diesen Stahl CO2-neutral herzustellen. Aber: Zu einer erfolgreichen Produktion von grünem Stahl muss die Wirtschaftlichkeit hergestellt werden.

 

Reiner Blaschek, CEO ArcelorMittal Flachstahl Deutschland

Beginn 09:50 h

ArcelorMittal auf dem Weg zum grünen Stahl

ArcelorMittal nimmt die nächsten Schritte für die industrielle Produktion von klimaneutralem Stahl in Angriff. Der Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis 2030 in Europa um 30 Prozent zu reduzieren und bis 2050 klimaneutral zu produzieren. Mit dem geplanten Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland beabsichtigt ArcelorMittal Flachstahl Deutschland bis 2026 den Bau einer großindustriellen Anlage zur Direktreduktion von Eisenerz (DRI) in Bremen und einer innovativen DRI-Pilotanlage in Eisenhüttenstadt in Kombination mit Elektrolichtbogenöfen an beiden Standorten.

Dr. Gregor Hollmann, Leiter Sustainability, GMH Gruppe

Beginn 10:10 h

Green Steel – Perspektiven der Dekarbonisierung mit Elektrostahl.

Von heute schon niedrigen Emissionen auf vorgezeichnetem Pfad in die Klimaneutralität.

Prof. Dr. Hans Ferkel, Chief Technology Officer der SMS group

Beginn 10:30 h

Die Stahlindustrie von morgen grün gestalten

Verfahrenstechnische und digitale Lösungen zur Emissionsreduktion, Energieeinsparung und der wasserstoffbasierten grünen Eisen- und Stahlproduktion.

 

 

Im Anschluss Podiumsdiskussion mit den fünf Vortragenden

Beginn 10:50 h

Valentin Kaltenbach, Geschäftsführender Gesellschafter, Kaltenbach.Solutions GmbH

Beginn 12:30 h

Veränderung im Zeitraffer – trotz Pandemie und Kostendruck erfolgreich arbeiten und souverän durch Krisen steuern, Kaltenbach.Solutions GmbH

"Wir alle spüren die Auswirkungen der Pandemie und fragen uns, wie wir in Zukunft professioneller mit rasend schnellen Veränderungen und steigenden Marktdruck umgehen können. Gleichzeitig haben wir dank digitaler Lösungen unter Überbegriffen wie „Internet der Dinge“ und „Industrie 4.0“ schon heute zuverlässige Werkzeuge zur Krisenbewältigung an der Hand. In unserem Vortrag zeigen wir erfolgreich getestete neue Strategien für das optimale Zusammenspiel von Menschen und Arbeitsgeräten.“

Dr. Frank Jackel, Managing Director und Co-Founder, Metals Hub GmbH

Beginn 12:45 h
Kostendruck, Lieferkettengesetz, CO2 Bilanzierung etc. – Herausforderungen digital meistern 

Die Anforderungen an Unternehmen in der Stahlindustrie steigen ständig und damit auch der Kostendruck. Wie können Unternehmen die Herausforderungen der Zukunft wie z.B. Pflichten resultierend aus dem Lieferkettengesetz, CO2 Reporting, Compliance etc. meistern und gleichzeitig die Kosten senken? Digitale Plattformen bieten Stahlherstellern die Möglichkeit, schnell und einfach Ihre Einkaufsprozesse zu managen und gleichzeitig die Effizienz zu steigern.

 

 

Stefan Berger, Managing Director, Danieli Germany GmbH

Beginn 13:00 h

„Green Steel“ – eine unvermeidliche Entwicklung. Der DANIELI Weg in eine CO2-neutrale Zukunft."

Der Klimawandel verlangt ein Handeln auch in der Stahlindustrie. Wie kann der Umbau zu einer Grünen Ökonomie nachhaltig und profitabel gelingen?  DANIELI‘s Zukunftsbild von „Green Steel“ beruht auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Ausrüstungen und Prozessen in allen Bereichen der Eisen- und Stahlerzeugung.

Dr. Falk-Florian Henrich, CEO & Founder, Smart Steel Technologies GmbH

Beginn 13:15 h

Konkrete Ergebnisse KI-basierter Optimierung: Qualität, Energie, CO2, Smart Steel Technologies GmbH

Substantielle Performance-Steigerung in Qualität, Energieeffizienz, Produktivität und Liefertreue werden als Ziele des KI-Einsatzes im Stahlsektor bezeichnet. Stahlhersteller sind berechtigterweise skeptisch. Die Prozeßketten sind extrem komplex. In der Vergangenheit sind KI-Ansätze mangels Prozeßexpertise gescheitert. Aktuell gibt es viele KI-Pilotversuche mit schwankendem Niveau und nur wenige erfolgreiche KI-Projekte, die tatsächlich in der Produktion zu drastischen Verbesserungen geführt haben. Positivbeispiele mit Substanz sind die 2020 durch Smart Steel Technologies erzielte Optimierung der Oberflächenqualität bei Automotive Exposed und weiteren Güten durch automatisierte, KI-gestützte Stranggießoptimierung sowie die KI-gestützte Temperaturführung in der Flüssigphase. Das zentrale Thema 2021 ist die Transformation von KI-basierten Einzeloptimierungen hin zu einer durchgängig KI-gestützten Produktion vom Erz bis zum verzinkten Coil. Diese systematische Implementierung von KI erhöht die Produktivität, Qualität und flexibilisiert die gesamte Prozeßkette. Der Vortrag zeigt anhand konkreter Projekte, wie Smart Steel Technologies führende Stahlhersteller bei dieser Transformation unterstützt.

Dr. Christian Bohling, MBA Geschäftsführer, General Manager SECOPTA analytics GmbH

Beginn 13:45 h

Schnelle LIBS-Sensorik für die Stahlindustrie 4.0 

Optimierungsansätze im Rahmen der aktuellen Industrie 4.0 Entwicklungen sind immer nur so effektiv, wie die vorhandene Datenbasis. Mit LIBS steht ein extrem schnelles Verfahren für die Elementaranalyse zur Verfügung, das mit einem Minimum an Probenvorbereitung auskommt uns somit prädestiniert für Inline-Anwendungen ist. Im Vortrag wird kurz auf die Grundlagen des Verfahrens eingegangen und dann aktuelle Anwendungsbeispiele im Bereich der Stahlerzeugung vorgestellt. Anwendungen sind die Verwechslungskontrolle in Walzwerken (PMI), die schnelle Schlackeanalytik ohne Probenvorbereitung und die Bewertung von Rohstoffen auf Förderbändern ohne Probennahme.

Markus Hagedorn, Sales Manager Systems, ABP Induction Systems GmbH

Beginn 14:00 h

CO2-neutrale Stahlproduktion im modernen Induktionsofen, ABP Induction Systems GmbH

2050 wollen Deutschland und die europäische Union CO2 neutral sein. Da 30% der Industrieemissionen auf die Stahl- und Eisenproduktion entfallen, besteht Handlungsdruck zur Dekarbonisierung. Aufgrund der langen Amortisationszeiträume betrifft diese bereits heutige Investitionen. Großes ökologisches und ökonomisches Potential bietet das induktive Schmelzen von Stahlschrotten und Ferrolegierungen.

Heiner Guschall, Geschäftsführer, Sicon GmbH

Beginn 14:15 h

Die Stahlindustrie ist auf der Suche nach dem Königsweg für die Erreichung des ultimativen Ziels der CO2-Neutralität. Der schnellste Weg zur Erreichung dieses Ziels ist die Erhöhung der Schrotteinsatzquote in den integrierten Stahlwerken, SICON GmbH

Die Stahlindustrie ist auf der Suche nach dem Königsweg für die Erreichung des ultimativen Ziels der CO2-Neutralität. Der schnellste Weg zur Erreichung dieses Ziels ist die Erhöhung der Schrotteinsatzquote in den integrierten Stahlwerken. Da hochwertige und definierte Schrottqualitäten in ihrer Verfügbarkeit stark limitiert sind, ist eine signifikante Erhöhung nur über die Verfügbarmachung minderer oder heterogenerer Schrottqualitäten erreichbar. Da diese aber in der Qualität schwankend und häufig außerhalb der Spezifikationen für die Flachstahlerzeugung sind, sind innovative Aufbereitungsschritte notwendig, die in diesem Vortrag dargestellt werden.

Robert van Laak, Hitachi High-Tech Analytical Science GmbH

Beginn 14:30 h

Optimale Prozesskontrolle für Gusseisen mit OES

Um die Qualität des Endprodukts sicherzustellen, muss während des gesamten Schmelzprozesses die chemische Zusammensetzung der Legierung überprüft werden. Zur Prozesskontrolle vertrauen Gießereien auf die Technik der optischen Emissionsspektrometrie (OES). Sie ist darauf ausgelegt, genaue und zuverlässige Qualitätskontrolle für den gesamten Prozess in einem Schritt zu liefern. Robert van Laak, Sales Manager bei Hitachi High-Tech, erklärt in seinem Vortrag, wie Sie dies erreichen können und geht dabei u.a. auf die Probennahme und -vorbereitung, Kalibrierung und Typenstandardisierung und Werkstoffidentifizierung ein.

Kai Schwickert, Head of Global Sales Refractory Linings, STEULER Refractory

Beginn 15:00 h

Auskleidungskonzepte für die CO2-reduzierte Stahlerzeugung

Ähnlich wie in den frühen Jahren der Direktreduktion gibt es aktuell eine Vielzahl an Initiativen, Entwicklungen sowie Pilotanlagen zur wasserstoffbasierten Direktreduktion. Welche Prozesse sich durchsetzen werden, ist noch offen. In diesem rasanten Entwicklungsprozess positioniert sich der Feuerfest-Spezialist Steuler als Konstante, der sein Knowhow zur Entwicklung und Beherrschung dieser Prozesse einbringt.

Das Unternehmen bietet Sicherheit durch jahrzehntelange Erfahrung in der Auskleidung und Weiterentwicklung konventioneller DR-Anlagen sowie wasserstoffbasierter Prozesse. Steuler versteht sich als Technologiepartner der Stahlindustrie, der mit „H2 Change“ seine führende Position als Hersteller innovativer Auskleidungskonzepte für die CO2-reduzierte Stahlerzeugung unterstreicht.

 

Johannes Karcher, Area Sales Manager USA, Canada, Mexico & Key Account Manager KONECRANES (weltweit), FrigorTec GmbH

Beginn 15:15 h

Prozesskrane – Design und Auswahl Klimatechnik

Die Präsentation zeigt auf was bei der Auswahl der Klimatechnik für einen Prozesskran zu beachten ist. Dies gilt für Design des zu kühlenden Elektronikraumes, Kabine und Schaltschrank sowie die Auswahl der Kranklimaanlage.

 

 

Dr.-Ing. Anne Giese Industrie- und Feuerungstechnik / Abteilungsleiterin, Gas- und Wärme-Institut Essen e.V.

Beginn 15:30 h

Einsatz von erneuerbaren Gasen in der Industrie zur Reduzierung der CO2-Emissionen am Beispiel Wasserstoff - Wasserstoff im Erdgas – Auswirkungen auf die industrielle Verbrennung, Gas- und Wärme-Institut Essen e.V.

Power-to-Gas ist ein vielversprechender Weg, um die Klimaziele zu erreichen, indem CO2-Emissionen reduziert werden, größere Mengen an erneuerbarer elektrischer Energie aus Wind und Sonne durch die Herstellung von Wasserstoff (H2) mittels Elektrolyse gespeichert und dann möglicherweise in das Erdgasnetz eingespeist werden. Eine H2-Einspeisung wird jedoch Erdgasverbraucher aller Sektoren mit höheren und fluktuierenden H2-Konzentrationen im lokal verfügbaren Erdgas konfrontieren. Insbesondere seitens der thermoprozesstechnischen Industrie gibt es Bedenken, welchen Einfluss die Änderung der Brennstoffzusammensetzung auf die Produktqualität, den Wirkungsgrad und die NOx-Emissionen von gasgefeuerten Prozessen haben können. Im Rahmen eines AiF-Forschungsprojektes (IGF-Nr.: 18518 N) ist das Gas- und Wärme-Institut Essen e. V. (GWI) diesen Fragestellungen nachgegangen, indem der Einfluss hoher und fluktuierender Wasserstoffanteile (bis zu 50 Vol.-%) auf verschiedene Industriebrennersysteme mittels Simulation und Versuch untersucht wurde. Der Effekt auf betriebsrelevante Eigenschaften, wie das Verbrennungsverhalten, die Flammendetektion und die Abgasemissionen wurde analysiert. Darauf aufbauend wurden Lösungskonzepte und Kompensationsstrategien für die Thermoprozessindustrie erarbeitet und dargestellt.      

Karl Achleitner, Geschäftsführer GREEN BLOCK Machine & Service GmbH

Beginn 16:00 h

Wertvolle Ressourcen im Kreislauf – Umlaufschrott der Stahlproduktion effizient aufbereiten

Die Vorbereitung von schweren Schrottteilen auf chargierfähige Größe für Schmelzöfen ist auf den ersten Blick ein unscheinbarer Prozessschritt am Weg zu einem hochwertigen Stahlprodukt. Sie erfahren, welchen Beitrag mobile Stahlschneideanlagen von Green Block für eine nachhaltige Stahlproduktion leisten.

Dino Mechenbier, Leiter Technical Sales Support, STEAG New Energies GmbH

Beginn 16:15 h

Effiziente Abwärmenutzung - der Schlüssel zur Kosten- und CO2-Einsparung

Viele Prozesse in der Industrie bieten Möglichkeiten für eine Nutzung von Abwärme, die wieder in den Betrieb einfließen, zur Strom- oder Kälteerzeugung genutzt oder in ein Fernwärmenetz eingespeist werden kann. Moderne Nutzungskonzepte meistern dabei die technischen Herausforderungen und ermöglichen so eine umwelt- und ressourcenschonende Fernwärmegewinnung. So können Industrieunternehmen eine deutliche CO2-Reduzierung ihres Betriebs herbeiführen und einen wesentlichen Beitrag zur Wärmewende leisten.

Dino Mechenbier gibt in seinem Vortrag einen Einblick, wie STEAG New Energies zusammen mit dem Projektpartner KRAFTBLOCK im Stande ist, einen modularen, skalierbaren Energie- und Hochtemperaturwärmespeicher einzusetzen, der thermische Energie – also Wärme – von bis zu 1.300 Grad Celsius speichern kann.

Thomas Hoffmann, Vertriebsleiter, Unitechnik Automatisierung GmbH

Beginn 16:30 h

Trends in der Automatisierungstechnik

Als Automatisierungsspezialist ist Unitechnik in der Metallurgie und Walzwerkstechnik zuhause. Das Unternehmen aus Eisenhüttenstadt entwickelt seit 30 Jahren innovative Lösungen in der Mess-, Steuer-, Regel- und Antriebstechnik. Anhand von einigen praktischen Beispielen erläutert Vertriebsleiter Thomas Hoffmann das Leistungsspektrum von Unitechnik und zeigt einige Zukunftstrends auf.

Torben Jaeger, Head of VTG Europe Solutions, VTG AG

Beginn 16:45 h

Logistische Perspektiven auf der Schiene für die Stahlindustrie, VTG AG

Stichworte zum Thema – welche Lösungsbausteine bietet die VTG der Stahlindustrie: Standardgüterwagen für inbound (Kohle, Erz) sowie outbound (Brammen, Coils, Rohre), Modulare Güterwagen für inbound (Kohle, Erz) sowie outbound (Brammen, Coils, Rohre), Projekt-Logistik für Transporte von Bauteilen, Rohren und überdimensionalen Ladungen, Eigene Traktion von Zügen mit Retrack, VTG Connect (u.a. Standortdaten, Schock-Sensorik), Digitale Plattform www.traigo.com (u.a. Fleet Management, Wagon Tracking, Mileage Prediction und Condition Monitoring), „FastTrack“ – Buchung von Güterwagen auf Spotbasis (ähnlich wie Car2go usw.)

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der HÜTTENTAG Präsenzveranstaltung:

4. November 2021

Messe Essen

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