Unternehmen
ArcelorMittal muss an verschiedenen Standorten die Produktion reduzieren und vorübergehend Anlagen zur Stahlerzeugung und -veredelung stilllegen - Foto: David Laurent/WILI.LU
06.04.2020

ArcelorMittal: Auswirkungen von COVID-19

Reduziertes Produktionsniveau und Maßnahmen zur Erhaltung der Liquidität

ArcelorMittal teilte mit, wo immer möglich, arbeiten die Mitarbeiter von zu Hause. Dort, wo die Anlagen weiter in Betrieb sind, folgt man den Empfehlungen der Regierung und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Durch die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft und die industriellen Lieferketten, sieht der Konzern in den Meisten geografischen Märkten, in denen sie tätig sind, einen deutlichen Rückgang der industriellen Aktivität. Abhängig von regionaler Nachfrage und staatlichen Anforderungen soll daher an verschiedenen Standorten die Produktion reduziert und vorübergehend Anlagen zur Stahlerzeugung und -veredelung stillgelegt werden. 

Um die Auswirkungen des niedrigeren Produktionsniveaus abzuschwächen, sollen bedeutende Maßnahmen zur Erhaltung der Liquidität und zur Senkung der Kosten im Einklang mit der reduzierten Produktion durchgeführt werden. Dazu gehört auch der Zugang zu Maßnahmen, die von den Regierungen eingeführt wurden, um die Unternehmen in diesen Zeiten zu unterstützen. Trotz der derzeitigen Marktvolatilität und Unsicherheit ist der Konzern nach eigenen Angaben jedoch ermutigt durch die Tatsache, dass in den letzten Jahren der Stärkung seiner Bilanz Vorrang eingeräumt wurde, um unter allen Marktbedingungen ein starkes finanzielles Fundament zu schaffen. Die Nettoverschuldung sei auf einem Rekordtief und das Fälligkeitsprofil der Schulden überschaubar, nachdem in der Vergangenheit verfügbare Barmittel zur Vorauszahlung von Schulden verwendet wurden. 

Soziale und humanitäre Unterstützung

ArcelorMittal teilte zudem mit, ihre Fähigkeiten und Ressourcen in nützlicher und kooperativer Weise zu nutzen, um die Herausforderungen von COVID-19 zu bewältigen. Insbesondere wurde sich auf Maßnahmen konzentriert, um den gravierenden Mangel an der erforderlichen Sicherheits- und medizinischen Ausrüstung, einschließlich Gesichtsmasken und Beatmungsgeräten, zu beheben. Neben Spenden für verschiedene Initiativen, wurde das globales Netzwerk genutzt, um den Transfer von Ausrüstung in und aus den am stärksten betroffenen Regionen zu erleichtern. Darüber hinaus konnte auch das Fachwissen des FuE-Teams im Bereich des 3-D-Drucks in die weltweiten Bemühungen um die Entwicklung eines Prototyps eines 3-D-gedruckten Beatmungsgeräts eingebracht werden. Dieser Prototyp soll in Kürze in Krankenhäusern getestet werden und, falls er erfolgreich ist, die Fähigkeit zur schnellen Herstellung der Geräte massiv erhöhen. Man konzentriert sich nun auf den Prototyp einer fortschrittlicheren Variante, die neben der Versorgung der Lungen mit Sauerstoff auch die Fähigkeit besitzt, Medikamente mit KI-Algorithmen zu verabreichen. Gleichzeitig bietet das Unternehmen dort, wo freie Kapazitäten bestehen, medizinischen Einrichtungen Raum für die Unterbringung zusätzlicher Stationen.

ArcelorMittal

Schlagworte

CoronaWirtschaft

Verwandte Artikel

Starkes Bekenntnis zur Transformation: Bundeskanzler Friedrich Merz, Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Wirtschaftsminister Jürgen Barke mit der SHS – Geschäftsführung. Als Geschenk für die Gäste gab es die Transformation im Mini-Format: ein Modell der Direktreduktionsanlage und eines Elektrolichtbogenofens
30.09.2026

SHS treibt Transformation mit Power4Steel und Y-SIC voran

Bundeskanzler Friedrich Merz und Ministerpräsidentin Anke Rehlinger zu Gast in Dillingen – internationales Vorzeigeprojekt Power4Steel geht in die nächste Phase – Y-SIC e...

Anlagen Bund CO2 Dekarbonisierung Deutschland Dillinger Direktreduktion Energie EU Europa Finanzierung Handel HZ Industrie ING Innovation Investition Klima Lieferketten Nachhaltigkeit Produktion Pulver Saarland Saarstahl Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Technik Transformation Umwelt Unternehmen USA Vorstand Werkstoff Wettbewerb Wirtschaft Zukunftstechnologie
Mehr erfahren
Laborversuch im 1-kg-Maßstab
29.09.2026

Outokumpu stellt EvoMaterials vor

Proprietäre Technologieplattform für die Herstellung CO₂-armer hochangereicherter Metalle – auf dem Weg zur Pilotproduktion

Bund Chrom DSV Emissionen Entwicklung EU Europa Forschung HZ Industrie ING Innovation KI Klima Legierungen Lieferketten Outokumpu Patent Produktion Projektmanagement Unternehmen USA Vereinbarung Verteidigung Vorstand Werkstoff Werkstoffe Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
25.09.2026

CO₂-Rechnung für Stahl könnte sich verdoppeln

EUROFER schätzt, dass die steigenden EU-CO₂-Abgaben den konventionellen Hochofenstahl nach 2030 drastisch verteuern werden

Dekarbonisierung Emissionen Energie Entwicklung Essen EU EUROFER Europa Handel Hochofen HZ IBU Importe Industrie ING Investition Klima Klimaneutraler Stahl Messe Schrott Transformation Unternehmen Verkauf Verlag Wettbewerb Wirtschaft Zahlen Zertifikat
Mehr erfahren
24.09.2026

Rohstahlerzeugung im August 2026: Weiterhin verhaltene Erholung

Die Rohstahlproduktion in Deutschland hat im August 2026 mit einem Plus von 1,7 Prozent im Vorjahresvergleich nur leicht zugelegt.

Deutschland EU Hochofen ING Konverter Produktion Rohstahlproduktion Schrott Stahl Stahlerzeugung Stahlproduktion Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren
22.09.2026

Energietechnik Essen eröffnet neue Hightech-Schmelzanlage

Neue DESU-Anlage verdoppelt die Produktionskapazität für hochstickstoffhaltige Stähle (HNS®)

Anlagen Asien Coils Deutschland DSV Essen EU Europa GMH Industrie ING Investition Klima Klimaschutz Messe Neubau Produktion Schlacke Spezialstahl Stabstahl Stahl Technik Unternehmen USA Vorstand Warmband Werkstoff Werkstoffe Wirtschaft
Mehr erfahren