Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Klöckner & Co SE („Klöckner & Co“) haben am 22. Juli 2026 ihre gemeinsame begründete Stellungnahme zum Delisting-Erwerbsangebot der Worthington Steel GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Worthington Steel, Inc. (zusammen „Worthington Steel“), veröffentlicht.
Nach sorgfältiger Prüfung der Angebotsunterlage sind der Vorstand und der Aufsichtsratv on Klöckner & Co unabhängig voneinander zu der Überzeugung gelangt, dass sie den Aktionären weder die Annahme noch die Ablehnung des Angebots empfehlen können.
Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner & Co erkennen an, dass das Delisting-Erwerbsangebot Teil einer auf den Zusammenschluss von Worthington Steel und Klöckner & Co gerichteten Gesamtstrategie ist. Das Delisting ermöglicht eine Vereinfachung der Strukturen und gibt Klöckner & Co mehr Flexibilität in der strategischen Weiterentwicklung. Gemeinsam wollen sich das Unternehmen und Worthington Steel auf den Ausbau der Marktpräsenz in Europa und Nordamerika konzentrieren und das Geschäft mit höherwertigen Produkten und Services konsequent vorantreiben.
Dabei betrachten Vorstand und Aufsichtsrat die von Worthington Steel in der Angebotsunterlage geäußerten Absichten im Hinblick auf den weiteren Geschäftsbetrieb von Klöckner & Co grundsätzlich als positiv. Beide Gremien sind daher abschließend und nach sorgfältiger Prüfung unabhängig voneinander zu dem Schluss gekommen, dass das Delisting im besten Interesse von Klöckner & Co liegt.
Delisting -Erwerbsangebot ohne Vollzugsbedingungen
Das Delisting-Erwerbsangebot enthält keine Vollzugsbedingungen und kann daher unabhängig von der Annahmequote vollzogen werden. Gemäß der Delisting-Vereinbarung wird Klöckner & Co den Antrag auf Widerruf der Börsenzulassung spätestens sieben Geschäftstage vor Ablauf der Annahmefrist stellen. Das Delisting wird damit voraussichtlich bereits unmittelbar mit Ablauf der Annahmefrist wirksam. Vorstand und Aufsichtsrat weisen ausdrücklich auf die Konsequenzen für Aktionäre hin, die das Angebot nicht annehmen oder ihre Aktien nicht über die Börse veräußern.
Mit Wirksamwerden des Delisting werden die Aktien von Klöckner & Co nicht mehr im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Da Worthington Steel gemäß Stimmrechtsmitteilung bereits rund 62 % der Aktien von Klöckner & Co hält, ist die Liquidität der Aktie bereits heute erheblich reduziert. Darüber hinaus entfallen wesentliche Transparenz- und Publizitätspflichten. Aktionäre, die ihre Aktien langfristig halten möchten, sollten diese Liquiditäts- und Informationsrisiken sorgfältig in ihre Entscheidung einbeziehen .
Zudem hat Worthington Steel am 27. März 2026 die Absicht mitgeteilt, mit Klöckner & Co einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abzuschließen. Sofern ein solcher Vertrag abgeschlossen wird, haben Aktionäre die Möglichkeit, ihre Aktien gegen eine Barabfindung an die Bieterin zu veräußern. Die Höhe einer etwaigen Barabfindung steht jedoch noch nicht fest. Sie kann höher, aber auch niedriger als die Angebotsgegenleistung ausfallen und wird von einem unabhängigen, gerichtlich bestellten Prüfer geprüft werden.
Annahmefrist endet am 12. August 2026
Worthington Steel hat die Angebotsunterlage am 15. Juli 2026 veröffentlicht. Die Annahmefrist endet voraussichtlich am 12. August 2026, um 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main). Aktionäre von Klöckner & Co können das Delisting-Erwerbsangebot zum Preis von 11,00 € je Aktie über ihre Depotbank annehmen und ihre
Aktien in das Angebot andienen. Die von Worthington Steel veröffentlichte Delisting-Angebotsunterlage sowie weiterführende Informationen wurden unter www.strong-for good.com veröffentlicht.
Die gemeinsame begründete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat ist auf der Website von Klöckner & Co verfügbar sowie kostenlos erhältlich bei Klöckner & Co, Investor Relations, Peter-Müller-Straße 24, 40468 Düsseldorf.
Wichtige Information
Die Entscheidung über die Annahme oder Nichtannahme des Delisting-Erwerbsangebots sollte jeder Aktionär der Klöckner & Co SE unter Würdigung der Gesamtumstände, seiner individuellen Verhältnisse, der möglichen Illiquidität der Aktien nach dem Delisting und seiner persönlichen Einschätzungen über die zukünftige Entwicklung des Werts und des Börsenpreises der Aktien der Klöckner & Co SE sowie etwaiger zukünftiger Strukturmaßnahmen (einschließlich eines möglichen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags oder ggf. eines Squeeze-outs) selbst treffen.
Diese Pressemitteilung stellt keine Ergänzung, Erläuterung oder Zusammenfassung der gemeinsamen Begründeten Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 27 WpÜG dar. Den Aktionären wird empfohlen, vor ihrer Entscheidung, ob sie das Delisting-Erwerbsangebot annehmen oder nicht, die Angebotsunterlage, die begründete Stellungnahme sowie alle sonstigen im Zusammenhang mit dem Delisting- Erwerbsangebot stehenden Bekanntmachungen vollständig zu lesen. Die das Delisting-Erwerbsangebot
betreffenden Bestimmungen sind der Angebotsunterlage zu entnehmen.
Diese Pressemitteilung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine Aufforderung zum Verkauf noch ein Angebot zum Kauf von Wertpapieren der Klöckner & Co SE dar.
Soweit in diesem Dokument in die Zukunft gerichtete Aussagen sind, stellen diese keine Tatsachen dar und sind durch die Worte „werden“, „erwarten“, „glauben“, „schätzen“, „beabsichtigen“, „anstreben“, „davon ausgehen“ und ähnliche Wendungen gekennzeichnet. Diese Aussagen bringen Absichten, Ansichten oder gegenwärtige Erwartungen und Annahmen der Klöckner & Co SE zum Ausdruck. Zukunftsgerichtete Aussagen unterliegen Risiken und Ungewissheiten, die meist nur schwer vorherzusagen sind und gewöhnlich
nicht im Einflussbereich der Klöckner & Co SE liegen.
Diese Erwartungen und in die Zukunft gerichteten Aussagen könnten sich als unzutreffend erweisen und die tatsächlichen Entwicklungen können erheblich von in die Zukunft gerichteten Aussagen abweichen. Die Klöckner & Co SE übernimmt keine Pflicht, die in die Zukunft gerichteten Aussagen hinsichtlich tatsächlicher Entwicklungen oder Ereignisse, Rahmenbedingungen, Annahmen oder sonstiger Faktoren zu aktualisieren.
(Quelle: Klöckner & Co SE)