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ABB profitierte 2019 von einer guten Entwicklung in den Bereichen Antriebstechnik und Elektrifizierung - Foto: ABB
30.03.2020

ABB Deutschland: Positive Bilanz für 2019

Wachstum in den Bereichen Antriebstechnik und Elektrifizierung

Die deutsche ABB verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 trotz einer schwächelnden Konjunktur einen stabilen Auftragseingang und Umsatz. Das Unternehmen profitierte vor allem von der sehr guten Geschäftsentwicklung in den Bereichen Antriebstechnik und Elektrifizierung. 2019 war außerdem geprägt von zwei Transformationsprojekten, der Einführung einer neuen Organisationsstruktur mit vier Geschäftsbereichen und der Ausgliederung des Stromnetzgeschäfts, und damit der erfolgreichen Neuausrichtung zum Technologieführer für die digitale Transformation der Industrie.

Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1 % auf 2,82 Mrd. €*. Die Steigerung betraf dabei vor allem das Inlandsgeschäft, das um 9 % wuchs. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahr um 1 % auf 2,81 Mrd. € zu. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibung (Operational EBITA) war stabil und betrug 210 (2018: 212) Mio. €. Am 31. Dezember beschäftigte ABB Deutschland rd. 8.500 Mitarbeiter.

Veränderungen im Vorstand angekündigt

Der Vorstandsvorsitzende Hans-Georg Krabbe wird im gegenseitigen Einvernehmen zum 31. Dezember 2020 aus dem Vorstand und bei ABB ausscheiden. Er war in seiner 13-jährigen Tätigkeit im Vorstand u.a. für den Ausbau des Inlandsgeschäfts und der nunmehr abgeschlossenen Transformation im Rahmen der ABB-Neuausrichtung verantwortlich. Über seine Nachfolge wird der Aufsichtsrat zu gegebener Zeit entscheiden.

Bedeutende Fortschritte bei der Transformation

Im Jahresverlauf 2019 wurde die bisherige Organisationsstruktur aufgelöst und die vier neuen Geschäftsbereiche Elektrifizierung, Industrieautomation, Antriebstechnik sowie Robotik & Fertigungsautomation wurden eigenständiger aufgestellt. Parallel hierzu wurde auch in Deutschland mit der Ausgliederung des Stromnetzgeschäfts an Hitachi ein weiteres Veränderungsprojekt durchgeführt. Im Rahmen dessen wurden in den vergangenen Monaten die rechtlichen Strukturen geschaffen und die dafür notwendigen Funktionen für das neue Unternehmen aufgebaut.

Entwicklungen in den Geschäftsbreichen
  • Antriebstechnik: Der Auftragseingang lag mit 351 Mio. € 25 % über dem Vorjahr, während der Umsatz um 12 % auf 315 Mio. € zulegte. Der Geschäftsbereich profitierte vor allem von mehreren großen Aufträgen im Bereich Bahntechnik, zum Beispiel vom Hersteller für Schienenfahrzeuge Stadler.
  • Robotik & Fertigungsautomation: Gekennzeichnet durch die Investitionszurückhaltung im Automobilsektor und im Maschinenbau sank der Geschäftsbereich um 8 % auf 532 Mio. €. Der Umsatz stieg um 1 % auf 539 Mio. €.
  • Industrieautomation: Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz waren insgesamt stabil. Der Auftragseingang belief sich auf 522 Mio. €, der Umsatz auf 509 Mio. €, jeweils minus 1 % im Vergleich zum Vorjahr. Wichtige Impulse für die Geschäftsentwicklung gab das Servicegeschäft.
  • Der mit Abstand größte Geschäftsbereich Elektrifizierung verbuchte 2019 beim Auftragseingang einen Zuwachs von 6 % auf 1,5 Mrd. €. Der Umsatz wuchs ebenfalls um 6 % und betrug 1,48 Mrd. €. Die positive Geschäftsentwicklung ist vor allem auf die gestiegene Nachfrage nach Lösungen für intelligente, digital vernetze Wohnhäuser (Smart Homes) und Zweckgebäude (Smart Buildings) sowie nach digitalen Technologien für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zurückzuführen. 
Engagement für Nachhaltigkeit

Der ABB-Konzern hat 57 % seines Gesamtumsatzes 2019 mit ökoeffizienten Produkten, Lösungen und Dienstleistungen für smarte Städte, Industrien und Verkehrssysteme erzielt, wie aus dem kürzlich veröffentlichten globalen Nachhaltigkeitsbericht hervorgeht. 

Neue Formen der Zusammenarbeit mit Kunden

2019 wurde in Ladenburg das erste von drei ABB Ability™ Customer Experience (ACE) Centern der ABB-Welt eröffnet. In den ACE-Centern arbeiten ABB-Experten bereichsübergreifend gemeinsam mit Kunden an digitalen Lösungen. Ziel ist es, den individuellen Bedürfnissen der Kunden noch besser zu entsprechen. Großkonzerne, mittelständische Unternehmen, Lieferanten und Start-ups entwickeln so gemeinsam mit ABB neue Geschäftsideen zur Ladeninfrastruktur, Fabrik der
Zukunft, Prozessautomatisierung, zu Smart Buildings oder Smart Cities. 

* alle Zahlenangaben ohne Geschäftsbereich Stromnetze und nach US-GAAP

ABB

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DigitalisierungIndustrieWirtschaft

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