Forschung
Entladung der Fundamentelemente am Institut an der RWTH Aachen - Foto: Kerschgens
17.01.2020

Forschungsprojekt der RWTH Aachen von Kerschgens unterstützt

Wie verteilen sich Lastkräfte in einem Einzelfundament, wenn der Lasteintrag nicht zentriert, sondern außerhalb der Mitte, also exzentrisch, erfolgt? Das ist eine Frage, der zurzeit das Institut für Massivbau (IMB) der RWTH Aachen in einem aktuellen Forschungsprojekt nachgeht.

Unterstützt wird das IMB dabei vom Stolberger Werkstoffhändler Kerschgens. Dieser fertigte in seinem Betonstahl- und Biege-Center in Bitburg die Bewehrungseisen für das im Versuchsaufbau vorgesehene Stahlbetonfundament exakt nach den Vorgaben des IMB und stellte sie dem Institut kostenlos zur Verfügung. Das Material an sich wurde von den Badischen Stahlwerken gesponsert.

Kerschgens und die RWTH Aachen arbeiten seit vielen Jahren in verschiedenen Projekten und Kooperationen zusammen, etwa im Bereich der Materialkunde, der Digitalisierung und in der Bautechnik. Bereits vor dem aktuellen Projekt des IMB gab es experimentelle Forschungsprojekte zu der Fragestellung, wie sich zum Beispiel Querkräfte auf Einzelfundamente auswirken. Bei diesen Modellen wurde jedoch ein zentrischer Lasteintrag zugrunde gelegt, der in der Praxis aus unterschiedlichen bautechnischen und -physikalischen Gründen allerdings eher die Ausnahme als die Regel darstellt. Die für 2020 erwarteten Ergebnisse der IMB-Untersuchungen sollen nun die Ableitung eines konsistenten Berechnungsmodells für exzentrisch belastete Einzelfundamente für beliebige Laststellungen und Fundamentgeometrien ermöglichen.

Kerschgens

Schlagworte

ForschungWerkstofftechnik

Verwandte Artikel

Die Verteilung und Anordnung der Kohlenstoffatome in martensitischem Stahl spielen eine wichtige Rolle für die Leistungsfähigkeit des Stahls
12.06.2020

Forschung: Was im Stahl für Ordnung sorgt

Eine gemeinsame Arbeit der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und dem Max-Planck-Institut für Eisenforschung bringt Licht ins Dunkel über das kollektive Verhalten von Kohlenst...

Forschung
Mehr erfahren
Das Kopernikus-Projekt P2X gibt einen umfassenden Überblick über die deutsche Power-to-X-Landschaft
08.06.2020

Zukunftstechnologie: Interaktive Datenbank zeigt Power-to-X-Projekte

Mehr als 60 Forschungsprojekte und über 30 Industrieanlagen – die Forschung an Power-to-XTechnologien in Deutschland läuft auf Hochtouren. Auch in der geplanten Nationale...

Energie Forschung Klimaschutz
Mehr erfahren
Forschende des UDE-Instituts für Technologien der Metalle haben mathematische Prozessmodelle von Walzwerken optimiert
05.06.2020

Forschungsprojekt der UDE-Umformtechnik: Optimal Walzen

Wer Stabstahl und Draht walzt, muss den Werkstoff auf über 1.000 °C erhitzen, erst dann lässt er sich in die gewünschte Form bringen. Forschende des UDE-Instituts für Tec...

Forschung Walztechnik
Mehr erfahren
Die Reduktionsanlage in Hamburg ebnet den Weg in eine wasserstoffbasierte Zukunft
18.05.2020

ArcelorMittal: Forschungsprojekt mit HAW Hamburg geplant

Bei ArcelorMittal bedeutet der Blick in die Zukunft, sich mit Innovationen auseinanderzusetzen, Investitionen zu planen, Betriebskosten abzuschätzen – und das alles mit d...

CO2 Forschung Wasserstoff
Mehr erfahren
Einsatz finden selbstlernende Transportsysteme beispielsweise in Logistik- und Produktionsumgebungen
13.05.2020

Ostfalia: Entwicklung eines selbstlernenden Transportsystems

An der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften beschäftigt sich ein Projektteam mit der Entwicklung eines selbstlernenden Transportsystems (SeLeTraSys). Hochaut...

Forschung Logistik
Mehr erfahren