Wirtschaft News
Photo: pixabay
17.05.2021

Reform des Klimaschutzgesetzes

Eine verantwortungsvolle Klimapolitik braucht nicht nur Ziele

Am 12. Mai 2021 hat die Bundesregierung ein überarbeitetes Klimaschutzgesetz auf den Weg gebracht. Neben einer Anpassung der Ziele bis 2030 und darüber hinaus, soll bis 2045 Klimaneutralität erreicht werden.

Dazu Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl: „Mit der Anhebung der Klimaziele ist eine für die Stahlindustrie enorme Herausforderung noch größer geworden. Die Stahlunternehmen wollen weiterhin einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten. Die Anhebung der Ziele wird jedoch leider nicht mit konkreten politischen Maßnahmen und Instrumenten begleitet, die notwendig sind, um diese rasch zu erreichen. Daher ist die Umsetzung des Handlungskonzepts Stahl jetzt umso dringlicher und darf nicht verzögert werden. Genauso schnell, wie die Bundesregierung die Klimaziele angepasst hat, muss sie nun den politischen Rahmen für klimaneutrale Investitionen setzen.“

 Die Umstellung auf CO2-arme Produktionsverfahren in der Stahlindustrie ist mit erheblichen Kosten verbunden, die ohne öffentliche Unterstützung nicht allein von den Unternehmen gestemmt werden können.

„Damit die notwendigen Investitionen getätigt und die Anlagen trotz höherer Kosten wirtschaftlich betrieben werden können, müssen die erforderlichen politischen Rahmenbedingungen nun sehr schnell auf den Weg gebracht werden. Dabei darf besonders vor dem Hintergrund der angehobenen Klimaziele ein wirksamer Carbon Leakage-Schutz nicht aus den Augen verloren werden. Ohne diesen wird Stahl künftig in anderen Regionen der Welt mit geringeren Klimaschutzauflagen produziert und anschließend nach Deutschland importiert“, erklärt der Verbandspräsident.

Damit Deutschland zum Standort für grünen Stahl werden kann, braucht es zudem Instrumente, wie z.B. Carbon Contracts for Difference, um die höheren Betriebskosten abdecken zu können und grüne Leitmärkte, die Anreize für die Verwendung von grünem Stahl schaffen. Zu den entscheidenden Rahmenbedingungen am Standort Deutschland für eine klimaneutrale Stahlindustrie gehört zudem eine ausreichende Verfügbarkeit von klimaneutralem Wasserstoff.

(Quelle: WV Stahl)

 

Schlagworte

KlimaschutzWV Stahl

Verwandte Artikel

ROGESA Hochofen 5 in Dillingen
23.12.2025

SHS-Gruppe wieder in der A-Liste der Umweltschutzorganisation CDP

Carbon Disclosure Project (CDP) zeichnet die SHS-Gruppe erneut für verantwortungsbewusstes Handeln im Bereich Klimaschutz aus

CDP CO2 Dekarbonisierung Dillinger Energie EU Gesellschaft Handel Klima Klimaschutz Ltd Nachhaltigkeit Produktion Saarstahl Stahl Stahlproduktion Strategie Transformation Umwelt Umweltschutz Unternehmen Vorstand
Mehr erfahren
Von links: Thomas Micka (LENA), Dr.-Ing. Franziska Sondej (Fraunhofer IFF), Dr.-Ing. Robert Kühn (Geschäftsführer ILG Ilsenburger Grobblech GmbH), Staatssekretärin Stefanie Pötzsch, Staatssekretär Thomas Wünsch, Dirk Trappe (LENA)
20.12.2025

Initiative zur industriellen Transformation der Wirtschaft in Sachsen-Anhalt

Der SETUp-Verbund sendet ein geschlossenes Signal, wie energieintensive Industrien künftig resilienter, wettbewerbsfähiger und klimafreundlicher aufgestellt werden können

ABB Automatisierung Blech Bund Elektrifizierung Emissionen Energie Energieeffizienz Entwicklung Erdgas Ergebnis EU Forschung Fraunhofer Grobblech Handel HZ Ilsenburger Grobblech GmbH Industrie ING Innovation Investition KI Klima Klimaschutz Kooperation Kreislaufwirtschaft Optimierung Politik Produktion Sachsen Salzgitter Salzgitter AG Stahl Stahlindustrie Transformation Umwelt Unternehmen USA Walzwerk Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsstandort Zahlen Zukunftstechnologie Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der WV Stahl
18.12.2025

Wirtschaftsvereinigung Stahl begrüßt Automotive Package der EU

Die EU-Kommission hat ein wichtiges Signal für einen Leitmarkt für emissionsarmen Stahl gesetzt

Automobil Automotive Automotive Package Deutschland Einsparung EU EU-Kommission Industrie Klima Leitmarkt Stahl Stahlindustrie Wettbewerb Wirtschaftsvereinigung WV Stahl
Mehr erfahren
Thorsten Sega, Dagmar Petzgen, Aline Schneider-Sailler, Michael Rolf und Astrid Sassen (v.l.n.r.) bei der diesjährigen Weihnachtsspende in der Dortmunder Zentrale
12.12.2025

Nordwest zeigt Herz und spendet für soziale Projekte

Die Nordwest Handel AG stellt sich auch in diesem Jahr ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und überreicht vier Weihnachtsspenden von insgesamt 10.000 Euro an Organisat...

Ausbildung Energie Essen EU Finanzierung Gesellschaft Handel HZ ING KI Klima Klimaschutz Kran Nordwest Handel AG Spende Stiftung Unternehmen USA Vorstand
Mehr erfahren
(von links nach rechts): Björn van Deest und Maximilian Sülzle nahmen die Ehrung als Finalist in der Kategorie Materialgroßhandel beim 18. Deutschen Nachhaltigkeitspreis (DNP) in Düsseldorf stellvertretend für die SÜLZLE Gruppe entgegen.
09.12.2025

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2026: Ehrung für Sülzle Gruppe

Die Sülzle Gruppe wurde beim 18. Deutschen Nachhaltigkeitspreis (DNP) in Düsseldorf als Finalist in der Kategorie Materialgroßhandel geehrt.

Anlagen Anlagenbau Auszeichnung Betonstahl Deutschland Düsseldorf Energie Entwicklung EU Gesellschaft Handel ING Innovation Klima Klimaschutz Nachhaltigkeit Soziales Engagement Stahl Strategie Sülzle Gruppe Technik Transformation Umwelt Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren