Unternehmen
Die Finanzzahlen im ersten Quartal 2020 sind bei Schmolz + Bickenbach deutlich gezeichnet von COVID-19 - Foto: pixabay
11.05.2020

Schmolz + Bickenbach deutlich gezeichnet von Covid-19

Finanzzahlen im ersten Quartal 2020

Schmolz + Bickenbach hat um 17,1 % geringere Absatzmengen von 457 kt im Vergleich zu 551 kt im ersten Quartal 2019 gemeldet. Der Umsatz sank um 20,3 % von 884 Mio. auf 705 Mio. €. Die Finanzzahlen im ersten Quartal 2020 waren gezeichnet von einer anfänglich vorsichtigen Erholung, die durch die Covid-19-Krise drastisch unterbrochen wurde. Der durch Produktionsstillstände verursachte Nachfragerückgang zeigt sich in den reduzierten Absatzmengen und Umsatz. Das bereinigte EBITDA, das Konzernergebnis und der Free Cash Flow fielen negativ aus. Die Nettoverschuldung konnte im Vergleich zum Jahresende 2019 durch die erfolgte Refinanzierung um 23,7% reduziert werden.

CEO Clemens Iller kommentierte: „Nach einem deutlichen Rückgang der Geschäftsaktivitäten gegen Ende des letzten Jahres war der Start ins Geschäftsjahr 2020 erwartungsgemäss geprägt von einer vorsichtigen Erholung auf tiefem Niveau. Diese Tendenz hielt in etwa bis Mitte März an, begleitet von moderat besser gefüllten Auftragsbüchern. Die zweite Hälfte des Monats war jedoch geprägt von einem umso schärferen Nachfragerückgang im Zuge der Covid-19-Krise, welcher deutliche Spuren sowohl beim Volumen als auch bei den Preisen hinterliess. Insbesondere wirkte sich das vollständige Herunterfahren sämtlicher Geschäftsaktivitäten großer europäischer Automobilproduzenten als auch deren Zulieferer drastisch auf die Nachfrage aus. Aus heutiger Sicht erwarten wir frühestens gegen Ende des ersten Halbjahres 2020 eine einsetzende graduelle Normalisierung der Nachfrage mit voraussichtlich fortgesetzter Erholung im zweiten Halbjahr. Während wir unseren Fokus verstärkt auf die Umsetzung des Sanierungsplans richten, ist eine verlässliche Schätzung des bereinigten EBITDA aufgrund der bestehenden Unsicherheiten zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich."

Schmolz + Bickenbach

Schlagworte

CoronaWirtschaft

Verwandte Artikel

Projektauftakt, v.l.n.r. hinten: Andreas Zaremba, Leiter TGA, Ilsenburger Grobblech GmbH, Sebastian Böhm, Entwicklungsingenieur, Ilsenburger Grobblech GmbH, Uwe Zischkale, Abteilungsleiter 3 Energie, Nachhaltigkeit, Strukturwandel, Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt; v.l.n.r. vorn: Dr. Robert Kühn, Vorsitzender der Geschäftsführung, Ilsenburger Grobblech GmbH, Denis Loeffke, Bürgermeister Stadt Ilsenburg, Dr. Franziska Sondej, Energiesysteme und Infrastrukturen, Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Andreas Künne, Energiemanager, Ilsenburger Grobblech GmbH
07.09.2026

Vorstudie in Ilsenburg startet

Mit dem Projektauftakt in der Stadtverwaltung Ilsenburg startet die Vorstudie „Smart Industry Orchestration Ilsenburg“.

Automatisierung Blech Bleche Bund Energie Entwicklung Ergebnis EU Fraunhofer Grobblech HZ Ilsenburger Grobblech GmbH Industrie ING Klima Klimaschutz Nachhaltigkeit Politik Produktion Produktionsprozess Sachsen Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Studie Transformation Umwelt Unternehmen USA Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsstandort
Mehr erfahren
03.09.2026

WV Stahl: Zuschuss zu Netzentgelten muss erhalten bleiben

Die Bundesregierung hat eine Neuregelung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten beschlossen. Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der WV Stahl, bewertet...

Bund Energie EU Industrie Stahl Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren
Frontansicht des Deutschen Bundestags in dem der Bundeshaushalt debattiert wird.
03.09.2026

Regierung droht Mittelstandsforschung weiter auszubremsen

Forschungsvereinigungen fordern Kurskorrektur im Bundeshaushalt.

Anpassung Bund Dekarbonisierung Deutschland Digitalisierung Einsparung Energie Entwicklung EU Forschung Forschungsprojekt Fosta HZ Industrie ING Innovation KI Klima Konstruktion Politik Produktion Rohstoffe Sanierung Stahl Stahlanwendung Transformation Unternehmen USA Wasserstoff Werkstoff Werkstoffe Wettbewerb Wirtschaft Zukunftstechnologie
Mehr erfahren
ArcelorMittal Duisburg
02.09.2026

ArcelorMittal wird den Standort Duisburg stark verkleinern

Im September 2027 soll die Rohstahlproduktion auslaufen. Das Drahtwalzwerk soll weiterproduzieren und das Vormaterial vorzugsweise von anderen Konzernstandorten erhalten.

Aufsichtsrat Bund Dekarbonisierung Draht Drahtwalzwerk Duisburg Energie EU Europa ING Lieferung Produktion Produktionsprozess Roheisen Stabstahl Stahl Stahlproduktion Stahlwerk thyssenkrupp Unternehmen USA Walzwerk Wirtschaft
Mehr erfahren
01.09.2026

EUROMETAL organisiert Lkw-Großdemonstration in Brüssel

Der europäische Dachverband der Stahlhändler plant für den 7. September 2026 einen "European Convoy for Industrial Competitiveness".

Europa Handel Industrie Innovation Investition Klima Klimaziele Konferenz Lieferketten Logistik Produktion Stahl Transformation Umwelt Unternehmen Verteidigung Wettbewerb Wettbewerbsfähigkeit Wirtschaft
Mehr erfahren