Unternehmen
Stehend (v.l.n.r.): Martin Zappe, Programmleitung Salcos®, Salzgitter AG Paolo Argenta, Executive Vice President Upstream Business Unit Tenova Mario Marcozzi, Marketing & Sales Director Upstream Business Unit Tenova Sitzend (v.l.n.r.): Dr. Markus Dorndorf, Vice President Iron- & Steelmaking Tenova Germany Roberto Pancaldi, Chief Executive Officer Tenova Ulrich Grethe, Vorsitzender der Geschäftsführung Salzgitter Flachstahl GmbH Roland Bruckmann, Leiter Einkauf von Investitionen, Dienstleistungen & Mobility, Salzgitter Flachstahl GmbH - Photo: Salzgitter AG
09.03.2022

Absichtserklärung von Salzgitter und Tenova zu SALCOS®

Salzgitter AG und Tenova intensivieren ihre enge technische Zusammenarbeit und haben für die Realisierung von SALCOS® - SALzgitter Low CO2-Steelmaking
eine wichtige Vereinbarung geschlossen.

Beide Partner haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, welches ihre enge Zusammenarbeit bei den nächsten Realisierungsschritten von SALCOS® untermauert. So beabsichtigt die Salzgitter AG – vorbehaltlich entsprechender Fördermittelzusagen – eine DRIAnlage mit einer Jahreskapazität von 2,1 Mio. t für die zukünftige industrielle Produktion von direkt reduziertem Eisenschwamm bei Tenova zu ordern.  Diese Anlage basiert auf der Energiron®-Technologie, die gemeinsam von Tenova und Danieli entwickelt wurde.

Tenova bestätigt das hohe Interesse, dieses Projekt gemeinsam mit der Salzgitter AG zu realisieren und darüber hinaus auch bei künftigen Anlagenprojekten weiterhin eng in den Themenfeldern Entwicklung, Herstellung, Installation und Aufbau solcher Anlagen zu kooperieren.

Mit der Unterzeichnung dieses Memorandum of Unterstanding bekräftigen die beiden Unternehmen ihre partnerschaftliche Zusammenarbeit und den gemeinsamen Willen zu einem konkreten Baubeginn des ersten SALCOS®-Abschnitts bereits im Sommer dieses Jahres.

SALCOS® ist ein bahnbrechendes Programm zur signifikanten Verringerung des CO2-Ausstoßes in der Stahlproduktion. Ziel ist ein schrittweiser Transformationsprozess der kohlenstoffintensiven, konventionellen Stahlherstellung hin zur Direktreduktion mit einem flexiblen, zunehmenden Einsatz von Wasserstoff. Im Ergebnis können die CO2-Emissionen in der Prozesskette um mehr als 95 % gesenkt und damit nach kompletter Umsetzung ein Prozent des gesamten deutschen CO2-Ausstoßes vermieden werden.

Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG: „Die Vereinbarung mit Tenova ist ein bahnbrechender Meilenstein zur Umsetzung des SALCOS®-Programms. Hiermit kommen wir in die Position, unmittelbar nach Zusage der beantragten Fördermittel mit der Bauphase zur Realisierung der CO2-armen Stahlproduktion beginnen zu können. SALCOS® sichert die Zukunftsfähigkeit des Stahlstandorts Salzgitter und die dortigen Arbeitsplätze.“

„Tenova hat in den vergangenen Jahren enorm in die Entwicklung von Technologien investiert, die den Energieverbrauch erheblich verringern und die Umweltbilanz in der Stahlproduktion verbessern können. In dieser umwälzenden Entwicklung spielt Wasserstoff eine zentrale Rolle und das
SALCOS®-Konzept könnte zu einem entscheidenden Meilenstein für unsere Industrie werden“, sagte Roberto Pancaldi, Chief Executive Officer of Tenova.

(Quelle: Salzgitter AG)

Schlagworte

SalzgitterSalzgitter AGTenovaUSAZusammenarbeit

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