Unternehmen
Photo: pixabay / Alexas Fotos / 21623
17.08.2021

Air Liquide baut den größten, an eine bestehende Wasserstoff-Infrastruktur angeschlossenen Elektrolyseur in Deutschland

Air Liquide plant den Bau eines 30-Megawatt (MW)-Elektrolyseurs zur Erzeugung von klimaneutralem Wasserstoff in Oberhausen. In einer ersten Phase soll die Anlage bereits 2023 mit einer Leistung von 20 MW in Betrieb gehen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat öffentliche Mittel für dieses Projekt – dem ersten Elektrolyseur im Weltmaßstab, der im Rahmen der Partnerschaft zwischen Air Liquide und Siemens Energy realisiert wird – bewilligt. Der Elektrolyseur wird in die bestehende Wasserstoff-Pipeline von Air Liquide integriert, um Schlüsselindustrien und die emissionsfreie Mobilität im Raum Rhein-Ruhr mit klimaneutralem Wasserstoff zu versorgen.

Der neue Protonen-Exchange-Membran (PEM)-Elektrolyseur, der von Air Liquide gebaut wird, wird klimaneutralen Wasserstoff aus Wasser und erneuerbarem Strom erzeugen. Die technologische Lösung für das Projekt wird im Rahmen der bereits angekündigten Partnerschaft zwischen Air Liquide und Siemens Energy entwickelt. Bis 2023 werden beide Partner eine 20-MW-Elektrolyseur-Anlage errichten, die 2.900 Tonnen klimaneutralen Wasserstoff pro Jahr und klimaneutralen Sauerstoff produzieren wird. In einer zweiten Phase plant Air Liquide, die Kapazität der Anlage auf 30 MW zu erhöhen.

Der PEM-Elektrolyseur wird die größte Produktionsanlage von klimaneutralem Wasserstoff sein, die an eine bestehende Pipeline angeschlossen wird. Durch die beschleunigte Verfügbarkeit dieser Gase werden Sektoren wie Stahl, Chemie, Raffinerie und Mobilität in Nordrhein-Westfalen bei ihren Bemühungen um eine Verringerung ihres Kohlendioxid-Fußabdrucks unterstützt.

Dieses Projekt hat einen Förderbescheid des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erhalten.
 
Elisabeth Winkelmeier-Becker, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium: "Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie haben wir einen entscheidenden Schritt zur Weiterentwicklung der Energiewende getan. Gleichzeitig bietet der Markthochlauf der H2-Wirtschaft große ökonomische Chancen, insbesondere nach den Einschnitten der Corona Pandemie. Das Wirtschaftsministerium arbeitet daher seit einem Jahr unter Hochdruck an der Schaffung der regulatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Jetzt brauchen wir konkrete und ambitionierte Projekte. Das Projekt ‘Trailblazer’ der Air Liquide Deutschland hat in diesem Kontext Vorzeigecharakter. Hier wird gezeigt, wie mit ‘grünem’ Wasserstoff die nachhaltige Transformation der Industrie sowie bestimmter Verkehrsbereiche aussehen kann. Zugleich ist das Projekt ein starkes Zeichen für die Positionierung des Rhein-/Ruhrgebiets im Wasserstoffbereich.”
 
Gilles Le Van, Vorsitzender der Geschäftsführung der Air Liquide Deutschland GmbH, sagte: “Wir schätzen die Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums für dieses bahnbrechende Projekt. Gerade durch die Einbindung in eine bestehende Wasserstoff-Infrastruktur wird die Dekarbonisierung der nordrhein-westfälischen Industrie beschleunigt und die saubere Mobilität in dieser bevölkerungsreichen Region gefördert. Der Bau dieser Anlage wird das erste Projekt im Rahmen der Partnerschaft zwischen Air Liquide und Siemens Energy sein und zur Entstehung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft in Deutschland beitragen."
 
(Quelle: AIR LIQUIDE Deutschland GmbH)

Schlagworte

Air LiquideKlimaschutzKlimazielWasserstoff

Verwandte Artikel

Projektauftakt, v.l.n.r. hinten: Andreas Zaremba, Leiter TGA, Ilsenburger Grobblech GmbH, Sebastian Böhm, Entwicklungsingenieur, Ilsenburger Grobblech GmbH, Uwe Zischkale, Abteilungsleiter 3 Energie, Nachhaltigkeit, Strukturwandel, Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt; v.l.n.r. vorn: Dr. Robert Kühn, Vorsitzender der Geschäftsführung, Ilsenburger Grobblech GmbH, Denis Loeffke, Bürgermeister Stadt Ilsenburg, Dr. Franziska Sondej, Energiesysteme und Infrastrukturen, Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Andreas Künne, Energiemanager, Ilsenburger Grobblech GmbH
07.09.2026

Vorstudie in Ilsenburg startet

Mit dem Projektauftakt in der Stadtverwaltung Ilsenburg startet die Vorstudie „Smart Industry Orchestration Ilsenburg“.

Automatisierung Blech Bleche Bund Energie Entwicklung Ergebnis EU Fraunhofer Grobblech HZ Ilsenburger Grobblech GmbH Industrie ING Klima Klimaschutz Nachhaltigkeit Politik Produktion Produktionsprozess Sachsen Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Studie Transformation Umwelt Unternehmen USA Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsstandort
Mehr erfahren
Frontansicht des Deutschen Bundestags in dem der Bundeshaushalt debattiert wird.
03.09.2026

Regierung droht Mittelstandsforschung weiter auszubremsen

Forschungsvereinigungen fordern Kurskorrektur im Bundeshaushalt.

Anpassung Bund Dekarbonisierung Deutschland Digitalisierung Einsparung Energie Entwicklung EU Forschung Forschungsprojekt Fosta HZ Industrie ING Innovation KI Klima Konstruktion Politik Produktion Rohstoffe Sanierung Stahl Stahlanwendung Transformation Unternehmen USA Wasserstoff Werkstoff Werkstoffe Wettbewerb Wirtschaft Zukunftstechnologie
Mehr erfahren
Grafik des geplanten Terminals
31.08.2026

Joint Venture „CarbonBridge“ kartellrechtlich genehmigt

Dieser Meilenstein ebnet den Weg für die Entwicklung des gleichnamigen, deutschlandweit ersten betriebsbereiten CO₂-Exportterminals.

Bremen CO2 Dekarbonisierung Deutschland Emissionen Energie Entwicklung Essen EU Europa HZ Industrie ING Kartellrecht Klima Klimawandel Klimaziel Klimaziele Logistik Messe Nachhaltigkeit Partnerschaft Produktion Produktionsprozess Stahl Stahlindustrie Strategie Transport Umschlag Umwelt Unternehmen Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
Carbon2Chem®-Technikum in Duisburg
19.08.2026

Zehn Jahre Carbon2Chem®

Vom Forschungsprojekt zur Blaupause für klima-neutrale Industrie

2016 Bund Carbon2Chem® CO2 Duisburg Elektrolyse Elektrolyseur Emissionen Energie Energiewirtschaft Entwicklung EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Gesellschaft Industrie Klima Max-Planck-Institut Partnerschaft Produktion Recycling Stahl Stahlproduktion Technik thyssenkrupp Thyssenkrupp nucera Thyssenkrupp Uhde Transformation Transformationsprozess Umwelt Unternehmen Wasserstoff Wirtschaft Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Constanze Lang hat die kaufmännische Geschäftsführung bei Mannesmann Line Pipe GmbH und Mannesmann Grossrohr GmbH übernommen.
14.08.2026

Töchter der Salzgitter AG verändern Führungsspitze

Constanze Lang ist zum 10. Juli 2026 in die Geschäftsführung der Mannesmann Line Pipe GmbH und Mannesmann Grossrohr GmbH eingetreten.

Anlagen Anlagenbau Energie Entwicklung Erdgas EU Geschäftsführung Gesellschaft ING Konstruktion Messe Messung Modernisierung Profile Rohre Salzgitter Salzgitter AG Stahl Stahlbau Stahlverarbeitung Steuerung Transport Unternehmen USA Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft Zusammenarbeit
Mehr erfahren