Wirtschaft
Die Zahl der Arbeitslosen wird zunächst erhöht bleiben und bei 2,59 Millionen Personen in diesem und 2,58 Millionen im kommenden Jahr liegen. - Foto: pexels
08.09.2023

ifo Institut: Wirtschaftsleistung schrumpft um 0,4 Prozent

Das ifo Institut hat seine Konjunkturprognose für 2023 bestätig. Demnach wird die deutsche Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent schrumpfen. Im kommenden Jahr wird sie dann um 1,4 Prozent steigen, 0,1 Prozentpunkte weniger als bislang gedacht. Im Jahre 2025 wird das Wachstum 1,2 Prozent betragen.

ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser sagt:  
„Anders als bislang erwartet dürfte die Erholung in der zweiten Jahreshälfte ausbleiben. Die Abkühlung setzt sich fort, in nahezu allen Branchen steht die Tendenz auf Flaute. Unsere Prognose für das Gesamtjahr bleibt nur deshalb bestehen, weil das bereits veröffentlichte Bruttoinlandsprodukt nach einer Revision durch das Statistische Bundesamt mittlerweile deutlich höher liegt als noch im Sommer.

Ohne diese Revision hätten wir die Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf minus 0,7 Prozent herabgesetzt. Der Anstieg der verfügbaren Haushaltseinkommen wird kräftig bleiben und bei langsam sinkenden Inflationsraten auch zu einem Kaufkraftplus führen“ 

Lichtblick ist also der private Konsum. Er dürfte sich im zweiten Halbjahr wieder allmählich erholen. Die gute Nachricht: Die Verbraucherpreise werden zwar in diesem Jahr um 6,0 Prozent steigen, im kommenden Jahr aber nur noch um 2,6 Prozent und danach um 1,9 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen wird zunächst erhöht bleiben und bei 2,59 Millionen Personen in diesem und 2,58 Millionen im kommenden Jahr liegen.

Erst im Jahr 2025 wird die Arbeitslosigkeit wieder auf 2,43 Millionen Personen zurückgehen. Das Finanzierungsloch des Staates wird nur langsam sinken: von 92 Milliarden Euro auf 80 im kommenden Jahr und auf 70 Milliarden für 2025.

Der Leistungsbilanzsaldo (Exporte, Importe, Kapitaleinkünfte, Übertragungen) wird bis zum Jahr 2025 wieder auf 7,1 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen, nachdem er im vergangenen Jahr als Folge der kräftigen Verteuerung der Importe vorübergehend auf 4,2 Prozent gesunken war.

(Quelle: ifo Institut)

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