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Abb.: thyssenkrupp Steel Europe AG
28.06.2021

König-Brauerei, E.ON und thyssenkrupp Steel starten innovatives Klimaschutz-Projekt

Nachhaltige Produktion durch innovative Sektorkopplung

Ein zukunftsweisendes Projekt zum Klimaschutz haben jetzt drei traditionsreiche Unternehmen an Rhein und Ruhr auf den Weg gebracht. Geplant ist, industrielle Abwärme von thyssenkrupp Steel durch eine neue, von E.ON gemanagte Dampfübernahmeleitung in die König-Brauerei zu führen, um so die für die Brauereiprozesse benötigte thermische Energie bereitzustellen.

Dazu soll Abwärmedampf aus der Stahlproduktion vom Kraftwerk Ruhrort von thyssenkrupp Steel eingesetzt werden. E.ON baut die Leitungsinfrastruktur und übernimmt das
Energiemanagement. Eine entsprechende Vereinbarung über eine langfristige Kooperation haben die drei Unternehmen jetzt unterzeichnet. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Wettbewerbs Energieeffizienz gefördert.

Bereits seit Ende 2020 braut die Bitburger Braugruppe, zu der die König-Brauerei gehört, an allen ihren Standorten klimaneutral. Das hat sie erreicht, indem sie in erster Linie Emissionen vermeidet und verringert. Derzeit technisch noch unvermeidbare Restemissionen werden kompensiert.

„Künftig reduzieren wir in der König-Brauerei die aktuell noch entstehenden CO2-Emissionen durch die Energieversorgung mit Abwärme um rund 75 Prozent“, sagt Jan
Niewodniczanski, Geschäftsführer Technik und Umwelt der Bitburger Braugruppe. Das Besondere: Alle Prozesse zur Bierherstellung, bei denen Energie in Form von Wärme benötigt wird, sind dann zu 100 Prozent emissionsfrei. Jan Niewodniczanski: „Die König-Brauerei wird durch diese massive Reduzierung zu einer der nachhaltigsten Brauereien in Deutschland.“

Auch für Deutschlands größten Stahlhersteller thyssenkrupp Steel hat das Projekt Vorbildcharakter. „Global denken, lokal handeln“, betont Arnd Köfler, Produktionsvorstand
von thyssenkrupp Steel. „Das ist ein in der Nachbarschaft entstandenes Projekt, mit dem wir gemeinsam ganz konkret Klimaschutz vor Ort betreiben. Die König-Brauerei alsmittelständischer Partner, in Sichtweite unseres Werks, kann dafür ein Vorbild werden. Wir haben hier zusammen über Unternehmensgrenzen hinausgedacht. Wir freuen uns, dass ein Teil unserer Abwärme auf diese innovative Art genutzt wird.“

Für E.ON ist das Projekt wegweisend. Der Energieversorger übernimmt den Abwärmedampf von thyssenkrupp Steel, verlegt eine neue Leitung zur Brauerei und schafft so die notwendige Infrastruktur für das Vorhaben:

„Wir freuen uns sehr, Energiepartner für dieses Projekt zu werden“, erläutert Karsten Wildberger, im Vorstand von E.ON für Kundenlösungen verantwortlich. „Wir starten gemeinsam ein Vorzeige-CO2-Einsparprojekt dreier Traditionsunternehmen für die Stadt Duisburg und die Region Ruhrgebiet. Das ist ein richtungsweisendes Projekt für die Wärmewende und prägnantes Beispiel zu mehr Nachhaltigkeit mittels Sektorkopplung. So wird die Energiewende lokal sichtbar.“

Ausgangspunkt für die Kooperation ist das Kraftwerk Ruhrort von thyssenkrupp Steel als Teil des integrierten Energieverbundes des Stahlherstellers. In dieses Rohrleitungsnetz wird von verschiedenen Erzeugern, wie zum Beispiel den Stahlwerken, Dampf eingeleitet. Ein Teil dieser Abwärme kann nun abgezweigt und der König-Brauerei über eine neue Leitung zur Verfügung gestellt werden. E.ON übernimmt als Energiepartner den Bau dieser Leitungsinfrastruktur. Die Emschergenossenschaft stellt für die Errichtung einer
Übergabestation zu thyssenkrupp ein Grundstück zur Verfügung. Der Dampf wird von der König-Brauerei übernommen und als Prozessdampf im Betrieb genutzt. Nach jetzt erfolgter Vertragsunterzeichnung wird als nächster Schritt die Leitungsinfrastruktur gebaut sowie eine neue Dampfumformungsanlage in der König-Brauerei errichtet. Starten soll die neue Energieversorgung der Brauerei im Frühjahr 2022.

(Quelle: thyssenkrupp Steel Europe AG / König-Brauerei GmbH / E.ON)

Schlagworte

E.ONKlimaschutzKönig-BrauereiThyssenkrupp Steel Europe

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