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Die Drohne liefert automatisiert Proben über das Duisburger Werksgelände von thyssenkrupp - Foto: thyssenkrupp
28.05.2020

Lieferdrohne bei thyssenkrupp gewinnt Innovationspreis

Das gemeinsame Projekt "delivAIRy" von doks. innovation GmbH und thyssenkrupp Steel Europe AG gewinnt den Innovationspreis Reallabore des Bundeswirtschaftsministeriums in der Kategorie ‚Einblicke‘. Den Preis verlieh die fünfköpfige Expertenjury rund um Thomas Jarzombek, den Beauftragten der Bundesregierung für Digitale Wirtschaft und Start-ups, in einer Onlinezeremonie.

Bei thyssenkrupp wird sie liebevoll „die Stahlbiene“ genannt: die Lieferdrohne delivAIRy®. Regelmäßig macht sie sich auf den Weg und liefert Proben über das Werksgelände in Duisburg zur Weiterverarbeitung ins Labor. Sie ist Teil des gemeinsamen Projektes des Kasseler Start-Ups doks. innovation GmbH und Deutschlands größtem Stahlhersteller thyssenkrupp Steel zur Erprobung von drohnengestützten Lieferprozessen auf dem Werksgelände. Für das zukunftsweisende, derzeit noch laufende Projekt wurden die beiden Partner nun mit dem Innovationspreis Reallabore des Bundeswirtschaftsministeriums ausgezeichnet. „thyssenkrupp bietet einen Anwendungsfall fern ab von "last-mile-delivery", der bereits heute umsetzbar ist“, weiß Benjamin Federmann, Gründer und Geschäftsführer von doks. innovation GmbH, „durch die gute Zusammenarbeit mit thyssenkrupp und den lokalen Behörden können wir zukunftsweisende Technologien bereits heute unter realen Bedingungen erproben und etablieren“. „Die Transportdrohne, die zuverlässig und automatisiert über unser Werkgelände fliegt, ist ein konkretes und sichtbares Beispiel für Digitalisierung im Industriealltag. Dieses Projekt macht den Transport nicht nur modern und digital, sondern auch nachhaltig, effizienter und sicherer“, erläutert Bernhard Osburg, Sprecher des Vorstands der thyssenkrupp Steel Europe AG.

„Den Preisträgern des Innovationspreises Reallabore gelingt es auf vorbildliche Weise, digitale Technologien wie künstliche Intelligenz oder Blockchain im Reallabor in die konkrete Anwendung zu bringen und damit Mehrwert vor Ort zu schaffen. Damit machen sie gleichzeitig anderen Unternehmen, Verwaltungen und Forschungseinrichtungen Mut, eigene Innovationsprojekte umzusetzen. Doch auch die Politik ist gefragt: Viele Beiträge zeigen deutlich, wo neue Freiräume notwendig sind, um Erprobungsprojekte möglich zu machen“, so Bundeswirtschaftsminister Altmaier.

„Wenn sich der automatisierte Flugroboter jetzt beim Laborprobentransport bewährt, könnte er in Zukunft auch in anderen Bereichen der internen Logistik zum Einsatz kommen“, blickt Projektleiter Dr. Thomas Lostak, Teamleiter im Innovationsbereich von thyssenkrupp Steel, optimistisch in die Zukunft. „Die Drohne lässt sich individuell per App anfordern. Die Auslieferung zeitkritischer Sendungen auf unserem Duisburger Werksgelände können wir damit voll automatisieren und digitalisieren“, so Lostak weiter. Außerdem komme das Projekt sehr gut bei den Kolleginnen und Kollegen an. Die abstrakte Thematik der Digitalisierung werde durch den Drohneneinsatz eindrucksvoll greifbar. Das liefere frischen Rückenwind für weitere Digitalisierungsprojekte.

thyssenkrupp

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InnovationLogistik

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