Fachbeitrag Technik
Standorte der aktuell in Deutschland betriebenen Kokereien - Quelle: VDEh
31.10.2019

Moderne Verkokungstechnologien zur Erzeugung von hochqualitativem Koks

Bei dieser Veröffentlichung handelt es sich um eine Artikelvorschau aus unserer Fachzeitschrift STAHL + TECHNIK. Den vollständigen Artikel können Sie hier im E-Paper lesen. Im aktuellen Heft sowie im Archiv finden Sie viele weitere interessante Berichte. Schauen Sie doch dort mal vorbei.
Stahl + Technik (Artikelvorschau)

Kokserzeugung für die Hochofen-Konverter-Route

Moderne Verkokungstechnologien zur Erzeugung von hochqualitativem Koks

Trotz intensiver Diskussionen über die Reduzierung der CO2-Emissionen in der deutschen Stahlindustrie wird die Hochofen-Konverter-Route für eine Übergangsphase das wichtigste Stahlherstellungsverfahren bleiben, denn die Entwicklung und industrielle Umsetzung neuer bahnbrechender Technologien werden noch Zeit in Anspruch nehmen. Daher sind die Hochofenbetreiber weiterhin auf hochqualitativen Koks angewiesen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Verkokungstechnologien in Deutschland. Hierbei werden die beiden Verfahren Schüttbetrieb und Stampfbetrieb verglichen und über ihre Vor- und Nachteile diskutiert. Große Anstrengungen wurden unternommen, um Überwachungs- und Steuersysteme zu verbessern, beispielsweise die Temperaturmessung des Kokses und der Koksbatterien sowie die Einzelkammerdruckregelung. Entwickelt und angewendet werden anspruchsvolle Steuertechniken, wie etwa die Fuzzy-Reglung. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch dem Umweltschutz, um die zunehmend strengeren Regularien einhalten zu können. Darüber hinaus wird ständig an der Verbesserung der Koksqualität gearbeitet, insbesondere hinsichtlich des CSR-Wertes. Hierbei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Auswahl der Kokskohlen und auf der Überwachung und Kontrolle der Kohlequalität. Der Einsatz von hochqualitativem Koks ermöglicht den Hochofenbetreibern eine hohe Kohleeinblasrate und einen entsprechend geringen Koksverbrauch.

Der vollständige Artikel ist erschienen in STAHL+TECHNIK 1 (2019) Nr. 11, S. 54 ff.

Trotz intensiver Diskussionen über die Reduzierung der CO2-Emissionen der deutschen Stahlindustrie wird die Hochofen-Konverter-Route für eine Übergangsphase das wichtigste Stahlherstellungsverfahren bleiben, denn die Entwicklung und industrielle Umsetzung neuer bahnbrechender Technologien werden noch Zeit in Anspruch nehmen. Daher sind die Hochofenbetreiber weiterhin auf hochwertigen Koks angewiesen. Heute sind in Deutschland noch fünf Kokereien in Betrieb. Bild 1 zeigt die entsprechenden Standorte.

Vier Kokereien sind direkt in Hüttenwerke integriert. Die einzige Kokerei ohne Hüttenverbund ist die Kokerei Prosper von ArcelorMittal. In Bild 2 ist die Entwicklung der Koksproduktion und des Koksverbrauchs in Deutschland dargestellt [1].

Von 1980 bis 2015 ist die Koksproduktion von 28 Mio. t/a auf rd. 9 Mio. t/a zurückgegangen. Dieser Rückgang ist die Folge verschiedener Effekte, wie die Verringerung des Koksbedarfs der Hochöfen, Prozessoptimierungen, steigende Kohleeinblasraten und strukturelle Veränderungen in der deutschen Montanindustrie. Seit 1993 ist in Folge des Rückgangs der Kokserzeugung der Koksbedarf deutscher Hochöfen und Sinteranlagen höher als die heimische Koksproduktion. Diese Lücke muss durch Importkoks geschlossen werden.

Autoren: Dr.-Ing. Rongshan Lin, AG der Dillinger Hüttenwerke, Dillingen/Saar; Dr. Frank Rullang, Zentralkokerei Saar, Dillingen/Saar; Dr.-Ing. Hans Bodo Lüngen, Stahlinstitut VDEh, Düsseldorf.

Gesamten Beitrag lesen Abo abschließen

Schlagworte

EmissionenHochofenKokereiKoksStahlherstellungUmweltschutz

Verwandte Artikel

Im Coillager von Lindab
22.05.2024

Lindab schließt Liefervertrag mit H2 Green Steel ab

Der Stahlverarbeiter Lindab hat sich früh verpflichtet, nahezu emissionsfreien Stahl von H2 Green Steel zu beziehen. Die beiden Unternehmen haben die vorfristige Vereinba...

Bauindustrie CO2 Emissionen Energie Energieeffizienz Essen EU Green Steel H2 Green Steel Industrie ING Klima Lieferung Nachhaltigkeit Paris Schweden Umwelt Unternehmen USA Vereinbarung Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Dr. Thomas Bünger, Deutschlandchef der Flachstahlwerke in Bremen und Eisenhüttenstadt
21.05.2024

ArcelorMittal fordert klare Industriepolitik

Für die Dekarbonisierung brauche es ausreichend verfügbare Mengen an Wasserstoff und Energie zu international wettbewerbsfähigen Preisen. Deutschland und die EU müssen di...

Bremen Bund CO2 Dekarbonisierung Deutschland Direktreduktion Emissionen Energie Erdgas EU Flachstahl Hochofen IBU Industrie ING Investition KI Lieferketten Nachhaltigkeit Politik Produktion Roheisen Roheisenproduktion Stahl Stahlerzeugung Stahlproduktion Stahlwerk Transformation Umwelt Unternehmen USA Wasserstoff Wasserstoffbasiert Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
Bernhard Osburg, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl
21.05.2024

WV Stahl: Politische Maßnahmen müssen Mittelstand absichern

Dies betont Bernhard Osburg, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl in Berlin. Anlass war das Spitzengespräch zu dem die Ministerpräsidenten der Freistaaten Sachsen u...

Anpassung Berlin Brandenburg Bremen Bund CO2 CO2-Emissionen Dekarbonisierung Deutschland Emissionen Energie EU Handel Hochofen Industrie ING Investition KI Klima Klimaneutraler Stahl Klimaschutz Klimaziel Klimaziele Kreislaufwirtschaft Niedersachsen Politik Produktion Saarland Sachsen Schrott Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Transformation Unternehmen Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
Outokumpu Nirosta GmbH im hessischen Dillenburg.
21.05.2024

Outokumpu nach ResponsibleSteel Standard zertifiziert

Outokumpu, Anbieter von nachhaltigem Edelstahl, hat die ResponsibleSteel-Zertifizierung für alle Produktionen in Europa erhalten. Dies betrifft auch die Standorte von Out...

2016 Arbeitssicherheit Dekarbonisierung Deutschland Dillenburg Edelstahl Emissionen Energie Energiewende Entwicklung Ergebnis EU Finnland Industrie ING Interview Klima Klimaziel Krefeld Nachhaltigkeit Produktion Schweden Stahl Stahlindustrie Stahlunternehmen TEMA Transformation Umwelt Unternehmen USA Wirtschaft Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Die Vereinbarung zwischen den Unternehmen wurde ergänzt.
16.05.2024

Dillinger baut Partnerschaft mit Sif aus

Die Unternehmen Sif (Sif Holding NV) und Dillinger (Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke) haben ihre Partnerschaft ausgebaut und ihre langfristige Rahmenvereinba...

Blech Bleche CO2 Dekarbonisierung DSV Energie Entwicklung EU Forschung Forschungsprojekt Gesellschaft Grobblech Hüttenwerk ING Investition Lieferung Offshore Partnerschaft Produktion Rahmenvertrag Recycling Stahl Stahlblech Stahlherstellung Stahlproduktion Transformation Umwelt Unternehmen USA Vereinbarung Windpark Zusammenarbeit
Mehr erfahren