Unternehmen Trendthema News
Abb.: Salzgitter AG
16.09.2020

Projektorganisation für Machbarkeitsstudie etabliert

„Eisenerz-Direktreduktion in Wilhelmshaven“ - Expertenteams untersuchen wirtschaftliche und technische Fragen

Salzgitter AG, Rhenus und Uniper sowie das Land Niedersachsen und Stadt Wilhelmshaven haben Ende Juni die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für eine Eisenerz-Direktreduktionsanlage mit vorgeschalteter Wasserstoff-Elektrolyse am Tiefwasserhafen Wilhelmshaven vereinbart.

Bereits im Juli wurde die Projektorganisation unter der Führung der Salzgitter AG mit Projektleiter Dr.-Ing. Peter Juchmann etabliert. Expertenteams der Kooperationspartner werden nun technische, ökonomische und logistische Fragestellungen untersuchen und sich in wöchentlichen Konferenzen austauschen. Die Ergebnisse der Studie sollen bis Ende März 2021 vorliegen.

Bei erfolgreichem Ergebnis der Machbarkeitsstudie ist im Anschluss die gemeinsame Umsetzung des Vorhabens vorgesehen. Es wird perspektivisch angestrebt, 2 Millionen Tonnen direktreduziertes Eisen pro Jahr zu erzeugen, das per Bahntransport nach Salzgitter gebracht und dort im integrierten Hüttenwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH zu
hochwertigen, umweltfreundlichen Flachstahlprodukten weiterverarbeitet werden könnte. Die Direktreduktion von Eisenerz zu Eisen mittels Wasserstoffs, der unter Einsatz von Strom aus regenerativen Quellen durch Elektrolyse gewonnen wird, ist der Kern des Konzeptes SALCOS (SAlzgitter Low CO2 Steelmaking), das es ermöglicht, die Entstehung von CO2 bei
der Stahlherstellung perspektivisch um bis zu 95 Prozent zu reduzieren.

In der Startphase könnte mit dem Einsatz von Erdgas bereits eine signifikante CO2-Verminderung erreicht werden. Die Region Wilhelmshaven bietet gute Standortbedingungen für die Verwirklichung eines solchen Konzepts.

(Quelle: Salzgitter AG)

Schlagworte

RhenusSalzgitterUniperWasserstoffWilhelmshaven

Verwandte Artikel

Grüner Wasserstoff ist ein unverzichtbarer Baustein für die Energiewende und den Klimaschutz.
05.05.2021

Wasserstoffforschung: Clausthaler Projekte mit Millionenförderung

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert ab Mai fünf Forschungsverbünde zum Thema Wasserstofftechnologien. Vier davon sind mit Beteiligung der...

TU Clausthal Wasserstoff
Mehr erfahren
Wasserstoffeinsatz in der Stahlherstellung bei thyssenkrupp Steel in Duisburg
05.05.2021

Gemeinsamer Aufbau von Lieferketten für Wasserstoff

Die deutschen Stahlunternehmen thyssenkrupp Steel und HKM und der Hafen Rotterdam prüfen gemeinsam den Aufbau von internationalen Lieferketten für Wasserstoff.

Hafen Rotterdam HKM Lieferketten Thyssenkrupp Steel Europe Wasserstoff
Mehr erfahren
23.04.2021

EU-Klimaziel 2030

Im Rahmen des Trilogs haben sich EU-Kommission, Parlament und Rat auf die Anhebung des Klimaziels für 2030 auf minus 55 Prozent gegenüber 1990 verständigt.

Energie Klimapolitik Klimaschutz Umwelt Wasserstoff WV Stahl
Mehr erfahren
Martin Lundstedt
12.04.2021

Volvo Group und SSAB arbeiten gemeinsam an den weltweit ersten Fahrzeugen aus nicht-fossilem Stahl

Die Volvo Group und SSAB haben eine Kooperationsvereinbarung über Forschung, Entwicklung, Serienproduktion und Vermarktung der weltweit ersten Fahrzeuge aus fossilfreiem...

Forschung Fossilfreien Stahl SSAB Volvo Wasserstoff
Mehr erfahren
11.03.2021

Grenzüberschreitendes Wasserstoffprojekt an der Saar strebt IPCEI-Förderung an

Das Energieunternehmen STEAG, der Anlagenbauer Siemens Energy, der Netzbetreiber Creos Deutschland, die Saarbahn und die Stahlunternehmen SHS – Stahl-Holding-Saar (mit de...

CO2 Creos Deutschland Klimaziel Saarbahn SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA Siemens Energy STEAG Wasserstoff
Mehr erfahren