Unternehmen News
Warmbandwerk von thyssenkrupp Steel am Standort Duisburg - Photo: thyssenkrupp Steel Europe AG
06.08.2020

thyssenkrupp Steel investiert am Standort Duisburg

Neuer Hubbalkenofen sorgt für Qualität bei Premiumoberflächen

thyssenkrupp macht den Weg frei für die erste Investition im Rahmen der Strategie 2030. Als erstes Projekt wird im Warmbandwerk 2 am Standort Duisburg ein neuer Hub-balkenofen errichtet. Das neue Aggregat soll für eine nochmals verbesserte Oberflächenqualität bei Premium-blechen, die zum Beispiel für die Außenhaut von Autos benötigt werden, sorgen. Die ersten Aufträge werden in Kürze vergeben. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant. Das Investitionsvolumen liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

 Im Vordergrund der Stahl-Strategie 20-30 stehen die gezielte Optimierung des Produktionsnetzwerks und eine konsequente Ausrichtung des Produktportfolios auf Zukunftsmärkte und profitable Stahlgüten. Dazu zählen Mehrphasenstähle, Leichtbaustähle sowie Güten mit hoher Oberflächenqualität. Außerdem wird die Produktion hochwertiger, nichtkornorientierter Elektrostähle gestärkt, die für die Elektromobilität essentiell werden. Dr. Arnd Köfler, Technologievorstand bei thyssenkrupp Steel: „Mit dem neuen Hubbalkenofen sichern wir unsere techno-logischen Fähigkeiten, um uns auch in Zukunft über die Qualität unserer Produkte differenzieren zu können. Mit der Investition kommen wir den steigenden Anforderungen unserer Kunden aus der Automobilindustrie nach immer besserer Oberflächenqualität nach. Wir wollen auch bei der nächsten Generation von High-End-Stählen in diesem Bereich technologisch führend sein.“

Das neue, über 50 Meter lange Aggregat, wird im Warm-bandwerk 2 im Werkteil Beeckerwerth am Standort Duisburg gebaut und dient der weiteren Modernisierung und Flexibilisierung der Anlage.

Der Hubbalkenofen sorgt dafür, dass Oberflächenfehler beim Wiedererwärmen und Walzen von Brammen ver-mieden werden. Erreicht wird dies durch spezielle Hebe- und Senkvorrichtungen, die Oberflächenverletzungen an den bis zu 30 Tonnen schweren Brammen verhindern. Um den neuen Ofen zu errichten, wird ab Herbst 2020 zunächst das alte Aggregat zurückgebaut. Darauf folgt, nach Erhalt der notwendigen behördlichen Genehmigungen, im nächsten Jahr die Errichtung der neuen Anlage. Die Fertig-stellung ist für 2022 geplant.

(Quelle: thyssenkrupp Steel Europe AG )

Warmbandwerk von thyssenkrupp Steel am Standort Duisburg - Photo: thyssenkrupp Steel Europe AG
Photo: thyssenkrupp Steel Europe AG

Schlagworte

ElektrostähleHubbalkenofenthyssenkruppWarmbandstahl

Verwandte Artikel

: Clarissa Odewald (CEO von thyssenkrupp Rasselstein) mit der neuen Weißblechdose aus bluemint® Steel
30.03.2026

Henkel setzt auf CO₂-reduzierte Verpackung aus CO2-reduziertem Stahl

Der Verpackungsstahlhersteller thyssenkrupp Rasselstein unterstützt Henkel bei der weiteren Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks seiner Verpackungen.

Blech Deutschland Emissionen EU Hochofen Industrie ING Klima Metallverpackung Nachhaltigkeit Recycling Rohstoffe Schrott Stahl Stahlherstellung Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Rasselstein Transformation Unternehmen USA Verpackungsstahl Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Die Werke von thyssenkrupp Electrical Steel in Gelsenkirchen und Isbergues stellen kornorientiertes Elektroband her – ein Schlüsselmaterial für Transformatoren in Umspannwerken und Windkraftanlagen. Aufgrund der sich weiter verschärfenden Importkrise reagiert thyssenkrupp Steel mit weiteren Produktionskürzungen. Daher wird der Standort Isbergues von Juni bis September komplett geschlossen
27.03.2026

Importkrise bei kornorientiertem Elektroband

Die Importkrise auf dem Markt für kornorientiertes Elektroband verschärft sich weiter. thyssenkrupp Steel reagiert darauf mit weiteren Produktionskürzungen.

Anlagen Elektroband Energie Energiewende Energiewirtschaft Entwicklung EU EU-Kommission Gesellschaft Handel HZ ING KI Produktion Stahl Studie Thyssen thyssenkrupp Transport Unternehmen Werkstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
Luftbild HKM
25.03.2026

Salzgitter AG zur Zukunft von HKM

Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2025 äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Gunnar Groebler am 23. März 2026 unter anderem zur möglichen Umsetzung de...

Bramme CO2 Defence DSV Eisenschwamm Elektrolichtbogenofen EU Geschäftsjahr Gesellschaft Handel HKM Hüttenwerk Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH Industrie ING Investition Kokerei Konferenz Konverter Konverterstahlwerk Lichtbogenofen Presse Produktion Rohstahlproduktion Schrott Stahl Stahlproduktion Stahlwerk Technik Thyssen thyssenkrupp Transformation Vallourec Verkauf Verteidigung Vorstand Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
thyssenkrupp Steel beteiligt sich seit Jahren als Aussteller an der Fachmesse Coiltech
25.03.2026

Stahlinnovationen für E-Mobilität und Energiewende auf der Fachmesse Coiltech

thyssenkrupp Steel präsentiert innovative Anwendungen und neue Güten für Elektroband

Antrieb Elektroband Energie Energiewende Entwicklung EU Industrie ING Innovation Lehrstuhl Messe RWTH RWTH Aachen Service Studie Thyssen thyssenkrupp Transformation Unternehmen Werkstoff Werkstoffe
Mehr erfahren
David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren