Fachbeitrag Technik Hüttentag
Die europäische Stahlindustrie arbeitet intensiv an Konzepten zur Umsetzung der von der EU-Kommission definierten Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2050 - Foto: worldsteel
11.02.2020

Aktueller Stand und Perspektiven für eine CO2-freie Stahlerzeugung

Bei dieser Veröffentlichung handelt es sich um eine Artikelvorschau aus unserer Fachzeitschrift STAHL + TECHNIK. Den vollständigen Artikel können Sie hier im E-Paper lesen. Im aktuellen Heft sowie im Archiv finden Sie viele weitere interessante Berichte. Schauen Sie doch dort mal vorbei.
Stahl + Technik (Artikelvorschau)
Konzepte zur Reduktion der Treibhausgasemissionen

Aktueller Stand und Perspektiven für eine CO2-freie Stahlerzeugung

Die von der EU-Kommission definierten Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2050 müssen auch von der Stahlindustrie in Europa umgesetzt werden. Die Stahlproduzenten in der EU sind gefordert, neue Strategien zu entwickeln, damit unter dem globalen Wettbewerbsdruck neue CO2-freie Technologien eingeführt werden können. Die Stahlindustrie hat zur Sicherung ihrer Standorte in der EU neue Entwicklungsprojekte zur Reduktion der CO2-Emissionen gestartet. Die laufenden Projekte können zwei technologischen Konzepten zugeordnet werden: Carbon Direct Avoidance (CDA) und Smart Carbon Usage (SCU). Ein weiterer Schwerpunkt ist Ressourceneffizienzsteigerung im Sinne der Circular Economy. Der Wandel zur CO2-freien Stahlerzeugung ist aber nur möglich, wenn auch die elektrische Energieversorgung und andere energieintensive Industriesektoren auf Technologien ohne CO2-Emissionen umgestellt werden.

Der vollständige Artikel ist erschienen in STAHL+TECHNIK 2 (2020) Nr. 1/2, S. 32 ff.

Die Eindämmung des Klimawandels, teilweise hervorgerufen durch CO2-Emissionen der Industrie, ist eine der größten Herausforderungen der Gegenwart und nahen Zukunft. Die Stahlindustrie trägt weltweit ca. 10 % zu den CO2-Emissionen bei. Es ist erklärtes Ziel der EU-Kommission, ein Vorreiter bei der Erfüllung der Klimaziele zu werden.
In Bild 1 sind die CO2-Ziele der EU dargestellt. Bis zum Jahr 2050 sollen die CO2-Emissionen der Stahlindustrie, verglichen mit dem Stand 1990, um 80 % abgebaut werden. Dazu gibt es auch bereits eine Low Carbon Roadmap. Diese Reduktion ist mit Verbesserungen und Modifikationen an bestehenden Verfahren allein nicht darstellbar. Es sind neue Wege zu beschreiten, unter Einsatz von sogenannten Breakthrough Technologies. Die europäische Stahlindustrie ist bereit, sich den Herausforderungen zu stellen.

Gekürzte Version des Keynote-Vortrags auf dem HÜTTENTAG 2019 am 7. November 2019 in Essen.
Dipl.-Ing. Dr. mont. Axel Sormann, K1-MET GmbH, Leoben, Österreich; Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Johannes Schenk, Montanuniversität Leoben, Leoben, und K1-MET GmbH, Leoben, Österreich.

Gesamten Beitrag lesen  Abo abschließen

Schlagworte

CO2-Emissionengrüner StahlKlimaschutzStahlerzeugung

Verwandte Artikel

Vertragsunterzeichnung bei Steel Authority of India (SAIL)
30.03.2026

SAIL bestellt Kokereitechnik für das Burnpur-Projekt

SMS group hat zusammen mit dem Konsortialpartner MCK Kutty Engineers Pvt. Ltd. einen Auftrag über die Lieferung von zwei Trockenlöschanlagen erhalten

Automation Betriebssicherheit Digitalisierung Emissionen Energie Energieeffizienz EU Hochofen Inbetriebnahme Indien ING KI Kokerei Koks Koksofen Koksofenbatterie Lieferung Ltd Ltd. Modernisierung Montage Nachhaltigkeit Partnerschaft Paul Wurth Service Stahl Stahlerzeugung Stahlwerk Umwelt USA Wurth Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl
26.03.2026

Bundesregierung beschließt Klimaschutzprogramm 2026

Für die Ausgestaltung fordert die Wirtschaftsvereinigung Stahl Leitmärkte für emissionsarmen Stahl Made in EU

Automobil CO2 Dekarbonisierung Deutschland EU Industrie Klima Klimaschutz Klimaziel Klimaziele Stahl USA Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren
vlnr: Dr. Alexander Becker, Anna Kebschull, Dr. Verena Lauber, Dagmar Bahlo, Dr. Anne-Marie Großmann, Marc-Oliver Arnold
18.03.2026

GMH nimmt zweite Einzelstabvergütungsanlage in Betrieb

Die Investition von 21,5 Millionen Euro unterstreicht das Bekenntnis der GMH Gruppe zu Transformation, Wettbewerbsfähigkeit und Dekarbonisierung – auch in wirtschaftlich...

Anlagen Arbeitssicherheit Automobil BMW Bund Dekarbonisierung Deutschland Elektrifizierung Elektrolichtbogenofen Emissionen Energie Erdgas EU Fonds Handel Hochofen HZ Inbetriebnahme Industrie ING Innovation Investition Klima Klimaschutz Lichtbogenofen Maschinenbau Messe Produktion Schrott Stahl Stahlproduktion Stahlwerk Strategie Temperatur Transformation Unternehmen USA Wettbewerb Wettbewerbsfähigkeit Wirtschaft
Mehr erfahren
David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren
03.03.2026

Top-Platzierungen für das Nachhaltigkeitsengagement von Swiss Steel Group

Swiss Steel Group, ein weltweit führender Akteur bei der Produktion von grünem Stahl, wurde von EcoVadis mit der Platin-Medaille ausgezeichnet.

Auszeichnung CDP CO2 Emissionen Energie EU Gesellschaft Green Steel Industrie ING Innovation Klima Klimaschutz Klimawandel Kreislaufwirtschaft LED Lichtbogenofen Nachhaltigkeit Produktion Schweiz Stahl Stahlindustrie Steuerung Strategie Swiss Steel Group TEMA Transformation Unternehmen USA Wirtschaft
Mehr erfahren