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05.08.2021

ArcelorMittal gibt Geschäftszahlen des zweiten Quartals 2021 und des ersten Halbjahres 2021 bekannt

ArcelorMittal, das weltweit führende integrierte Stahl- und Bergbauunternehmen, gab die Ergebnisse für das am 30. Juni 2021 zu Ende gegangene zweite Quartal und das erste Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahrs bekannt.

Wichtigste Eckdaten:

- Starke Leistung im Bereich Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit: Der Schutz der Gesundheit und des Wohlbefindens der Mitarbeiter bleibt die oberste Priorität des Unternehmens. Die „Häufigkeit von Arbeitsunfällen mit Ausfallzeiten“ (engl.: LTIF rate) lag bei 0,89 im 2. Quartal 2021 und bei 0,83 im 1. Halbjahr 2021.

- Die operative Unternehmensleistung hat sich im 2. Quartal 2021 deutlich verbessert, wobei die anhaltende Nachfrageerholung eine weitere positive Entwicklung der Stahlpreise und einen weiteren Anstieg der Stahllieferungen um 2,4 % auf 16,1 Mio. Tonnen (gegenüber 15,6 Mio. Tonnen im 1. Quartal 2021) unterstützte.

- Das operative Ergebnis betrug im 2. Quartal 2021 4,4 Mrd. USD (gegenüber 2,6 Mrd. USD im 1. Quartal 2021). Das operative Ergebnis im ersten Halbjahr 2021 lab bei 7,1 Mrd. USD.

- EBITDA von USD 5,1 Mrd. im 2. Quartal 2021 – das stärkste Quartal seit 2008 und 55,8 % höher als im 1. Quartal 2021. Das EBITDA des 1. Halbjahres 2021 von USD 8,3 Mrd. stellt die stärkste Halbjahresleistung seit 2008 dar

- Der Anteil am Reingewinn von Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im 2. Quartal 2021 wurde auf USD 0,6 Mrd. weiter verbessert, was die anhaltend starke Leistung von AMNS India und AMNS Calvert widerspiegelt; Der Anteil am Reingewinn von Joint Ventures und assoziierten Unternehmen betrug im 1. Halbjahr 2021 USD 1,0 Mrd.

- Der Nettogewinn betrug 4,0 Mrd. USD im 2. Quartal 2021 gegenüber 2,3 Mrd. USD im 1. Quartal 2021. Der Nettogewinn von 6,3 Mrd. USD im 1. Halbjahr 2021 (gegenüber einem bereinigten Nettoverlust von 0,9 Mrd. USD im 1. Halbjahr 2020) stellt die stärkste Halbjahresleistung seit 2008 dar.

- Der im 2. Quartal 2021 erwirtschaftete freie Barmittelfluss (free cash flow) in Höhe von USD 1,7 Mrd. (USD 2,3 Mrd. Nettobarmittel aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Investitionen in Höhe von USD 0,6 Mrd.) beinhaltet weitere Investitionen in das Betriebskapital in Höhe von USD 1,9 Mrd. aufgrund höherer Marktpreise; damit beläuft sich der im 1. Halbjahr 2021 erwirtschaftete freie Barmittelfluss auf USD 2,0 Mrd. (USD 3,3 Mrd. Nettobarmittel aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Investitionen in Höhe von USD 1,2 Mrd. abzüglich Minderheitsdividenden in Höhe von USD 0,1 Mrd.) trotz Investitionen in das Betriebskapital in Höhe von USD 3,5 Mrd.

- Die Bruttoverschuldung sank auf 9,2 Mrd. USD (gegenüber 11,4 Mrd. USD zum Ende des 1. Quartals 2021 und 12,3 Mrd. USD zum Ende des Jahres 2020) und die Nettoverschuldung auf 5,0 Mrd. USD (gegenüber 5,9 Mrd. USD zum Ende des 1. Quartals 2021 und 6,4 Mrd. USD zum Ende des Jahres 2020)

- Seit dem 1. April 2021 hat das Unternehmen durch Aktienrückkäufe und die Auszahlung der jährlichen Basisdividende 1,6 Mrd. USD an die Aktionäre zurückgegeben. Die gesamten Rückflüsse an die Aktionäre seit September 2020 belaufen sich nun auf USD 2,8 Mrd.

Strategisches Update und Ausblick:

- Führung bei der Dekarbonisierung: Das neues CO2-Reduktionsziel der Gruppe liegt bei 25 % bis 2030; das neue CO2-Reduktionsziel für Europa ist 35 % (zuvor 30 %) bis 2030 und beinhaltet die Beschleunigung von DRI-EAF-Investitionen in Direktreduktionsanlagen und Elektrostahlwerke und das weltweit erste vollständig CO2-emissionsfreie Stahlwerk in Sestao, Spanien. Der neue Dekarbonisierungsplan der Gruppe erfordert geschätzte Bruttoinvestitionen (vor staatlichen Fördermitteln) von 10 Mrd. USD.

- Capex-Update: Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein Anstieg der Investitionen auf 3,2 Mrd. USD gegenüber der vorherigen Prognose von 2,9 Mrd. USD erwartet, um die Auswirkungen des höheren Volumens und der Kapazitätsauslastung widerzuspiegeln - der Geschäftsplan des Unternehmens (einschließlich der Anzahl der eingesetzten Instrumente) wurde geändert, um die Dynamik der Nachfragesituation zu berücksichtigen.

- Die Nachfrageaussichten verbessern sich: Das Unternehmen hat seine Prognose für den weltweiten Rohstahlverbrauch (ASC) im Jahr 2021 gegenüber 2020 von +7,5 % auf +8,5 % angehoben (von einer früheren Wachstumsschätzung von +4,5 % bis +5,5 %).

- Neues Aktienrückkaufprogramm im Wert von 2,2 Mrd. USD: Das Unternehmen wird die Erlöse aus den zurückgekauften Cleveland Cliffs-Vorzugsaktien in Höhe von 1,2 Mrd. USD an die Aktionäre zurückgeben und hat beschlossen, 1 Mrd. USD als Teil des für 2022 erwarteten Kapitalrückflusses an die Aktionäre (das entspricht 50 % des freien Cashflows des ersten Halbjahres 2021) in Form eines Aktienrückkaufprogramms vorzuschießen, das bis Ende 2021 abgeschlossen werden soll.

Aditya Mittal, Chief Executive Officer von ArcelorMittal, kommentierte dies wie folgt:

"Auf der finanziellen Seite war im zweiten Quartal ein anhaltend starker Aufschwung zu beobachten, der mit einem anhaltend knappen Lagerbestand einherging. Dies führte zu noch besseren Preisen in unseren Kernmärkten als in den ersten drei Monaten des Jahres und unterstützte das beste Quartals- und Halbjahresergebnis, das wir seit 2008 erzielt haben. Dies hat uns in die Lage versetzt, unsere Bilanz weiter zu verbessern und unsere Zusage einzuhalten, Barmittel an die Aktionäre zurückzugeben. Nach den beispiellosen Unterbrechungen, mit denen unser Unternehmen und unsere Mitarbeiter im Jahr 2020 konfrontiert waren, ist unsere Geschäftsentwicklung natürlich sehr willkommen. Ich möchte allen unseren Mitarbeitern noch einmal für die Art und Weise danken, wie sie diese Turbulenzen gemeistert haben und in der Lage waren, die Produktion schnell wieder in Gang zu bringen, um die Chancen aus den derzeitigen außergewöhnlichen Marktgegebenheiten zu maximieren."

"Wir gehen davon aus, dass sich die Nachfrageaussichten in der zweiten Jahreshälfte weiter verbessern werden und haben daher unsere Prognosen für den Stahlverbrauch in diesem Jahr angehoben."

(Quelle: ArcelorMittal)

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ArcelorMittalGeschäftsbericht

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