Wirtschaft
Der Standort von ArcelorMittal in Gent - Bild: OPDEBEECK JeroenYm / ArcelorMittal
29.07.2025

LESS vertritt rund 45 % der EU-Stahlproduktion

Bild: ArcelorMittal
Dr. Frederik Van De Velde, CEO von ArcelorMittal Belgien Bild: ArcelorMittal

Der Low Emission Steel Standard (LESS) hat seine europäische Repräsentanz deutlich ausgeweitet: Nach ArcelorMittal Deutschland sind nun auch die ArcelorMittal-Gesellschaften in Belgien, Luxemburg, Frankreich und Spanien der LESS aisbl beigetreten. Zudem ist die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) als assoziiertes Mitglied dem LESS beigetreten.

Mit diesen neuen Mitgliedern repräsentiert LESS nun fast 45 % der gesamten EU-Stahlproduktion – ein bedeutender Schritt in Richtung eines einheitlichen, glaubwürdigen und klimazielkonformen Kennzeichnungssystems für emissionsarmen Stahl in Europa. LESS bietet einen transparenten und technologieneutralen Rahmen zur Klassifizierung und Kennzeichnung von Stahlprodukten auf Basis ihres CO₂-Fußabdrucks und ihres Schrottanteils.

Damit ermöglicht es öffentlichen und privaten Einkäufern fundierte Beschaffungsentscheidungen und fördert die Entwicklung grüner Leitmärkte in ganz Europa. ArcelorMittal unterstützt die Expansion von LESS ausdrücklich.

Dr. Frederik Van De Velde, CEO von ArcelorMittal Belgien, ist nun in den Vorstand von LESS eingetreten und übernimmt die Rolle von Reiner Blaschek, CEO ArcelorMittal Europe – Flat Products, der als Gründungsmitglied tätig war.

Transparenz für die Beschaffung

Dr. Van De Velde erklärte:
„ArcelorMittal ist ein führender Hersteller von CO₂-reduzierten Stahlprodukten. Indem wir weitere europäische Standorte in LESS einbringen, kommen wir der branchenweiten Einführung eines Standards für emissionsarmen Stahl näher – ein Standard, der unseren Kunden die Informationen liefert, die sie für ihre Klimastrategien benötigen.

Wir wollen, dass Nachhaltigkeitskriterien zum Standard in öffentlichen Vergaberegeln der EU-Mitgliedstaaten werden, um Leitmärkte für emissionsarmen Stahl Realität werden zu lassen. Das ist entscheidend, um die Nachfrage im öffentlichen wie privaten Sektor zu steigern. Nun als Vorstandsmitglied von LESS freue ich mich darauf, dazu beizutragen, dass LESS zum Branchenstandard für Stahlhersteller und alle unsere Stakeholder wird.“

Wirtschaftsvereinigung Stahl bringt sich als assoziertes Mitglied ein

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl), die LESS mitinitiiert hat, ist nun als assoziiertes Mitglied beigetreten.

Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin von WV Stahl, erklärte:
„Als eine der Initiatorinnen des Low Emission Steel Standard (LESS) bleiben wir der nun gesamteuropäischen Initiative auch als assoziiertes Mitglied verpflichtet. Die Schaffung von Leitmärkten für sauberen Stahl ‚Made in Europe‘ ist essenziell für eine erfolgreiche Netto-Null-Transformation der Stahlindustrie. Dafür braucht es einen transparenten und robusten Standard wie LESS.“

Dr. Carmen Ostwald, Generalsekretärin von LESS, äußerte ihre große Wertschätzung für die wachsende Zahl an Mitgliedern und die breite Unterstützung aus der europäischen Stahlindustrie:
„Mit mittlerweile fast 45 % der EU-Stahlproduktion, die durch LESS vertreten wird, entwickelt sich LESS zu einem Eckpfeiler des europäischen grünen Stahlwandels. Wir heißen weitere Produzenten und Partner, die unsere ambitionierten Klimaziele teilen, herzlich willkommen.“  

(Quelle: LESS aisbl)

 

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