Fachbeitrag Technik
Prozessschema einer WESP-Installation - Foto: Primetals Technologies)
06.08.2019

Gasreinigung für minimale Emissionen und maximale Energieeffizienz

Bei dieser Veröffentlichung handelt es sich um eine Artikelvorschau aus unserer Fachzeitschrift STAHL + TECHNIK. Den vollständigen Artikel können Sie hier im E-Paper lesen. Im aktuellen Heft sowie im Archiv finden Sie viele weitere interessante Berichte. Schauen Sie doch dort mal vorbei.
Stahl + Technik (Artikelvorschau)

Moderne Konvertergasreinigung für eine nachhaltige Stahlerzeugung

Gasreinigung für minimale Emissionen und maximale Energieeffizienz

Der Umweltschutz ist inzwischen zu einem entscheidenden Faktor für die europäischen Stahlerzeuger geworden. Moderne Gasreinigungssysteme müssen den strengsten Umweltauflagen der nationalen und lokalen Behörden entsprechen. Der Beitrag erörtert verschiedene Lösungen für die Gasreinigung im LD(BOF)-Prozess durch Primär- und Sekundärentstaubungsysteme in Bezug auf die erreichbaren Emissionswerte, den Energieverbrauch sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile. Automationspakete zur Energieeinsparung unterstützen die Betreiber bei der Modernisierung ihrer Gasreinigungssysteme und der Minimierung der Betriebskosten dieser Systeme.

Der vollständige Artikel ist erschienen in STAHL+TECHNIK 1 (2019) Nr. 8, S. 48 ff.

Klimawandel und Umweltschutz gehören zu den wichtigsten Themen dieses Jahrhunderts. Der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) dokumentiert den menschlichen Einfluss auf das Klimasystem [1]. Die anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen sind die höchsten in der Geschichte. Das Klimasystem erwärmt sich, und dies hat weitreichende Auswirkungen auf den Menschen und die Ökosysteme. Zunehmende Risiken wie die Verringerung der Ernährungssicherheit und zurückgehende Grundwasserressourcen wirken sich auf viele Bevölkerungsgruppen aus, insbesondere in den Entwicklungsländern. Daher wird der Klimawandel zunehmend auch zu einem gesellschaftlichen Thema. Die Hauptursachen für anthropogene Emissionen sind die Zunahme der Bevölkerung und das Wachstum der Industrie. Unabhängig vom Klimawandel schadet die Emission von Partikeln auch den Menschen: 2014 waren 90 % der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten Feinstaubkonzentrationen ausgesetzt, die über den Luftqualitätsgrenzwerten in den Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lagen. Die Folge ist ein steigendes Risiko für nicht übertragbare Krankheiten [2]. Um dieses Risiko für die menschliche Gesundheit zu verringern, wenden die Regierungsbehörden auf dem Weg über neue Vorschriften strengere Umweltschutzmaßnahmen an. Die neuen Bestimmungen schreiben niedrigere Emissionswerte für Industrieanlagen vor, die auch Stahlwerke betreffen. Zur Erfüllung der neuen Vorschriften müssen viele der zugehörigen Entstaubungsanlagen modernisiert oder umgebaut werden. Durch den anhaltend hohen wirtschaftlichen Druck ist es attraktiver geworden, bereits vorhandene Entstaubungsanlagen zu modernisieren.

Vorgetragen auf der 8th European Oxygen Steelmaking Conference (EOSC 2018) am 10.–12. Oktober 2018 in Tarent, Italien.
Thomas Steinparzer, Herbert Pasteiner, Reinhard Fillafer, Alexander Fleischanderl, Primetals Technologies, Linz, Österreich.

Gesamten Beitrag lesen Abo abschließen

Schlagworte

EmissionenEnergieeffizienzUmweltschutz

Verwandte Artikel

Carbon2Chem®-Technikum in Duisburg
19.08.2026

Zehn Jahre Carbon2Chem®

Vom Forschungsprojekt zur Blaupause für klima-neutrale Industrie

2016 Bund Carbon2Chem® CO2 Duisburg Elektrolyse Elektrolyseur Emissionen Energie Energiewirtschaft Entwicklung EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Gesellschaft Industrie Klima Max-Planck-Institut Partnerschaft Produktion Recycling Stahl Stahlproduktion Technik thyssenkrupp Thyssenkrupp nucera Thyssenkrupp Uhde Transformation Transformationsprozess Umwelt Unternehmen Wasserstoff Wirtschaft Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Von links: Luca Spaziani (SMS group), Chandler Ault (Hybar LLC), Filippo Verlezza (SMS group), John Moore (Hybar LLC), Shaun Nagy (Hybar LLC), Andrea Gallina (SMS group), Brett Doolittle (Hybar LLC), Mario Fabro (SMS group), Carlo Cascino (SMS group) Vorne von links: Sam Fowler (Hybar LLC), Dave Rigby (SMS group)
17.08.2026

Hybar vergibt Auftrag für zweites Walzwerk

Hybar LLC hat SMS group erneut mit der Lieferung einer Anlage auf Basis der Continuous Minimill Technology (CMT® 550) für seinen Stahlwerkskomplex in Osceola, Arkansas (U...

Anlagen Architekt Architektur Betonstahl Coils Elektrolichtbogenofen Emissionen Energie EU HZ Inbetriebnahme ING KI Langprodukte Lichtbogenofen Lieferung Logistik Messe Optimierung Partnerschaft Pfannenofen Produktion Produktionsprozess Prozessoptimierung Recycling Schmelze Schrott SMS SMS group Stabstahl Stahl Stahlherstellung Stahlproduktion Stahlwerk Transport Unternehmen USA Walzen Walzwerk
Mehr erfahren
11.08.2026

New Zealand Steel startet Produktion mit EAF

NZ Steel hat mit der Herstellung von Stählen begonnen, die einen der niedrigsten CO₂-Anteile weltweit aufweisen. Produziert wird im neuen EAF im Glenbrook Stahlwerk, 60 k...

Australien Emissionen Energie EU Industrie ING Innovation Investition KI Lichtbogenofen Partnerschaft Produktion Recycling Schrott Stahl Stahlproduktion Stahlwerk Umwelt Unternehmen Vereinbarung Walzstahl Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
Mit Hilfe der Atomsonde untersuchte Xizhen Dong, eine der Erstautorinnen der Studie und Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien, wie sich Wasserstoff bei erhöhten Temperaturen auf Nickelbasis-Superlegierungen auswirkt. Solche Legierungen werden unter anderem für Turbinenschaufeln in Gasturbinen und Flugzeugen eingesetzt.
10.08.2026

Forschung zu Wasserstoffeinfluss auf Turbinenwerkstoffe

Ziel ist es zu erforschen, wie Wasserstoff die Nickelbasis-Superlegierungen – der Werkstoff für Turbinenschaufeln – unter den extremen Bedingungen beeinflusst.

Bund China CO2 CO2-Emissionen Deutschland Emissionen Energie Ergebnis EU Forschung HZ IMU ING Legierungen Max-Planck-Institut Studie Temperatur Umwelt Wasserstoff Werkstoff Werkstoffe Wirtschaft
Mehr erfahren
Der Rhein ist essenziell für die Rohstoffversorgung der Stahlindustrie.
04.08.2026

Verbände warnen vor Versorgungsengpass

Laut BDSV, bvse und VDM gefährdet aktuell das Niedrigwasser auf Rhein, Donau und Oder die Rohstoffversorgung der Stahlindustrie. Der Verbände befürchten Mehrkosten.

BDSV Bund Deutschland DSV Emissionen EU Finanzierung HZ Industrie ING KI Klima Kreislaufwirtschaft Optimierung Politik Recycling Rohstoffe Sanierung Schrott Stahl Stahlindustrie Stahlwerk Strategie Transformation Transport Unternehmen Verlag Wirtschaft
Mehr erfahren