Forschung
Amadeus Bramsiepe, KIT Pascal Friederich erhält einen Heinz Maier-Leibnitz-Preis, die wichtigste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland. - Photo: Amadeus Bramsiepe, KIT
09.03.2022

Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Pascal Friederich

Forscher befasst sich am KIT mit Künstlicher Intelligenz in den Materialwissenschaften

Pascal Friederich, Tenure-Track-Professor am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), erhält einen Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der mit 20 000 Euro dotierte Preis gilt als die wichtigste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland. In seiner interdisziplinär ausgerichteten Arbeit konzentriert sich Pascal Friederich auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Materialsimulation, virtuelles Materialdesign sowie autonome experimentelle Plattformen zur automatischen Materialerkennung.

„Die Anforderungen an neue, hochleistungsfähige Materialien – sei es für effiziente Energiespeicher oder für Anwendungen in der Medizin – steigen immer weiter, zugleich müssen die Entwicklungszeiten immer kürzer werden. Dieser Herausforderung stellt sich Tenure-Track-Professor Pascal Friederich mit der perfekten Verknüpfung von Methoden des Maschinellen Lernens mit den Materialwissenschaften“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „Der Leibnitz-Preis ist eine tolle Anerkennung seiner großartigen Arbeit. Wir sind stolz und freuen uns sehr mit ihm!“

Die DFG verleiht den Heinz Maier-Leibnitz-Preis an Forscherinnen und Forscher in einem frühen Karrierestadium für herausragende Leistungen. Der Preis ist mit 20 000 Euro dotiert und soll die Ausgezeichneten dabei unterstützen, ihre wissenschaftliche Laufbahn weiterzuverfolgen. 2022 erhalten insgesamt zehn Forschende den Leibnitz-Preis. Benannt ist dieser nach dem Physiker Professor Heinz Maier-Leibnitz, DFG-Präsident von 1974 bis 1979.

Pascal Friederich ist Tenure-Track-Professor am Institut für Theoretische Informatik (ITI) des KIT sowie assoziierter Gruppenleiter am Institut für Nanotechnologie (INT) und leitet die Forschungsgruppe AiMat (Artificial Intelligence for Materials Sciences). Sie befasst sich vor allem mit der datenbasierten Vorhersage von Materialeigenschaften, mit computergestütztem Materialdesign, mit dem Einsatz von Maschinellem Lernen zur Materialsimulation auf atomarer Skala sowie mit der direkten Verbindung von Methoden der Künstlichen Intelligenz mit Experimenten im Labor. Diese Themen gewinnen angesichts der steigenden Nachfrage nach leistungsfähigen Materialien und der Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten stetig an Bedeutung.

Nach dem Bachelor- und Masterstudium der Physik am KIT entwickelte Pascal Friederich im Rahmen seiner Promotion, ebenfalls am KIT, eine neue Methode zur Berechnung der Materialeigenschaften von organischen Halbleitern, die den Weg zum Design neuartiger organischer Halbleiter weist. Bei Forschungsaufenthalten am Georgia Institute of Technology/USA sowie als Marie Curie Fellow an der Harvard University/USA und an der University of Toronto/Kanada, arbeitete er an der Entwicklung von Methoden des Maschinellen Lernens für verschiedene Disziplinen. Er ist Autor zahlreicher Publikationen in renommierten wissenschaftlichen Zeitschriften.

(Quelle:  Karlsruher Institut für Technologie (KIT))

Schlagworte

AuszeichnungDeutschlandEnergieEntwicklungEUForschungIMUKanadaKarriereNachwuchsUSA

Verwandte Artikel

Primetals Technologies modernisiert das Beiz-Tandem-Kaltwalzwerk (PLTCM) BETA 2 der voestalpine
08.01.2026

Modernisierung eines Beiz-Tandem-Kaltwalzwerks bei voestalpine

Primetals Technologies führt an dem Beiz-Tandem-Kaltwalzwerk (PLTCM) BETA 2 der voestalpine stahl in Linz, Österreich, eine Softwareaktualisierung der gesamten Basis- und...

Anlagen Automatisierung Automobil Bauindustrie EU Inbetriebnahme Industrie Kaltwalzwerk Modernisierung Österreich Partnerschaft Primetals Prozessautomatisierung Software Stahl Voestalpine Walzwerk
Mehr erfahren
FNsteel in Alblasserdam
08.01.2026

Kartellbehörden geben grünes Licht für Erwerb von FNsteel

Die Saarstahl Aktiengesellschaft hat alle erforderlichen kartellrechtlichen Genehmigungen für die Übernahme von FNsteel B.V. erhalten.

EU FNsteel B.V. Gesellschaft Kartellrecht Langstahl Saarstahl Stahl Übernahme Vorstand
Mehr erfahren
Die Hoa Phat Group hat ein neues Draht- und Stab-Walzwerk und eine Vierstrang-Stranggießanlage bei Danieli in Auftrag gegeben
07.01.2026

Hoa Phat Group baut weiteres Werk für Betonstahl und Walzdraht in Vietnam

Die Anlage ist für eine Gesamtkapazität von 700.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt und soll im ersten Quartal 2027 in Betrieb gehen

Anlagen Asien Betonstahl Danieli Draht Energie Hoa Phat Inbetriebnahme Langprodukte Lieferung Messung Stahl Temperatur Umwelt Vietnam Walzwerk
Mehr erfahren
Darstellung einer Radialschmiedelinie der SMS group, vergleichbar mit der Anlage, die am Standort Kokomo von Haynes International in Indiana errichtet werden soll.
07.01.2026

SMS liefert moderne Radialschmiedemaschine

SMS wurde von Haynes International, einem Hersteller von Legierungen auf Nickel- und Kobaltbasis, mit der Lieferung einer hydraulischen Radialschmiedelinie beauftragt.

Adjustage Anpassung Antrieb Brenner Einsparung Energie Energieeffizienz EU Gesellschaft Handel Inc. Industrie ING Innovation Investition Legierungen Lieferung Optimierung Partnerschaft Produktion SMS group Software Steuerung Strategie Temperatur Umformung USA Wirtschaft WTO
Mehr erfahren
Firmenzentrale der SMS group
06.01.2026

Metso schließt Veräußerung des Bereichs Ferrous an die SMS group ab

SMS group integriert forciert die Dekarbonisierung mit der Integration der Ferrous-Technologien von Metso

Anlagen Anlagenbau Australien Automation China Dekarbonisierung Deutschland Direktreduktion Eisenerze Energie EU Forschung Indien Industrie Innovation Instandhaltung Kooperation Maschinenbau Metallindustrie Metallurgie Modernisierung Profile Reparatur Roheisen Roheisenerzeugung Schmelze Service Sinter SMS SMS group Stahl Stahlerzeugung Unternehmen USA Wasserstoff Wasserstoffbasiert Wettbewerb
Mehr erfahren