News Statement
Photo: pixabay
28.06.2021

Klimaschutz-Sofortprogramm nennt wichtige Maßnahmen

Für den Einstieg in die Transformation der Stahlindustrie - Weitere Schritte müssen folgen

Letzte Woche hat das Bundeskabinett das „Klimaschutz-Sofortprogramm 2022“ verabschiedet, das Maßnahmen aufzeigt, um den Weg hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu flankieren.

Dazu Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl: „Mit dem Investitionsförderprogramm Stahlindustrie, Klimaschutzverträgen und grünen Leitmärkten für Stahl nennt die Bundesregierung im Sofortprogramm wichtige Bausteine für den Weg in eine klimaneutrale Stahlindustrie. Es ist zu begrüßen, dass zusätzliche Fördermittel für die Unterstützung der Transformation bereitgestellt werden sollen, weitere Schritte müssen jedoch rasch folgen. Die Stahlindustrie benötigt eine verlässliche Perspektive über 2022 hinaus, um bei der Transformation hin zu einer grünen Stahlproduktion durchstarten können. Dies gilt einmal mehr vor dem Hintergrund der heutigen Abstimmung zum Klimaschutzgesetz. Wenn Klimaziele erhöht werden, müssen auch politische Rahmenbedingungen zu ihrer Erreichung festgelegt werden.“

Die Stahlunternehmen verfügen über die technologischen Optionen, ihre CO2-Emissionen bereits bis 2030 massiv zu senken, brauchen dafür aber verlässliche politische Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa. Dem Instrument der Klimaschutzverträge (Contracts for Difference) kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu.

„Es ist gut und richtig, dass das Pilotprogramm für Klimaschutzverträge aufgestockt wurde. Die hierfür in Aussicht gestellten finanziellen Mittel sollten jedoch in erster Linie auf Branchen konzentriert werden, die rasch umfangreiche CO2-Reduktionen auf den Weg bringen können. Dazu zählt die Stahlindustrie“, erklärt Kerkhoff.

Einen wichtigen Stellenwert für den Einstieg in die Transformation nehmen darüber hinaus grüne Leitmärkte für Stahl ein.

„Wir begrüßen, dass sich die Bundesregierung dem wichtigen Thema grüne Leitmärkte annimmt und ein Pilotprogramm startet. Aber auch hier sollte rasch gehandelt werden. Je schneller es grüne Leitmärkte gibt, desto eher kann auch die staatliche Anschubfinanzierung zurückgefahren werden. Ziel muss sein, dass Deutschland Leitmarkt für grünen Stahl wird und dieser dann aber auch aus Deutschland kommt“, so der Verbandspräsident weiter.

(Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl)

Schlagworte

CO2KlimaschutzWV Stahl

Verwandte Artikel

Von links: Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG und Franz Kainersdorfer, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division
19.06.2026

voestalpine: greentec steel im Zeitplan

Die voestalpine nimmt an ihrem Standort Donawitz in knapp einem Jahr wie geplant einen Elektrolichtbogenofen (EAF) in Betrieb und kombiniert so Elektrostahlproduktion mi...

Aufsichtsrat CO2 CO2-Emissionen Donawitz Einsparung Elektrolichtbogenofen Emissionen EU Hochofen Inbetriebnahme Industrie ING Investition Kernaggregate Klima Klimaschutz Lichtbogenofen Logistik Metallurgie Montage Produktion Schrott Schulung Sinter Sinteranlage Stahl Stahlproduktion Stahlwerk Strategie Transformation Umwelt Voestalpine AG Vorstand Weiterbildung
Mehr erfahren
Vormaterial-Lager, Burbach
18.06.2026

SHS erhält Auszeichnung für Klimaschutz

SHS-Gruppe erhält erneut Bestnote für klimafreundliches Lieferketten-Engagement.

Auszeichnung CDP Dekarbonisierung Dillinger EU Europa ING Klima Klimaschutz Lieferketten Nachhaltigkeit Saarstahl SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA Stahl Strategie Transformation Unternehmen
Mehr erfahren
10.06.2026

Katalysatoren beschleunigen wasserstoffbasierte Stahlproduktion

Zweimal schnellere Legierungsherstellung durch Zugabe von Nickeloxiden

Automobil CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Eisenerze Emissionen Energie Entwicklung Ergebnis Essen EU Forschung Handel HZ Industrie ING Legierungen Lichtbogenofen Max-Planck-Institut Metallurgie Produktion Reduktionsmittel Stahl Stahlproduktion Technik TEMA Temperatur USA Wasserstoff Wasserstoffbasiert
Mehr erfahren
Industrie und Politik setzen gemeinsames Signal für den Wasserstoffhochlauf (v.l.n.r.): Gitta Connemann (Parlamentarische Staatssekretärin im BMWE), Stefan Dohler (CEO EWE AG), Gunnar Groebler (CEO Salzgitter AG) und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung für die langfristige Lieferung von grünem Wasserstoff in Berlin
10.06.2026

Salzgitter AG vereinbart Wasserstofflieferung

EWE und Salzgitter Flachstahl vereinbaren langfristige Lieferung von 10.000 Tonnen grünem Wasserstoff pro Jahr.

Anpassung Berlin BMW Bund CO2 CO2-Emissionen Deutschland Direktreduktion Elektrolyse Elektrolyseur Emissionen Energie Erdgas EU Europa Flachstahl Hochofen HZ Industrie ING Investition KI Klima Koks Lieferung Niedersachsen Partnerschaft Politik Produktion Sachsen Salzgitter Flachstahl Salzgitter Flachstahl GmbH Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Transformation Transport Unternehmen USA Veranstaltung Vereinbarung Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
Hochofen bei Nacht, ROGESA
09.06.2026

Umweltinnovationsprogramm fördert Pilotanlage mit 2,8 Mio. Euro

Die ROGESA Roheisen- und Rohstoffgesellschaft Saar mbH plant in Dillingen/Saar eine innovative Aufbereitungsanlage für zerkleinerten Stahl- und Eisenschrott (sog. Scheren...

Bund CO2 Dekarbonisierung Dillinger Eisenschwamm Elektrolichtbogenofen Energie EU Gesellschaft Industrie ING Innovation KI Lichtbogenofen Produktion Rogesa Roheisen Rohstoffe Saarstahl Schrott SHS Stahl Stahlerzeugung Stahlindustrie Technik Transformation
Mehr erfahren