Unternehmen
(Photo: Outokumpu)
04.01.2023

Outokumpu hat den Verkauf von Langprodukt-Aktivitäten abgeschlossen

Outokumpu hat die im Sommer 2022 angekündigte Veräußerung des Großteils seines Geschäftsbereichs Langprodukte an Marcegaglia abgeschlossen. Voraussetzung für den Abschluss der Transaktion waren unter anderem die erforderlichen Genehmigungen der Wettbewerbsbehörden, die Outokumpu am 14. Dezember 2022 bekannt gab.

Die Transaktion wurde in Form eines Aktienverkaufs durchgeführt. Mit der Transaktion wurden die Schmelz-, Walzdraht- und Stabstahlbetriebe in Sheffield (Großbritannien), der Stabstahlbetrieb in Richburg (USA) und das Walzdrahtwerk in Fagersta (Schweden) an den italienischen Stahlhersteller Marcegaglia verkauft. Ausgenommen von der Transaktion ist die Outokumpu Long Products AB mit ihren Betrieben in Degerfors und Storfors in Schweden, die weiterhin zu Outokumpu gehören.

"Ich möchte den Mitarbeitern in Sheffield, Richburg und Fagersta für unseren gemeinsamen Weg als Teil von Outokumpu danken. Wir freuen uns, dass der neue Eigentümer Marcegaglia ein verantwortungsbewusster und engagierter Eigentümer ist, der das Geschäft von Long Products noch weiter ausbauen wird. Was Outokumpu betrifft, so können wir uns nun gemäß unserer Strategie voll und ganz auf unser Kerngeschäft mit Edelstahl-Flachprodukten und Ferrochrom konzentrieren", sagt Heikki Malinen, Präsident und CEO von Outokumpu.

Die Gesamtkosten der Transaktion belaufen sich auf rund 228 Millionen EUR ohne Schulden und Barmittel, wodurch die Finanzlage von Outokumpu gestärkt wird. Der Erlös für das Eigenkapital und die Nettoverschuldung beläuft sich auf rund 224 Millionen EUR, von denen 5 Millionen EUR auf ein Treuhandkonto eingezahlt wurden. Die Transaktionskosten werden auf ca. 7 Millionen EUR geschätzt. Die Gegenleistung steht unter dem Vorbehalt von Abschlussrechnungen, die in der ersten Hälfte des Jahres 2023 fertiggestellt werden. 

Outokumpu hat im dritten Quartal 2022 einen Wertminderungsaufwand in Höhe von 35 Millionen EUR verbucht und rechnet nicht mit einem wesentlichen Gewinn oder Verlust aus der Transaktion. Die kumulierte Umrechnungsdifferenz in Bezug auf zur Veräußerung gehaltene ausländische Tochtergesellschaften wird zum Zeitpunkt der Veräußerung in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und wird sich auf den Gewinn oder Verlust auswirken. Diese Auswirkungen werden in der Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2022, die am 9. Februar 2023 veröffentlicht wird, präzisiert werden. Ab dem Zwischenbericht Januar-September 2022 hat Outokumpu seine zu veräußernden Langprodukte-Geschäfte als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte klassifiziert und weist die Geschäfte als nicht fortgeführte Aktivitäten aus.

(Quelle: Outokumpu)

Schlagworte

EdelstahlEUFinnlandItalienLangprodukteVerkauf

Verwandte Artikel

Luftbild des Moselstahlwerks in Trier
08.09.2026

Technische Ausrüstung des Moselstahlwerks Trier steht zum Verkauf

Die Anlagentechnik des gesamten schmelzmetallurgischen und Stranggießbereichs werden weltweit Investoren zum Kauf angeboten.

Anlagen Asien Danieli Draht Essen EU Indien ING Lichtbogenofen Messung Metallurgie Modernisierung Produktion Produktionsprozess Schmelze Schmelzen Schrott Stahl Stahlherstellung Stahlproduktion Stahlwerk Strangguss Tenova Verkauf Verlag
Mehr erfahren
Neue Warmrichtmaschine in Mühheim
07.09.2026

Salzgitter AG nimmt Warmrichtmaschine in Betrieb

Die Anlage im Werk der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (Mülheim a. d. R.) unterstreicht die Rolle des Salzgitter-Konzerns als Partner für Infrastruktur im Zukunft...

Anlagen Anlagenbau Blech Bleche DSV Energie Energiewende Entwicklung Essen EU Gesellschaft Grobblech HZ Inbetriebnahme ING Investition Montage Offshore Produktion Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH Stahl Technik USA Vorstand Wettbewerb Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Projektauftakt, v.l.n.r. hinten: Andreas Zaremba, Leiter TGA, Ilsenburger Grobblech GmbH, Sebastian Böhm, Entwicklungsingenieur, Ilsenburger Grobblech GmbH, Uwe Zischkale, Abteilungsleiter 3 Energie, Nachhaltigkeit, Strukturwandel, Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt; v.l.n.r. vorn: Dr. Robert Kühn, Vorsitzender der Geschäftsführung, Ilsenburger Grobblech GmbH, Denis Loeffke, Bürgermeister Stadt Ilsenburg, Dr. Franziska Sondej, Energiesysteme und Infrastrukturen, Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Andreas Künne, Energiemanager, Ilsenburger Grobblech GmbH
07.09.2026

Vorstudie in Ilsenburg startet

Mit dem Projektauftakt in der Stadtverwaltung Ilsenburg startet die Vorstudie „Smart Industry Orchestration Ilsenburg“.

Automatisierung Blech Bleche Bund Energie Entwicklung Ergebnis EU Fraunhofer Grobblech HZ Ilsenburger Grobblech GmbH Industrie ING Klima Klimaschutz Nachhaltigkeit Politik Produktion Produktionsprozess Sachsen Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Studie Transformation Umwelt Unternehmen USA Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsstandort
Mehr erfahren
04.09.2026

Acciaierie Venete nimmt weitere Einzelstab-Richtanlage in Betrieb

Die fortschrittliche SBQ-Endbearbeitungstechnologie wurde von Danieli im Werk Padua implementiert. Sie garantiert hochwertigen Stabstahl und steigert die betriebliche Eff...

Automation Automatisierung Betriebssicherheit Danieli EU Inbetriebnahme Industrie ING Instandhaltung Italien KI Messe Produktion Prozessleitsystem Service Stahl Strategie Unternehmen USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
03.09.2026

WV Stahl: Zuschuss zu Netzentgelten muss erhalten bleiben

Die Bundesregierung hat eine Neuregelung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten beschlossen. Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der WV Stahl, bewertet...

Bund Energie EU Industrie Stahl Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren