Wirtschaft
2019 waren neue Maschinen und Anlagen weltweit gefragt - Foto: VDMA / Shutterstock
23.03.2020

VDMA: 2019 mehr Maschinen und Anlagen, aber 2020 rückläufig

Weltmarkt für Maschinen legt 2019 leicht zu, 2020 drohen Verluste durch Corona-Krise

Neue Maschinen und Anlagen waren auch im vergangenen Jahr weltweit gefragt. Allerdings erfolgten die Geschäfte bereits unter erschwerten Bedingungen: Der Wandel in der Automobilindustrie, der Handelskrieg zwischen den USA und China sowie der global zunehmende Protektionismus hinterließen Bremsspuren in den Büchern. Für 2020 erwartet der VDMA wegen der Coronakrise Verluste.

In einigen Ländern entwickelte sich der Maschinenumsatz im vergangenen Jahr bereits rückläufig oder stagnierte. Dort, wo es 2019 auf Euro-Basis noch vergleichsweise hohe Zuwachsraten gab, waren zum Teil größere Wechselkursveränderungen mit verantwortlich. Die Corona-Pandemie erweist sich nun als nächste schwere Bürde für den Maschinen- und Anlagenbau. Die VDMA-Volkswirte gehen zwar davon aus, dass es im zweiten Halbjahr 2020 Nachholeffekte geben dürfte. „Diese werden aber die zwischenzeitlichen Verluste bei weitem nicht kompensieren können. Der globale Maschinenumsatz wird 2020 das Vorjahresergebnis verfehlen”, prognostiziert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Nach Schätzungen der VDMA-Volkswirte stieg der Umsatz mit Maschinen im Jahr 2019 insgesamt um nominal 2 % auf fast 2,67 Bio. €. Asien blieb mit 1,37 Bio. € die mit Abstand größte Fertigungsregion in der Maschinenindustrie. Das Umsatzplus betrug auch hier 2 %, verglichen mit früheren Jahren war das aber ein eher schwacher Zuwachs. Das Wachstumstempo in Europa und in den EU-Ländern insgesamt war mit jeweils plus 1 % geringer als im Weltdurchschnitt. Die EU-Länder produzierten zwar deutlich weniger Maschinen (768 Mrd. €) als Asien, jedoch mehr als doppelt so viele wie die USA. Allerdings konnten die Vereinigten Staaten ihren Umsatz kräftig um fast 7 % auf 348 Mrd. € erhöhen. „Bereits das vergangene Jahr war für viele Maschinenbauer herausfordernd. Nun sind die Unternehmen global mit dem Coronavirus und den daraus resultierenden Belastungen konfrontiert. 2020 wird für alle eine große Herausforderung“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis.

Deutschland hält seit 2013 die Position als drittgrößter Maschinenproduzent der Welt. Im vergangenen Jahr verfehlte das Umsatzvolumen mit 296 Mrd. € den Höchstwert des Vorjahres (300 Mrd. €) um 1 %. Damit entfielen rd. 11 % des weltweiten Maschinenumsatzes auf die Bundesrepublik.
Mit deutlichem Abstand an der Spitze rangierte abermals China. Den Titel als weltgrößter Maschinenhersteller hält das Land bereits seit 2009. Ein Gesamtumsatz von 876 Mrd. € bedeutete auf Euro-Basis ein Plus von 2 % zum Vorjahr. In Japan (Platz 4) konnten die Maschinenhersteller ihren Umsatz auf Euro-Basis um 5 % auf 264 Mrd. € steigern. Italien, Nummer 5 im Weltmaschinenbau, erhöhte den Umsatz um 1 % auf 127 Mrd. €. Die ersten fünf Länder der Rangliste (China, USA, Deutschland, Japan, Italien) stehen – wie bereits im Vorjahr - zusammen für 72 % des Weltmaschinenumsatzes. Einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die weltweiten Umsatzzahlen hatten Wechselkursveränderungen. So legte der Yen 2019 im Jahresmittel zum Euro um fast 7 % zu, der US-Dollar um etwas mehr als 5 %. Dies bedeutet, dass das Umsatzplus in beiden Ländern in nationaler Währung niedriger ausfiel als in der einheitlichen Euro-Betrachtung.

VDMA

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AnlagentechnikAutomobilHandelskonflikt

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