Fachbeitrag Statement
RH-Anlagen gehören zum Konzept der „Green Metallurgy“ - Foto: LOI Thermprocess
31.10.2019

Vergütung trifft auf Metallurgie

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Stahl + Technik (Artikelvorschau)

LOI Thermprocess und Tenova Metals Deutschland bündeln komplementäres Know-how

Vergütung trifft auf Metallurgie

Neben den immer höher werdenden Anforderungen an den Werkstoff Stahl ist auch sein umweltkonformer Herstellungsprozess ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit der Stahlindustrie in Deutschland. „Think different“-Ansätze sind gefragt, um die globale Erwärmung zu stoppen und gleichzeitig eine fortlaufende Optimierung der Werkstoffeigenschaften zu ermöglichen. Mit der Bündelung des Know-hows von LOI Thermprocess und Tenova Metals Deutschland können hierzu komplementäre Impulse genutzt werden.

Der vollständige Artikel ist erschienen in STAHL+TECHNIK 1 (2019) Nr. 11, S. 48 ff.

Am 30. August 2019 ist die ­Tenova Metals Deutschland GmbH (TMD) auf die LOI Thermprocess GmbH verschmolzen worden. Die TMD firmierte vor einigen Jahren aus der damaligen ­Technometal und der Tenova ReEnergy, die in den Bereichen Sekundärmetallurgie und Wärmerückgewinnung tätig waren. Die LOI ­Thermprocess ist führend in der Entwicklung von Wärmebehandlungstechnologien und dem Bau von Industrieofenanlagen für den Stahl- und Alumi­niumsektor, die letztendlich die Produkteigenschaften der metallischen Erzeugnisse entscheidend verändern.

Mit dieser Verschmelzung trifft nun Vergütung auf Metallurgie und bündelt damit das gesamte Know-how im Bereich Materialeigenschaften und metallurgischer Prozessführung. Denn Werkstoffeigenschaften wie Festigkeit und Härte lassen sich zum einen durch gezielte Wärmebehandlungen einstellen, zum anderen wird die Basis dafür in metallurgischen Verfahren und Prozessen gelegt. Die Sekundärmetallurgie ist somit ein wesentlicher Bestandteil der Stahlerzeugung und hat wie die nachfolgenden Prozessschritte einen entscheidenden Einfluss auf die resultierenden Werkstoffeigenschaften. Neben geringsten Kohlenstoff-, Wasserstoff-, Stickstoff- und Schwefelgehalten definieren anspruchsvolle Reinheitsgradanforderungen das Produktspektrum. Auch heute werden verstärkt Anlagen zur sekundärmetallurgischen Behandlung in den Schmelzbetrieben installiert, die:

  • einer Entlastung der Schmelzaggregate dienen, z.B. Senkung der Abstichtemperaturen,
  • die Produktpalette erweitern, z.B. zu Tiefziehqualitäten für die Automobilindustrie oder zur Erzeugung von hochlegierten und hochfesten Werkstoffen, und
  • helfen, Produktionsengpässe zu vermeiden.

Autor: Dipl.-Ing. Christian Schrade, Geschäftsführer, LOI Thermprocess GmbH, Essen.

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Schlagworte

MetallurgieStahlherstellungWärmebehandlung von Stahl

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