Wirtschaft
Die Zukunft der deutschen und europäischen Stahlindustrie soll gesichert werden - Foto: worldsteel
05.03.2020

Altmaier und Kerkhoff: Zukunftssicherung der Stahlindustrie

Zukunft der Stahlindustrie gemeinsam gestalten

Auf Einladung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier trafen sich am Mittwoch, den 04.03.2020 die Spitzenvertreter der großen Stahlproduzenten in Deutschland, der IG Metall und der Wirtschaftsvereinigung Stahl, um über Optionen zur Zukunftssicherung der Stahlindustrie in Deutschland zu diskutieren. Es ist bereits das dritte Treffen dieser Art.

Der Stahlindustrie kommt als Grundstoffindustrie in der Wertschöpfungskette eine erhebliche Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft zu. Sie hat mit weltweiten Überkapazitäten, wettbewerbswidrigen Subventionen und Abschottungstendenzen im internationalen Handel zu kämpfen. Zudem besteht weiterhin die Gefahr einer Abwanderung der Branche in Länder mit weniger strengen Klimavorgaben. Deshalb sollten über konkrete Handlungsoptionen und -instrumente sowohl national wie auch auf europäischer Ebene diskutiert werden. Ziel war die Entwicklung eines gemeinsamen Konzeptpapiers Stahl, um auch in Zukunft eine wettbewerbsfähige Stahlindustrie in Deutschland und Europa zu sichern.

Laut Bundeswirtschaftsminister Altmaier ist eine langfristig starke, international wettbewerbsfähige Stahlindustrie am Standort Deutschland für die Zukunft Deutschlands von herausragender Bedeutung. Es brauche hierzu einen ausgewogenen Instrumentenmix, um die Stahlindustrie wettbewerbsfähig zu halten, CO2-ärmer zu machen und Produktionskapazitäten und damit Arbeitsplätze in Deutschland zu halten. Ihm ginge es vor allem darum, dass die Stahlproduktion nicht abwandert und künftig mit niedrigeren Umweltstandards außerhalb Europas gefahren wird.

Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl fügte hinzu, dass die Stahlindustrie in Deutschland vor der Mammutaufgabe stehe ihre Produktion CO2-arm aufzustellen. Das sei notwendig, da sich die Klimaziele ohne CO2-arm produzierten Stahl und seine Innovationen nicht erreichen lasse Die Branche könne entscheidende Beiträge zu einer klimaneutralen Wirtschaft in Deutschland und Europa leisten. Hierfür muss jetzt ein politischer Rahmen geschaffen werden, der diesen Weg unterstützt.

Wirtschaftsvereinigung Stahl, BMWi

Schlagworte

CO2-EmissionenKlimaschutzProduktionWirtschaft

Verwandte Artikel

Von links: Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG und Franz Kainersdorfer, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division
19.06.2026

voestalpine: greentec steel im Zeitplan

Die voestalpine nimmt an ihrem Standort Donawitz in knapp einem Jahr wie geplant einen Elektrolichtbogenofen (EAF) in Betrieb und kombiniert so Elektrostahlproduktion mi...

Aufsichtsrat CO2 CO2-Emissionen Donawitz Einsparung Elektrolichtbogenofen Emissionen EU Hochofen Inbetriebnahme Industrie ING Investition Kernaggregate Klima Klimaschutz Lichtbogenofen Logistik Metallurgie Montage Produktion Schrott Schulung Sinter Sinteranlage Stahl Stahlproduktion Stahlwerk Strategie Transformation Umwelt Voestalpine AG Vorstand Weiterbildung
Mehr erfahren
Hauptgeschäftsstelle Berlin
18.06.2026

Gesamtmetall meldet Verluste an Arbeitsplätzen

M-E-Beschäftigung sinkt seit nunmehr zweieinhalb Jahren ununterbrochen. Arbeitsplatzverluste bislang trotzdem nur halb so hoch wie Produktionsrückgang. Ausrüstungsinvesti...

ABB Bund Deutschland EU IBU Industrie ING Investition Produktion Unternehmen Wettbewerb Zahlen
Mehr erfahren
Vormaterial-Lager, Burbach
18.06.2026

SHS erhält Auszeichnung für Klimaschutz

SHS-Gruppe erhält erneut Bestnote für klimafreundliches Lieferketten-Engagement.

Auszeichnung CDP Dekarbonisierung Dillinger EU Europa ING Klima Klimaschutz Lieferketten Nachhaltigkeit Saarstahl SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA Stahl Strategie Transformation Unternehmen
Mehr erfahren
Marcel Hergarten, Geschäftsführer der Hergarten Gruppe
17.06.2026

Hergarten Gruppe wird zur emissionsfreien Spedition

Bis 2031 vollständige Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge geplant .

Antrieb Bund Dekarbonisierung Deutschland Digitalisierung Einsparung Elektrifizierung Energie Entwicklung EU Hergarten GmbH HZ Industrie ING Investition Klima Lieferketten Logistik Managementsystem Nachhaltigkeit Produktion Produktionsprozess Profile Software Spedition Stahl Stahlindustrie Stahlspedition Steuerung Strategie Technik Transformation Transport Unternehmen Wettbewerb Wirtschaft Zahlen
Mehr erfahren
Grafik der geplanten Anlage
17.06.2026

U.S. Steel beauftragt Midrex mit Bau einer DRI-Anlage

Mit einer Investition von 1,9 Milliarden US-Dollar entsteht bei Big River Steel Works eine Midrex-Anlage mit einer Jahreskapazität von 2,5 Millionen Tonnen

Bergbau Bund Direktreduktion DRI-Anlage Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Energieeffizienz Erdgas EU Hochofen HZ Inc. Industrie ING Investition Konverter Lieferketten Midrex Modernisierung Nachhaltigkeit Nippon Steel Nordamerika Partnerschaft Produktion Schmelze Stahl Stahlherstellung Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Transport Unternehmen USA Verkauf Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren