Wirtschaft
12.08.2025

Metall- und Elektro-Industrie mit rückläufiger Produktion

Die Produktion in der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) ist im 1. Halbjahr 2025 um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr zurückgegangen. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Im Juni gab es mit minus 1,4 Prozent gegenüber Mai erneut einen Rückschlag.

Gleichzeitig wurden auch die Werte der Vormonate vom Statistischen Bundesamt nach unten korrigiert, wodurch die Produktion im 2. Quartal 2025 insgesamt um 1,1 Prozent unter dem Vorquartal lag.

Gesamtmetall-Chefvolkswirt Lars Kroemer:
„Die vagen Hoffnungen auf eine Bodenbildung wurden enttäuscht. Mit dem erneuten Einbruch im Juni 2025 schrumpfte die Produktion in der M+E-Industrie im 2. Quartal 2025 nun das 9. Quartal in Folge. Das ist erneut ein Negativrekord und verdeutlicht die unverändert sehr schwierigen Standortbedingungen für die Unternehmen. Für das Gesamtjahr 2025 rechnen wir weiterhin mit einem Produktionsrückgang von 2 bis 2,5 Prozent.”

Wie der aktuelle Konjunkturbericht von Gesamtmetall zeigt, lagen zwar die Neuaufträge im 1. Halbjahr 2025 um 3,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das war aber vor allem in der Verbuchung von Großaufträgen begründet.

Mehrheitlich bewerten die M+E-Unternehmen ihre Nachfrage und Auftragsbestände weiterhin schwach. Der Absatz in der M+E-Industrie lag um 1,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Während die Erlöse aus dem Ausland auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums lagen, sank der Inlandsabsatz um 2,4 Prozent.

Kroemer erklärt weiter:
„Das Wiederherstellen der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes muss die Top-Priorität der Bundesregierung bleiben. Dafür brauchen wir eine mutige Reformagenda, insbesondere in den Bereichen der Sozialversicherungen und der Bürokratie. Die Kabinettsbeschlüsse zu Renten und sogenannter Tariftreue zeigen dagegen in die falsche Richtung.

Die aktuellen Zahlen machen deutlich, dass die Strukturkrise anhält. In einer solchen Wirtschaftslage darf es nicht noch zusätzliche Belastungen geben. Im Gegenteil: Bürokratie und Kosten müssen deutlich reduziert werden, um die Industrie in Deutschland zu halten.”

(Quelle: Arbeitgeberverband Gesamtmetall)

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