Unternehmen News
Eisenerzpellets - Photo: Salzgitter AG
06.08.2021

Salzgitter AG und Anglo American kooperieren bei Optimierung der Eisenerzversorgung für die CO2-arme Stahlherstellung

Absichtserklärung über gemeinsame Forschung und weitere Entwicklung der Prozess- und Lieferketten

Die Salzgitter AG Konzerntochter Salzgitter Flachstahl GmbH hat mit Anglo American eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet, gemeinsam eine optimale Eisenerzversorgung für das Direktreduktionsverfahren zu untersuchen. Anglo American ist einer der weltweit führenden Bergbaukonzerne. Das Kernziel der gemeinsamen Forschungsarbeit ist, den CO2-Footprint der Stahlerzeugung zu minimieren. Dies umfasst auch die Betrachtung möglichst CO2-armer Prozess- und Logistikketten.

Ulrich Grethe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Salzgitter Flachstahl GmbH und Mitglied der Konzerngeschäftsleitung der Salzgitter AG sagte: „Mit diesem Vorhaben treiben wir weitere wichtige Meilensteine in Richtung einer CO2-armen Stahlproduktion voran. Mit unserem Technologiekonzept SALCOS® wollen wir den energieeffizientesten und am schnellsten umzusetzenden Weg zur Dekarbonisierung der Stahlerzeugung realisieren. Wir freuen uns, mit Anglo American einen unserer langjährigen großen Lieferanten hochwertiger Erze als Partner für gemeinsame Überlegungen und mögliche Projekte gewonnen zu haben.“

SALCOS® steht für „SAlzgitter Low CO2 Steelmaking“ und ist das Transformationskonzept für eine nahezu CO2-freie Eisen- und Stahlerzeugung. Dabei wird die kohlenstoffbasierte Hochofenroute bei der Salzgitter Flachstahl schrittweise ab Mitte dieses Jahrzehnts bis spätestens 2045 durch Direktreduktionsanlagen substituiert, die anfangs mit Erdgas und dann flexibel mit einem stetig zunehmenden Anteil an Wasserstoff produzieren werden. Die Wasserstofferzeugung sowie die für die neuen Prozessroute erforderlichen Elektrolichtbogenöfen sollen perspektivisch ausschließlich mit Strom aus regenerativen Quellen betrieben werden. Auf diese Weise können die CO2-Emissionen der Stahlerzeugung bis 2045 um 95 Prozent gesenkt werden.

Die neuen, CO2-arm produzierenden Anlagen und Produktionsabläufe stellen spezielle Anforderungen an die Rohstoffeigenschaften, deren Aufbereitungsprozesse und Logistik.

(Quelle: Salzgitter AG)

Schlagworte

Anglo AmericanCO2EisenerzversorgungKooperationSalzgitter AGSalzgitter Flachstahl GmbH

Verwandte Artikel

23.09.2026

greentec steel: Elektrolichtbogenofen in Linz angeliefert

Wichtiges Etappenziel für Österreichs größtes Klimaschutzprogramm: Das Kernequipment des neuen Elektrolichtbogenofens (EAF) für den voestalpine Standort in Linz ist einge...

Anlagen CO2 CO2-Emissionen Deutschland Donawitz Elektrolichtbogenofen Emissionen Ergebnis EU Europa Inbetriebnahme ING Italien Kernaggregate Klima Klimaschutz Lichtbogenofen Lieferung Österreich Primetals Produktion Schmelze Schmelzen Stahl Stahlerzeugung Stahlproduktion Stahlwerk Strategie Transport USA Voestalpine Voestalpine AG Vorstand Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Arbeiten am Hochofen A
22.09.2026

Letzter Abstich an Hochofen A bei HKM in Duisburg

Hochofen A wurde nach mehr als 53 Produktionsjahren am vergangenen Samstag in Duisburg dauerhaft außer Betrieb genommen

Bund CO2 CO2-neutral Deutschland DSV Duisburg Elektrolichtbogenofen EU HKM Hochofen HZ IBU Industrie Klima Klimaschutz Klimaziel Klimaziele Kokerei Lichtbogenofen Messe Produktion Roheisen Roheisenproduktion Salzgitter Salzgitter AG Stahl Stahlproduktion Strategie Transformation Transformationsprozess Unternehmen USA Vorstand
Mehr erfahren
Hüttensand
21.09.2026

EUROSLAG-Zahlen 2025 für Produktion und Verwendung von Eisenhüttenschlacken

Im Jahr 2025 wurden in der Europäischen Union etwa 17,8 Millionen Tonnen Hochofenschlacke (HOS, HS) und 16,8 Millionen Tonnen Stahlwerksschlacke (SWS) produziert.

ABB Baustoffe CO2 DSV Eisenhüttenschlacke Europa Forschung Hochofen Industrie ING Klima Klimaschutz Kreislaufwirtschaft Produktion Regelwerk Rohstoffe Schlacke Stahl Stahlindustrie Stahlwerk Vorstand Wirtschaft Zahlen
Mehr erfahren
Grafik des geplanten Terminals
31.08.2026

Joint Venture „CarbonBridge“ kartellrechtlich genehmigt

Dieser Meilenstein ebnet den Weg für die Entwicklung des gleichnamigen, deutschlandweit ersten betriebsbereiten CO₂-Exportterminals.

Bremen CO2 Dekarbonisierung Deutschland Emissionen Energie Entwicklung Essen EU Europa HZ Industrie ING Kartellrecht Klima Klimawandel Klimaziel Klimaziele Logistik Messe Nachhaltigkeit Partnerschaft Produktion Produktionsprozess Stahl Stahlindustrie Strategie Transport Umschlag Umwelt Unternehmen Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
Carbon2Chem®-Technikum in Duisburg
19.08.2026

Zehn Jahre Carbon2Chem®

Vom Forschungsprojekt zur Blaupause für klima-neutrale Industrie

2016 Bund Carbon2Chem® CO2 Duisburg Elektrolyse Elektrolyseur Emissionen Energie Energiewirtschaft Entwicklung EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Gesellschaft Industrie Klima Max-Planck-Institut Partnerschaft Produktion Recycling Stahl Stahlproduktion Technik thyssenkrupp Thyssenkrupp nucera Thyssenkrupp Uhde Transformation Transformationsprozess Umwelt Unternehmen Wasserstoff Wirtschaft Zusammenarbeit
Mehr erfahren