thyssenkrupp Automotive Technology richtet sein Fahrwerksgeschäft neu aus. Das Unternehmen bündelt in diesem Bereich seine Kompetenzen für Lenkung, Dämpfung sowie Achs- und Systemlösungen. Mit der jetzt beschlossenen Weiterentwicklung der Organisation verbindet das Unternehmen global gebündelte Technologie- und Entwicklungskompetenzen mit mehr Verantwortung in den Regionen Europa, China und Nordamerika.
Hintergrund sind regional unterschiedliche Markt- und Kundenanforderungen sowie der anhaltend hohe Wettbewerbs- und Kostendruck in der Automobilzulieferindustrie. Mit der neuen Aufstellung will thyssenkrupp Automotive Technology näher an Kunden und Märkte rücken, Verantwortlichkeiten klarer zuordnen und seine Kompetenzen effizienter nutzen.
Forschung und Entwicklung sowie das Produktmanagement werden künftig stärker global organisiert. Die Regionen übernehmen zugleich mehr Verantwortung für Kundenbeziehungen, Projektumsetzung und das operative Geschäft. Damit sollen Entscheidungswege verkürzt und regionale Anforderungen schneller aufgegriffen werden.
„Unsere Kundenmärkte entwickeln sich regional zunehmend unterschiedlich. Deshalb verbinden wir globale Technologie- und Entwicklungskompetenz künftig konsequenter mit Verantwortung vor Ort“, sagt Viktor Molnar, COO von thyssenkrupp Automotive Technology. „Damit wollen wir schneller entscheiden, näher am Kunden agieren und unsere internationalen Kompetenzen effizienter nutzen. So stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit unseres Fahrwerksgeschäfts.“
Die organisatorische Weiterentwicklung des größten Geschäftsbereichs von thyssenkrupp Automotive Technology ist zugleich Teil der strategischen Weiterentwicklung des Segments. Ziel ist es, Automotive Technology als fokussierten, wettbewerbsfähigen und langfristig eigenständigen Automobilzulieferer aufzustellen. Eine wettbewerbsfähige Kostenbasis sowie eine konsequente Ausrichtung an Kunden und Märkten sind dafür wesentliche Voraussetzungen.
Die neue Organisation soll zum 1. Januar 2027 starten. Bis dahin werden Verantwortlichkeiten konkretisiert und die organisatorische Umsetzung vorbereitet.
Strukturelle Anpassungen in Essen und Ennepetal
Mit der organisatorischen Weiterentwicklung sind auch strukturelle und personelle Veränderungen an den Standorten Essen und Ennepetal verbunden. Beide Standorte bündeln wesentliche Kompetenzen des Unternehmens im Dämpfungsgeschäft. Insgesamt geht es dabei um rund 160 bis 180 Stellen. Der Schwerpunkt liegt im Bereich Entwicklung und Engineering; darüber hinaus umfassen die Maßnahmen auch Aufgaben der operativen Steuerung und des Qualitätsmanagements.
Ein wesentlicher Teil der Veränderungen ergibt sich aus der Bündelung und Verlagerung von Aufgaben in bestehende internationale Kompetenzzentren. Daneben sind auch Kapazitätsanpassungen vorgesehen. Die Stoßdämpferproduktion in Ennepetal bleibt von den Maßnahmen unberührt. Die Auswirkungen betreffen beide Standorte in vergleichbarer Größenordnung. Die konkrete personelle Ausgestaltung wird nun mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen beraten.
Essen und Ennepetal bleiben zugleich wichtige Entwicklungs- und Kompetenzstandorte des Fahrwerksgeschäfts. Auch künftig werden dort zentrale Aufgaben in Entwicklung und Engineering sowie bei Kundenprojekten für den europäischen Markt wahrgenommen.
Darüber hinaus verbleiben ausgewählte globale Steuerungsaufgaben an den Standorten.
(Quelle: thyssenkrupp Automotive)
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