Statement
Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl - Bild: Wirtschaftsvereinigung Stahl
04.04.2025

US-Zölle: WV Stahl fordert Reaktion und Dialog

US-Präsident Donald Trump hat die sogenannte „reziproke“ Zölle für alle Handelspartner der USA angekündigt. Zunächst soll am 5. April ein Basiszollsatz von 10 Prozent erhoben werden, und dann am 9. April sollen die länderspezifischen Zölle in Kraft treten. Für Exporteure aus der EU wurde ein Mindestzoll von 20 Prozent veranschlagt.

Dazu Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl:
„Die Ankündigung reziproker Zölle durch die USA ist ein schwarzer Tag für den transatlantischen Handel. Wie kein anderes Land in der EU ist Deutschland vom Export abhängig. Ein Großteil der in die USA gelieferten Güter ist dabei in hohem Maße stahlintensiv.

Diese indirekten Stahlexporte, also die Ausfuhr von Produkten mit hohem Stahlanteil, zum Beispiel in Maschinen oder Werkzeugteilen, betragen 2,4 Millionen Tonnen. Die Stahlindustrie ist damit zum einen durch die Strafzölle auf Stahl und Aluminium betroffen, zum anderen indirekt durch die gegen die Automobilindustrie verhängten Zölle – und nun einmal mehr durch die heutigen US-Maßnahmen.

In der aktuellen Nachfragekrise der Stahlindustrie droht diese rigorose Zollmauer zum Brandbeschleuniger zu werden. Die Europäische Union hat jetzt den Drahtseilakt vor sich, auf die Zollmaßnahmen ge- und entschlossen zu reagieren – aber gleichzeitig den Dialog mit den USA offen zu halten und eine politische Lösung zu finden.

Auf nationaler Ebene ist es nun umso wichtiger, dass die Bundesregierung die im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz bereitstehenden Mittel zeitnah in ein konkretes, schnell wirkendes Infrastrukturpaket überführt, das unserer Konjunktur die so dringend benötigten Impulse geben kann.“

(Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl)

Schlagworte

AluminiumAutomobilBundDeutschlandDrahtDrahtseilEUHandelHZIndustrieINGKlimaKlimaschutzStahlStahlindustrieUSAWirtschaft

Verwandte Artikel

17.02.2026

Stahl Krebs wird Vertriebspartner von Alleima

Der Solinger Stahlhändler nimmt die Premium-Messerstähle des schwedischen Herstellers in sein Sortiment auf

Deutschland Distribution Edelstahl EU IBU Industrie ING Legierungen Lieferung Logistik Messe Nachhaltigkeit Partnerschaft Produktion Schmieden Service Spezialstahl Stahl Stahlherstellung Stahlproduktion Unternehmen USA Vertrieb Zertifikat Zusammenarbeit
Mehr erfahren
17.02.2026

Klöckner & Co SE empfiehlt Annahme des Übernahmeangebotes von Worthington Steel

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Klöckner & Co SE haben am 13. Februar 2026  ihre gemeinsame begründete Stellungnahme zum freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot...

Anlagen Aufsichtsrat Entwicklung Essen EU Finanzierung Gesellschaft Goldman Sachs HZ Inc. ING Kartellrecht Messe Nordamerika Partnerschaft Presse Refinanzierung Service Strategie Swoctem Übernahme Unternehmen USA Vereinbarung Verkauf Vorstand Wirtschaft
Mehr erfahren
Brammen im Werk in Tornio
16.02.2026

Outokumpu: Geschäftsbereich Europa schwächelt

Für Outokumpu endete das Geschäftsjahr schwach, geprägt von Gegenwind im Geschäftsbereich Europa. Das bereinigte EBITDA im Zeitraum Januar–Dezember 2025 betrug 167 Mio. €...

ABB Beizlinie Chrom Dekarbonisierung Deutschland Edelstahl Einsparung Ergebnis EU Finnland Geschäftsjahr Handel IBU ING Investition Krefeld Kreislaufwirtschaft Legierungen Lieferung Machbarkeitsstudie Nachhaltigkeit Optimierung Produktion Restrukturierung Rohstoffe Schweden Stahl Stahlwerk Strategie Studie Unternehmen USA Verkauf Werkstoff Werkstoffe Wettbewerb Wirtschaft Zahlen
Mehr erfahren
Steven Endress (links) wird neuer Präsident des Endress+Hauser Verwaltungsrats und folgt damit auf Matthias Altendorf (rechts). Sandra Genge (Zweite von links) ist zur stellvertretenden Vorsitzenden des Familienrats ernannt worden. Sie soll die Nachfolge von Dr. h. c. Klaus Endress (Zweiter von rechts) antreten, der angekündigt hat, 2027 als Vorsitzender zurückzutreten.
13.02.2026

Wechsel im Endress+Hauser Verwaltungsrat

Der Generationswechsel in der Endress+Hauser Gruppe setzt sich fort. Nun wird es auch an der Spitze des Verwaltungsrats zu einem Wechsel kommen.

Ausbildung Automatisierung Bund Entwicklung Essen EU Generalversammlung Gesellschaft HZ Industrie ING Karriere Schweiz Software Technik Unternehmen USA Verwaltungsrat Weiterbildung Wirtschaft Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Dr. Christian Morawetz, Chief Operating Officer (COO) bei der RATH AG
13.02.2026

Veränderung im Vorstand der Rath AG

Zum 1. Januar 2026 hat Dr. Christian Morawetz (45) die Position des Chief Operating Officer (COO) übernommen.

Aufsichtsrat Automation Dekarbonisierung Energie Energieeffizienz Entwicklung EU Feuerfest Forschung Fraunhofer Industrie ING Innovation Marktbedingungen Produktion Rath AG Schienen Stahl Stahlindustrie Temperatur Transformation Unternehmen Vorstand Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren