Technik
Das Kopernikus-Projekt P2X gibt einen umfassenden Überblick über die deutsche Power-to-X-Landschaft - Foto: Tumisu/Pixabay
08.06.2020

Zukunftstechnologie: Interaktive Datenbank zeigt Power-to-X-Projekte

Forschungsinitiative zur Energiewende

Mehr als 60 Forschungsprojekte und über 30 Industrieanlagen – die Forschung an Power-to-X-Technologien in Deutschland läuft auf Hochtouren. Auch in der geplanten Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung werden Power-to-X-Technologien voraussichtlich eine wichtige Rolle zum Erreichen der Klimaziele einnehmen. Wo stehen Versuchsanlagen? Welche Forschungseinrichtungen und Unternehmen entwickeln Lösungen? Das vom Bundesforschungsministerium geförderte Kopernikus-Projekt P2X gibt einen umfassenden Überblick über die deutsche Power-to-X-Landschaft.

„Power-to-X“ bezeichnet Technologien, mit denen erneuerbare Energie in andere Energieträger wie Wasserstoff und Methan, Chemikalien oder synthetische Kraftstoffe umgewandelt werden kann. Durch sie lässt sich Ökostrom aus Solar- und Windkraftanlagen effizient und über lange Zeit speichern. Power-to-X-Verfahren ersetzen zudem fossile Rohstoffe. Dadurch reduzieren sie Kohlenstoffdioxid-Emissionen und leisten so einen Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Das Potenzial ist groß, die Anwendungsmöglichkeiten sind vielversprechend: Verkehr, Industrie, Wärme – alle diese Sektoren lassen sich dank Power-to-X klimafreundlich gestalten. Entsprechend viele Universitäten, Institute, Unternehmen, Energieversorger und sogar Bürgerinitiativen forschen an der Weiterentwicklung von Power-to-X-Verfahren. So viele, dass zunehmend der Überblick fehlt. Aus diesem Grund hat das vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderte Kopernikus-Projekt P2X die aktuelle Power-to-X-Landschaft interaktiv aufbereitet: In Karten und Tabellen sind zahlreiche wichtige, bereits heute erfolgreiche Power-to-X-Projekte dargestellt. Die Übersicht steht auf der Website der Kopernikus-Projekte kostenlos zur Verfügung. Wer forscht an Lösungen für welches „X“, sprich Gas, Chemikalien, Kraftstoffe und andere? Wo laufen bereits Versuchsanlagen? Wer fördert welches Projekt und welches Förderbudget steckt dahinter? Nach diesen und weiteren Informationen lässt sich die interaktive Datenbank gezielt durchsuchen.

DECHEMA

Über das Kopernikus-Projekt P2X

Die Kopernikus-Projekte bilden eine der größten deutschen Forschungsinitiativen zur Energiewende. Ihr Ziel ist es, eine saubere, sichere und bezahlbare Energieversorgung für Deutschland zu ermöglichen. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) entwickeln sie ganzheitliche Lösungen zum Erreichen der Klimaziele: In allen Projekten arbeiten Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Über zehn Jahre erarbeiten sie bis 2025 klimafreundliche Lösungen bis zur Anwendung im industriellen Maßstab.

Das Kopernikus-Projekt P2X untersucht Technologien, die erneuerbare Energie, CO2 und Wasser in andere Energieformen umwandeln, zum Beispiel in Kraft- und Kunststoffe, in Gase, Chemikalien und Kosmetika. Das Projekt wird von der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., der RWTH
Aachen University und dem Forschungszentrum Jülich koordiniert. 42 Partner aus Industrie, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen sind an dem Vorhaben beteiligt.

Schlagworte

EnergieForschungKlimaschutz

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