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Die Gläserne Manufaktur in Dresden - Photo: Volkswagen AG
05.01.2026

Ende der Fahrzeugproduktion am VW-Standort Dresden

Volkswagen hat im Dezember 2025 die Weichen für die Neuausrichtung der Gläsernen Manufaktur Dresden (GMD) gestellt: Gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und der Technischen Universität Dresden will das Unternehmen am Standort ab dem Jahr 2026 einen Innovationscampus für zentrale Technologiefelder aufbauen, darunter Künstliche Intelligenz, Robotik, Mikroelektronik und Chip-Design. Dafür haben die beteiligten Parteien noch im Dezember 2025 eine entsprechende Absichtserklärung, einen sogenannten Letter of Intent (LoI), unterzeichnet. Dieser sieht unter anderem vor, dass Volkswagen der TU Dresden umfangreiche Flächen in der Manufaktur bereitstellt. Insgesamt investieren beide Partner in den kommenden sieben Jahren mehr als 50 Millionen Euro in Forschung, Technologieentwicklung sowie vier neue Stiftungsprofessuren. Darüber hinaus bleibt die Manufaktur als Auslieferungs- und Forschungsstandort sowie Erlebniswelt von Volkswagen erhalten.

Thomas Schäfer, CEO der Marke Volkswagen: „Wir haben uns die Entscheidung, die Fahrzeugproduktion in der Gläsernen Manufaktur nach mehr als 20 Jahren zu beenden, nicht leicht gemacht. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten war sie jedoch zwingend erforderlich. Umso wichtiger ist es, dass wir in den vergangenen Monaten ein tragfähiges Zukunftskonzept für den Standort entwickeln konnten – mit einer klaren Perspektive für die kommenden Jahre. Gemeinsam mit der TU Dresden verwandeln wir die Manufaktur in einen Ort, an dem Mobilität, Technologie und Wissenschaft zusammenkommen.“

Der Zeitplan für die Gläserne Manufaktur sieht vor, dass ab Januar 2026 zunächst die Fertigungslinie des VW ID.3 zurückgebaut wird. Zudem wird der Umbau des Gebäudes zum Innovationscampus vorbereitet. Mitte 2026 starten die ersten gemeinsamen Forschungsprojekte mit der Technischen Universität, ab 2027 beginnt der Regelbetrieb. Perspektivisch wird die TU Dresden knapp die Hälfte der Flächen der Gläsernen Manufaktur nutzen.

Zu Beginn des Jahres werden vorerst alle dann noch 230 GMD-Beschäftigten ihren Arbeitsplatz in Dresden haben. Durch das Ausscheiden älterer Mitarbeiter wird diese Zahl in den kommenden Jahren weiter sinken. Den Beschäftigten, deren Tätigkeiten im Laufe der kommenden Monate und Jahre entfallen, bietet das Unternehmen sozialverträgliche Alternativen an, etwa einen Wechsel an die beiden anderen Standorte in Sachsen - Zwickau und Chemnitz oder Altersteilzeitregelungen und Aufhebungsverträge. Außerdem haben die Beschäftigten die Möglichkeit, ins VW-Stammwerk nach Wolfsburg zu wechseln.

Die Produktion in der von Architekt Gunter Henn entworfenen Gläsernen Manufaktur Dresden begann 2002 mit dem Phaeton, der hier bis 2016 montiert wurde. Danach folgte der e-Golf von 2017 bis 2020. Mit dem Start der Produktion des vollelektrischen ID.3 im Januar 2021, die nun nach fünf Jahren endete, hatte sich die Gläserne Manufaktur Dresden zum „Home of ID.“ weiterentwickelt.

Bereits etwa ein Jahr zuvor hatte Volkswagen beschlossen, die Fahrzeugfertigung in Dresden zum Jahresende 2025 auslaufen zu lassen. Im Gegenzug wurde für alle Beschäftigten der Volkswagen AG und Volkswagen Sachsen GmbH eine Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2030 vereinbart.

Deutschlandweit werden die technischen Produktionskapazitäten bei VW bis 2028 um mehr als 730.000 Fahrzeuge pro Jahr reduziert. Zudem hatten sich Unternehmen und Betriebsrat darauf geeinigt, an den deutschen Volkswagen Standorten bis zum Jahr 2030 sozialverträglich 35.000 Arbeitsplätze abzubauen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Marke sicherzustellen.

(Quelle: Volkswagen AG)

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