Unternehmen
Photo: Tenova
19.10.2022

ArcelorMittal beginnt mit dem klimafreundlichen Umbau des Standorts Dofasco in Kanada

ArcelorMittal hat am 13. Oktober in Anwesenheit von Vertretern der Regierungen Kanadas und Ontarios den Startschuss für sein 1,8 Milliarden CAD$ teures Dekarbonisierungsprojekt für ArcelorMittal Dofasco in Hamilton (Ontario) gegeben. Die Regierungen Kanadas und Ontarios haben sich mit 400 bzw. 500 Mio. CAD an den Gesamtkosten des Projekts beteiligt.

Das Projekt wird die Art und Weise der Stahlerzeugung bei ArcelorMittal Dofasco grundlegend verändern, indem der Standort auf die Stahlerzeugung durch Direktreduktion und Elektrolichtbogenofen umgestellt wird. Diese Verfahren weisen einen wesentlich geringeren CO2-Fußabdruck als die bisher eingesetzten Hochöfen und Konverter auf und tragen dazu bei, dass künftig keine Kohle mehr für den Verhüttungsprozess eingesetzt wird.

Tenova liefert ArcelorMittal eine DRI-Anlage mit einer Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen pro Jahr

Tenova wurde von ArcelorMittal Dofasco mit der Planung und Lieferung einer wasserstofftauglichen ENERGIRON®-Direktreduktionsanlage mit einer Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen Eisenschwamm (DRI) pro Jahr beauftragt, die in Hamilton, Kanada, errichtet werden soll. Die ENERGIRON®-Technologie, die gemeinsam von Tenova und Danieli entwickelt wurde, ist die flexibelste DR-Technologie für die Produktion von metallischen Rohstoffen im Hinblick auf die Nutzung von Synthesegasen und ist bereits darauf ausgelegt, die CO2-Emissionen maximal zu reduzieren. Die neue ENERGIRON®-Anlage wird in der Lage sein, sowohl Erdgas (NG) wie auch Wasserstoff in einem beliebigen Mischungsverhältnis als Reduktionsmittel zu verwenden. Die Technologie ist in der Lage, CO2 abzuscheiden und zu nutzen, wodurch die CO2-Emissionen der Anlage insgesamt weiter reduziert werden und eine zusätzliche Einnahmequelle für den Betrieb der Anlage entsteht. Die Anlage wird heiße DRI-Pellets produzieren, die über das bewährte HYTEMP, ein pneumatisches Transportsystem, zum Schmelzwerk transportiert werden, das sich neben der Direktredutktionsanlage befinden wird.  

Das Projekt, eine Partnerschaft zwischen ArcelorMittal und den Regierungen von Kanada und Ontario, die erstmals im Juli letzten Jahres angekündigt wurde, wird eine wichtige Rolle dabei spielen, dass das Unternehmen in diesem Jahrzehnt Fortschritte bei seinen Dekarbonisierungsbemühungen macht. Es gehört zum Programm von ArcelorMittal, die CO2-Fußabdruck des von ihm produzierten Stahls bis 2030 um 25% zu reduzieren. Es zeigt auch die Kraft öffentlicher und privater Partnerschaften zur Beschleunigung des Fortschritts, der von entscheidender Bedeutung ist, wenn das Ziel, den durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen, erreicht werden soll.

(Quelle: ArcelorMittal, Tenova)

Schlagworte

ArcelorMittalCO2DanieliEUINGTransport

Verwandte Artikel

01.04.2026

Elektrisch beheizter Schmiedeofen

Im Zuge der Modernisierung und Dekarbonisierung wurde ein Schmiedeofens bei Finkl Steel von fossiler auf elektrische Energie umgestellt.

Anlagen Brenner Bund CO2 CO2-Emissionen Dekarbonisierung Einsparung Elektrifizierung Elektrolichtbogenofen Emissionen Energie Energieeffizienz Erdgas Essen EU Feuerfest Forschung Handel IMU Inbetriebnahme ING Innovation Keramik Konstruktion Lehrstuhl Lichtbogenofen Machbarkeitsstudie Modernisierung Presse Produktion Schmieden SSAB Stahl Stahlerzeugung Steuerung Studie Swiss Steel Group Temperatur Transformation Umwelt Unternehmen USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
31.03.2026

VDE-Hinweis zu Netzrückwirkungen kommt Elektrostahlwerken entgegen

Eine jetzt veröffentlichte Broschüre von VDE FNN ist eine wertvolle Unterstützung für den Netzanschluss von elektrischen Anlagen mit EAFs größerer Leistung

Anlagen Elektrostahlwerk Elektrotechnik EU Industrie Klima Lichtbogenofen Netzanschluß Neubau Produktion Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Strategie Technik Transformation VDEh
Mehr erfahren
31.03.2026

Weltleitmessen wire und Tube trotzen wirtschaftlichen Herausforderungen

Wer die Zukunft unserer Industrien aktiv mitgestalten, internationale Märkte erschließen und technologische Trends aus erster Hand erleben will, der kommt im April zu den...

Anlagen BRIC Draht Düsseldorf Edelstahl Energie Essen EU Handel Industrie ING Innovation Investition Kabel KI Konferenz Messe Partnerschaft Produktion Rohre Stahl Technik Tube USA Wasserstoff Wasserstofftechnologie Werkstoff Werkstoffe Wire Wirtschaft
Mehr erfahren
: Clarissa Odewald (CEO von thyssenkrupp Rasselstein) mit der neuen Weißblechdose aus bluemint® Steel
30.03.2026

Henkel setzt auf CO₂-reduzierte Verpackung aus CO2-reduziertem Stahl

Der Verpackungsstahlhersteller thyssenkrupp Rasselstein unterstützt Henkel bei der weiteren Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks seiner Verpackungen.

Blech Deutschland Emissionen EU Hochofen Industrie ING Klima Metallverpackung Nachhaltigkeit Recycling Rohstoffe Schrott Stahl Stahlherstellung Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Rasselstein Transformation Unternehmen USA Verpackungsstahl Zusammenarbeit
Mehr erfahren