Wirtschaft News Statement
Photo pixabay
18.11.2020

EU muss eine verlässliche Perspektive für Klimaschutz-Investitionen in der Stahlindustrie sicherstellen

Im Vorfeld des EU-Wettbewerbsrats am 19.11.2020 haben sich die Wirtschaftsminister der Europäischen Union auf industriepolitische Schlussfolgerungen verständigt, die auch die Rahmenbedingungen für eine Transformation in Richtung grüner Produktionsverfahren am Industriestandort Europa in den Blick nehmen.

Für Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, ein zentrales Anliegen der EU-Ratspräsidentschaft:

„In seinen Schlussfolgerungen betont der EU-Wettbewerbsrat die Bedeutung der energieintensiven Industrien zum Erreichen der Klimaziele. Vor allem die Stahlindustrie, auf die rund 30 Prozent der industriellen Emissionen entfällt, kann durch eine Umstellung auf CO2-arme Verfahren einen entscheidenden Beitrag leisten. Dafür braucht es jedoch politische Entscheidungen, die den Unternehmen verlässliche Perspektiven geben.“

 Die für die Stahlindustrie in Deutschland zentralen Rahmenbedingungen für eine Transformation in Richtung grüner Stahlproduktion, sind im „Handlungskonzept Stahl“ der Bundesregierung adressiert. Dazu gehört neben dem Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft besonders die Förderung von Klimaschutz-Investitionen. Die Nachfrage nach grünem Stahl aus Europa sollte zudem durch entsprechende Leitmärkte angeregt werden.

„Es braucht nun auch seitens der EU eine Initiative, welche die besonderen Herausforderungen der energieintensiven Branchen wie der Stahlindustrie in den Blick nimmt. Zudem müssen Programme und Maßnahmen auf nationaler und EU-Ebene eng miteinander koordiniert werden, damit eine effiziente Verwendung der für die Transformation erforderlichen Mittel erfolgen kann. Dies ist eine Voraussetzung, um den Weg in eine klimaneutrale Wirtschaft erfolgreich beschreiten zu können“, erklärt Kerkhoff weiter.

 Eine besondere Rolle kommt in diesem Zusammenhang der Ausgestaltung des EU-Beihilferechts zu.

Dazu der Verbandspräsident: „Die aktuelle Rechtslage gibt nationalen Initiativen nicht ausreichend Spielraum, um die Transformation rechtssicher und in hinreichendem Umfang zu fördern. Investitionen in Klimaschutz werden unter diesen Bedingungen nicht stattfinden können. Die Überarbeitung der Energie- und Umweltbeihilfen im kommenden Jahr muss daher genutzt werden, um die beihilferechtlichen Voraussetzungen für den Green Deal zu schaffen.“

(Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl)

Schlagworte

KlimapolitikKlimaschutzWV Stahl

Verwandte Artikel

20.01.2026

thyssenkrupp erneut ausgezeichnet

Zum zehnten Mal in Folge hat die weltweit führende, gemeinnützige Umweltorganisation CDP thyssenkrupp in ihrem renommierten Klimaschutz-Ranking mit der Bestnote ausgezeic...

Anlagen Auszeichnung CDP CO2 CO2-Emissionen Dekarbonisierung Deutschland Direktreduktion DSV Duisburg Elektrolyse Emissionen Energie Energiewende Ergebnis Essen EU Handel Industrie ING KI Klima Klimaschutz Ltd Nachhaltigkeit Partnerschaft Patent Produktion Produktionsprozess Stahl Thyssenkrupp AG Thyssenkrupp nucera Transformation Umwelt Unternehmen Vorstand Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
Top beim Klimaschutz: Salzgitter AG erhält erneut die Bestnote im CDP-Rating
20.01.2026

Salzgitter erhält erneut die Bestnote „A“ im CDP-Rating

Die Salzgitter AG ist von der renommierten globalen Non-Profit- Organisation CDP mit der Bestnote „A“ für ihr Engagement im Bereich Klimaschutz ausgezeichnet worden – zum...

2016 CDP CO2 Deutschland DSV EU HZ Industrie ING Innovation KI Klima Klimaschutz Klimaziel Klimaziele Ltd Nachhaltigkeit Partnerschaft Stahl Stahlerzeugung Stahlherstellung Strategie Transformation Umwelt Unternehmen USA Vorstand Wasserstoff Wasserstoffbasiert Wettbewerb Zusammenarbeit
Mehr erfahren
3D-Grafik des Anlagenkonzepts im SALCOS-Programm der Salzgitter AG
09.01.2026

Zweiter Förderwettbewerb für innovative Dekarbonisierungsprojekte gestartet

Das Bundeministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat einen zweiten Förderaufruf im Rahmen der Richtlinie „Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK)“ gestartet

Anlagen Bund CO2 CO2-Emissionen Dekarbonisierung Deutschland Elektrifizierung Emissionen Energie Entwicklung EU EU-Kommission Finanzierung Förderung Forschung Forschungsprojekt Gesellschaft Industrie Investition Klima Klimaschutz Klimaziel Klimaziele Ministerium für Wirtschaft Produktion Stahl Transformation Umwelt Unternehmen Veranstaltung Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsminister Wirtschaftsvereinigung Workshop
Mehr erfahren
ROGESA Hochofen 5 in Dillingen
23.12.2025

SHS-Gruppe wieder in der A-Liste der Umweltschutzorganisation CDP

Carbon Disclosure Project (CDP) zeichnet die SHS-Gruppe erneut für verantwortungsbewusstes Handeln im Bereich Klimaschutz aus

CDP CO2 Dekarbonisierung Dillinger Energie EU Gesellschaft Handel Klima Klimaschutz Ltd Nachhaltigkeit Produktion Saarstahl Stahl Stahlproduktion Strategie Transformation Umwelt Umweltschutz Unternehmen Vorstand
Mehr erfahren
Von links: Thomas Micka (LENA), Dr.-Ing. Franziska Sondej (Fraunhofer IFF), Dr.-Ing. Robert Kühn (Geschäftsführer ILG Ilsenburger Grobblech GmbH), Staatssekretärin Stefanie Pötzsch, Staatssekretär Thomas Wünsch, Dirk Trappe (LENA)
20.12.2025

Initiative zur industriellen Transformation der Wirtschaft in Sachsen-Anhalt

Der SETUp-Verbund sendet ein geschlossenes Signal, wie energieintensive Industrien künftig resilienter, wettbewerbsfähiger und klimafreundlicher aufgestellt werden können

ABB Automatisierung Blech Bund Elektrifizierung Emissionen Energie Energieeffizienz Entwicklung Erdgas Ergebnis EU Forschung Fraunhofer Grobblech Handel HZ Ilsenburger Grobblech GmbH Industrie ING Innovation Investition KI Klima Klimaschutz Kooperation Kreislaufwirtschaft Optimierung Politik Produktion Sachsen Salzgitter Salzgitter AG Stahl Stahlindustrie Transformation Umwelt Unternehmen USA Walzwerk Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsstandort Zahlen Zukunftstechnologie Zusammenarbeit
Mehr erfahren