Trendthema
Photo: Dirk Martin, SHS - Stahl-Holding-Saar
21.11.2025

LESS-Zertifizierung für Saarstahl-Produkte

Die Saarstahl Aktiengesellschaft (Saarstahl) zertifiziert erfolgreich erste CO2-reduzierte Produkte nach dem „Low Emission Steel Standard“ (LESS). Der Standard ermöglicht eine Klassifizierung von CO2-reduziertem Stahl und die bessere Vergleichbarkeit verschiedener Stahlprodukte bezüglich ihrer Emissionslast. Für die Produktgruppen Stabstahl, Walzdraht und Schiene erhält Saarstahl von LESS AISBL die Zertifizierung „Low Emission C“.

„Damit erhält die Schiene von Saarstahl eine weitaus bessere Einstufung als die über die Hochofenroute hergestellten Produkte (Level E).“ Die Verifizierung der CO2-reduzierten Produkte erfolgte über den TÜV Nord als unabhängiges Prüfinstitut. Der Rohstahl für diese Produkte wird über die Elektrolichtbogenroute und den Einsatz von Schrott im Werk Saarstahl Ascoval (Saint-Saulve, Frankreich) hergestellt.

„Die LESS-Zertifizierung für die CO2-reduzierten Saarstahl-Produkte zeigt, dass Saarstahl bereits jetzt konsequent auf klimafreundliche Stahlerzeugung setzt und schon entsprechende Produkte anbieten kann.“ sagt Transformationsvorstand Jonathan Weber.

„Mit der Umsetzung unseres Dekarbonisierungsprojektes Power4Steel und unter dem Einsatz von Wasserstoff werden wir zukünftig auch über die DRI-/Elektroofenroute CO2-reduzierte Produkte herstellen können.“

Die nun zertifizierten Saarstahl-Produkte werden unter den Marken S-PURE+ Bar Steel (Stabstahl), S-PURE+ Wire Rod (Walzdraht) sowie S-PURE+ Rail (Schiene) geführt.

Das LESS-Klassifizierungssystem wurde von der Wirtschaftsvereinigung Stahl und den Gründungsmitgliedern von LESS im Rahmen eines Stakeholderpozesses zu Leitmärkten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz entwickelt. Die Verifizierung der Stahlprodukte in das sechsstufige Bewertungssystem (Stufen E bis A und „Near Zero“) erfolgt anhand ihrer Emissionslast und ihrer Schrottanteile.

Hierbei begünstigen die fortlaufenden Transformationsaktivitäten, wie zum Beispiel die zunehmende Nutzung von erneuerbarer Energie, eine sich verbessernde Klassifizierung. LESS steigert somit die Transparenz des produktbezogenen Transformationsfortschritts. Zur wirksamen Umsetzung bedarf es in Europa jedoch dringend grüner Leitmärkte, die nachhaltige Produkte gezielt fördern.

Die SHS-Gruppe – zu der Saarstahl als auch Dillinger (Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke) gehören – strebt nach erfolgreicher Umsetzung des Dekarbonisierungsprojekts Power4Steel eine weitere Verbesserung im LESS-Klassifizierungssystem an. Das Projekt sieht eine klimafreundliche Stahlproduktion über die Direktreduktions- und Elektrolichtbogenroute unter Einsatz von Wasserstoff vor.

(Quelle: SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA)

Schlagworte

BundCO2DekarbonisierungDillingerDirektreduktionDrahtEnergieEUFrankreichGesellschaftHochofenINGKlimaKlimaschutzProduktionSaarstahlSaarstahl AscovalSchrottSHSStabstahlStahlStahlerzeugungStahlproduktionTransformationVorstandWasserstoffWireWirtschaft

Verwandte Artikel

Im Foyer des Eingang Nord wendet sich die High Potential Area speziell an den Nachwuchs
10.03.2026

wire & Tube 2026 mit High Potential Area und ecoMetals

Das Düsseldorfer Fachmesseduo präsentiert zwei Initiativen, die es in sich haben

Draht Düsseldorf Industrie Kabel Messe Nachwuchs Rohstoffe Stabstahl Tube Unternehmen
Mehr erfahren
Rechtsanwältin Melina Jenkner von Heidemann Küthe Rechtsanwälte
09.03.2026

HOK Maschinenbau übernimmt Vermögenswerte der SCHUBERT GROUP

Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt die HOK Maschinenbau GmbH aus Hückeswagen im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Vermögenswerte sowohl der Schubert Maschinen-...

Anlagen Anlagenbau Automation Automobil Bonn Bund Deutschland Energie Ennepetal Erfolgsfaktor Ergebnis Essen EU Gesellschaft Handel Industrie ING KI Lieferung Mannheim Maschinenbau Messtechnik Metallverarbeitung Modernisierung Optimierung Presse Pressen Reparatur Restrukturierung Sanierung Service Stabstahl Stahl Steuerung Technik TEMA Umformen Umformtechnik Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren
09.03.2026

wire 2026 mit prallem Forumsprogramm

Als Teil des Rahmenprogramms der Fachmesse für Draht und Kabel sind auf der ‚Forum Stage Cable & Wire‘ spannende Tagesforen und Diskussionsrunden geplant

Anlagen Anlagenbau Draht Entwicklung Essen EU Industrie Innovation Italien Kabel Messe Nachhaltigkeit Tube USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren
Primetals Technologies wird eine Pelletieranlage, drei Pfannenöfen und zwei RH-Entgaser an SAIL IISCO liefern. Das Foto zeigt Vertreter beider Unternehmen bei der Vertragsunterzeichnung.
05.03.2026

SAIL IISCO kooperiert mit Primetals Technologies

Steel Authority of India Limited (SAIL), ein führender indischer Stahlproduzent, erweitert sein IISCO-Stahlwerk in Burnpur und wählte dafür Primetals Technologies als Lie...

Anlagen Antrieb Deutschland Digitalisierung Draht EU Greenfield-Projekt HZ Indien Industrie ING KI Legierungen Lieferung Ltd Ltd. Metallurgie Optimierung Partnerschaft Primetals Produktion Prozessoptimierung Sensoren Spezialstahl Stahl Stahlindustrie Stahlwerk Steuerung Temperatur Unternehmen USA Vakuumpumpe Zusammenarbeit
Mehr erfahren