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Im Rotating Equipment Performance Center von SKF laufen die Daten der Zustandsüberwachung zusammen - Bild: SKF/Holger Laschka
10.07.2025

Neue Zustandsüberwachung vermeidet Stillstände

Gleich zweimal „Glück im Unglück“ hatte die C.D. Waelzholz GmbH & Co. KG über den Jahreswechsel 2024/25 – dank neu installierter Hard- und Software von SKF für die Maschinenzustandsüberwachung. Wenige Wochen nach der Bestückung eines stark beanspruchten Quarto-Walzgerüsts mit drahtlosen Sensoren schlug die SKF-Überwachungssoftware Observer zweimal Alarm. Und beide Male konnten längere Stillstandzeiten oder gar größere Schäden im Werk rechtzeitig vermieden werden.

Rückblick: Das SKF-Kompetenzteam hatte schon lange nach einem passenden Setup für die anspruchsvolle Umgebung im Hagener Kaltzwalzwerk der Waelzholz Gruppe gesucht. In den einzelnen Gerüsten dort haben Wälzlager aufgrund der hohen Walzkräfte und des hochfesten Materials, das dort kalt bearbeitet wird, eine vergleichsweise geringe Lebensdauer.

Diese möglichst exakt zu prognostizieren und ungeplante Ausfälle mit längeren Maschinenstillständen zu vermeiden waren das Hauptziel der jüngsten Maßnahme zur Zustandsüberwachung.

Vier robuste drahtlose Sensoren direkt an den vierreihigen Kegelrollenlagern im Walzgerüst und ein WLAN-Datensammler in unmittelbarer Nähe liefern Zustandsdaten in Echtzeit an das SKF Rotating Equipment Performance Überwachungscenter. Die dort erstellten automatischen und manuellen Analysen werden dem Kunden sowohl per App auf dessen Mobilfunkgeräten als auch über die Anwendersoftware SKF Observer zur Verfügung gestellt.

Erster Alarm nach sechs Wochen

Sechs Wochen nach Inbetriebnahme schlug das System erstmals Alarm. Erkannt wurden erste, noch feine Ausschläge im Schwingungslevel des Gerüsts. Wenige Zeit später konnte vor Ort auch ein erhöhter Geräuschpegel wahrgenommen werden.

Ursache war eine der Walzen, deren Lauffläche Beschädigungen an der Oberfläche aufwies. Dauerhaft hätte dies die Produktqualität beeinflusst und einen Lagerschaden nach sich gezogen. In diesem Fall konnte das Lager gerettet werden noch bevor der Schaden vor Ort augenscheinlich geworden war.

Nach einer Betriebspause über Weihnachten die nächste Alarmierung des Überwachungssystems: Erneut wurde ein erhöhtes Schwingungslevel registriert und der Kunde unmittelbar verständigt. Dieses Mal wurde das Wälzlager ausgebaut und inspiziert.

An einem halben Dutzend der Wälzkörper hatte sich während der Standzeit im Dezember Stillstandskorrosion festgesetzt. Auch in diesem Fall hätte ein weiterer Betrieb zu einem Lagerschaden und längerem Maschinenausfall geführt. So aber konnten die Rollen wiederaufbereitet und das Lager erfolgreich für den fortgesetzten Betrieb rekonditioniert werden.

Waelzholz wird Weg mit SKF weitergehen

Benjamin Michael, SKF Key Account Manager im Bereich Metals, ist sich sicher:
„Wenn wir binnen weniger Wochen zwei beginnende Schäden frühzeitig feststellen und Folgeschäden vermeiden konnten, dann haben wir bei einem fabrikweiten Einsatz der SKF-Zustandsüberwachung ein riesiges Potenzial, um dem Kunden Geld zu sparen und die Maschinenlaufzeit erheblich zu erhöhen.“

Auch bei Waelzholz ist man von den ersten Ergebnissen angetan.

Joachim Krah, verantwortlich für die mechanische Instandhaltung am Standort Plettenberg, erklärt:
„Wir werden diesen vielversprechenden Weg mit SKF weitergehen und so die Produktivität in unserem Werk weiter steigern.“

(Quelle: SKF)

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