Unternehmen News
Tobias Stittgen (links) und Thomas Horr, die beiden Geschäftsführer der ponticon GmbH, vor einem pE3D System, das in Kürze auf der Formnext in Frankfurt präsentiert wird. - Photo: Ponticon
06.10.2021

Neues Verfahren beschleunigt die Entwicklung neuer, AM-spezifischer Werkstoffe

Hunderte neue Legierungsvarianten an einem Tag screenen

Auf der Formnext stellt Ponticon das pontiMAT Verfahren zur Entwicklung neuer metallischer Werkstoffe für die Additive Fertigung vor.

Es macht erstmals die Herstellung und Erprobung unterschiedlichster Legierungsvarianten innerhalb kürzester Zeit möglich. Mit dem pontiMAT Verfahren können anwendungsspezifische Werkstoffe sehr schnell und mit geringstem Ressourceneinsatz hergestellt und erprobt werden. Es bietet maximale Flexibilität bei der Auswahl der metallischen Legierungselemente und gezielt einstellbare Abkühlraten. So eignet es sich besonders für die Entwicklung neuartiger Werkstoffe für die Additive Fertigung.

Basis des neuen Verfahrens ist das Extreme Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschweißen (EHLA)-3D-Verfahren, das ponticon in enger Zusammenarbeit mit dem Aachener Fraunhofer Institut für Lasertechnik ILT und dem Lehrstuhl Digital Additive Production (DAP) der RWTH Aachen entwickelt und jetzt zur Marktreife gebracht hat. Das neue Verfahren bietet zum einen hohe Flexibilität bei der Mischung unterschiedlicher Legierungskomponenten.

Zum anderen realisiert das für das Verfahren eingesetzte pE3D System im Erstarrungsprozess Abkühlraten zwischen 100 K/s und 10 Millionen K/s. So kann das Gefüge in bisher ungekannt weiten Grenzen beeinflusst werden. Für die Entwicklung anwendungsspezifischer Legierungen stellt das System auf einem Substrat innerhalb kürzester Zeit mehrere Probekörper von beispielsweise 1 cm³ Volumen her, die metallurgisch analysiert werden. Auf diese Weise ist es möglich, pro Tag Hunderte Legierungsvarianten in einem agilen Ansatz zu verarbeiten und anschließend deren Eigenschaften zu erproben, eine drastische Reduktion des Aufwandes im Vergleich mit den bisher üblichen schmelzmetallurgischen Methoden.

Tobias Stittgen, Geschäftsführer der ponticon GmbH, sieht hohen Nutzen für seine Kunden: „Von der Konstruktion her sind viele Bauteile schon heute für die Additive Fertigung optimiert. Ein deutlich größeres Potenzial bei der Verbesserung der Funktionalität steckt jedoch im Werkstoff. Wenn unsere Kunden mit pontiMAT bei geringem Aufwand eine neue, AM-spezifische Legierung entwickeln, holen sie nicht fünf oder zehn Prozent, sondern eher um 50 Prozent verbesserte Einsatzeigenschaften heraus.“

(Quelle: ponticon GmbH / VIP Kommunikation)

Schlagworte

Additive FertigungEntwicklungEUFraunhoferINGKonstruktionLegierungenLehrstuhlPonticonRWTHRWTH AachenTechnikUSAWerkstoffWerkstoffeZusammenarbeit

Verwandte Artikel

Carbon2Chem®-Technikum in Duisburg
19.08.2026

Zehn Jahre Carbon2Chem®

Vom Forschungsprojekt zur Blaupause für klima-neutrale Industrie

2016 Bund Carbon2Chem® CO2 Duisburg Elektrolyse Elektrolyseur Emissionen Energie Energiewirtschaft Entwicklung EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Gesellschaft Industrie Klima Max-Planck-Institut Partnerschaft Produktion Recycling Stahl Stahlproduktion Technik thyssenkrupp Thyssenkrupp nucera Thyssenkrupp Uhde Transformation Transformationsprozess Umwelt Unternehmen Wasserstoff Wirtschaft Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Die Stahlproduktion in Kryvyi Rih
19.08.2026

ArcelorMittal bestätigt Angriff auf Standort Kryvyi Rih

ArcelorMittal bestätigt, dass sein ukrainischer Standort ArcelorMittal Kryvyi Rih am Wochenende von einem Raketenangriff getroffen wurde.

Anlagen Energie EU Hochofen ING Produktion Produktionsprozess Stahl Unternehmen
Mehr erfahren
Andreas Betzler leitet als Sprecher der Geschäftsführung das neu formierte Führungsteam
18.08.2026

HKM-Geschäftsführung neu aufgestellt

Andreas Betzler leitet als Sprecher der Geschäftsführung das neu formierte Führungsteam der Hüttenwerke Krupp Mannesmann

Bramme Deutschland Duisburg Elektrolichtbogenofen Entwicklung Geschäftsführung Hüttenwerk Industrie Lichtbogenofen Nachhaltigkeit Neubau Produktion Salzgitter Salzgitter AG Stahl Stahlerzeugung Stahlindustrie Technik Transformation Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren
(v. l.) Franz Gebetsroither (MSF), Christoph Jünger (UNICEF), Herbert Eibensteiner, Stefan Fritz (Hilfswerk International) und Peter Kaiser (ÖRK)
18.08.2026

voestalpine sammelt für internationale Hilfsprojekte

Bereits zum vierten Mal beteiligten sich die Mitarbeiter des Stahlkonzerns aus 45 Ländern weltweit an einer internationalen Bewegungsinitiative und sammelten so 700.000...

Ergebnis EU Handel Indien ING KI Spende Stahl Voestalpine AG
Mehr erfahren
Von links: Luca Spaziani (SMS group), Chandler Ault (Hybar LLC), Filippo Verlezza (SMS group), John Moore (Hybar LLC), Shaun Nagy (Hybar LLC), Andrea Gallina (SMS group), Brett Doolittle (Hybar LLC), Mario Fabro (SMS group), Carlo Cascino (SMS group) Vorne von links: Sam Fowler (Hybar LLC), Dave Rigby (SMS group)
17.08.2026

Hybar vergibt Auftrag für zweites Walzwerk

Hybar LLC hat SMS group erneut mit der Lieferung einer Anlage auf Basis der Continuous Minimill Technology (CMT® 550) für seinen Stahlwerkskomplex in Osceola, Arkansas (U...

Anlagen Architekt Architektur Betonstahl Coils Elektrolichtbogenofen Emissionen Energie EU HZ Inbetriebnahme ING KI Langprodukte Lichtbogenofen Lieferung Logistik Messe Optimierung Partnerschaft Pfannenofen Produktion Produktionsprozess Prozessoptimierung Recycling Schmelze Schrott SMS SMS group Stabstahl Stahl Stahlherstellung Stahlproduktion Stahlwerk Transport Unternehmen USA Walzen Walzwerk
Mehr erfahren