Unternehmen Trendthema
Offshore Windpark Hornsea One baut auf Grobblech von Dillinger - Photo: Ørsted
21.10.2020

Offshore Windpark Hornsea One baut auf Grobblech von Dillinger

Stahl für grüne Energie:

Mit einer Leistung von 1,2 Gigawatt zählt der britische Offshore Windpark Hornsea One zu den leistungsstärksten der Welt und gilt als Wegbereiter für die Energiewende. Dabei baut der Windpark auf Stahl aus Dillingen: Für die Monopile-Gründungsstrukturen lieferte Dillinger ca. 99.000 Tonnen Grobbleche.

Die Inbetriebnahme des Offshore Windparks vor der Küste Großbritanniens in der Nordsee ist zukunftsweisend für die Produktion von grünem Strom: Hornsea One von Ørsted ist der erste Windpark der Welt mit einer Leistung von über 1 Gigawatt. Er erzeugt jährlich eine so große Menge an Windstrom, dass eine Million Haushalte in Großbritannien mit grünem Strom versorgt werden könnten.

„Stahl ist für die nachhaltige Gewinnung von erneuerbaren Energien unverzichtbar“, so Tim Hartmann, Vorstandsvorsitzender von Dillinger. „Ohne Stahl gibt es keine grüne Energie.“

Dillinger produziert bereits heute die für die Energie- und Klimawende notwendigen Stähle. Beispiele für die Anwendung von Stahl sind neben der Offshore Windkraft auch die Onshore-Windkraft, Stahlwasserbau und Stähle für anspruchsvolle Infrastrukturprojekte.

120 km vor der Ostküste Großbritanniens gelegen, ist Hornsea One weiter vom Festland entfernt als jeder andere bisher fertig gestellte Offshore Windpark. Der Park erstreckt sich mit insgesamt 174 7-Megawatt-Windturbinen über eine Fläche von 407 km2 und ist damit größer als die Insel Malta.

Und auch die Dimensionen der Windturbinen beeindrucken: Sie ragen rund 190 Meter in den Himmel, die Rotorblätter sind 75 Meter lang und mit einem Rotordurchmesser von 154 Meter sind die Windturbinen im Durchmesser größer als das Riesenrad London Eye.

Für die Monopile Gründungsstrukturen wurde dabei auf Stahl von Dillinger gesetzt: Die Windturbinen stehen in Wassertiefen von bis zu 40 Meter auf Monopile-Fundamenten mit Durchmessern bis zu 8,1 Meter und einem Gewicht von jeweils 900 Tonnen. Für diese lieferte Dillinger ca. 99.000 Tonnen thermomechanisch gewalzte Grobbleche in Dicken von 30 bis 90 mm.

„Es ist unser Ziel, Stahl auf die modernste und nachhaltigste Weise herzustellen und damit unseren Beitrag für die Energiewende zu leisten“, betont Tim Hartmann. „Stahl ist der Werkstoff der Energie- und Mobiltätswende und es ist daher zwingend notwendig, dass die Rahmenbedingungen für unseren Stahl in Europa noch in diesem Jahr absolut fair gestaltet werden.“ Er fordert weiter. „Hierzu gehören verlässliche politische Rahmenbedingungen wie ein fairer Außenhandelsrahmen, Unterstützung bei der Transformation zur CO2-freien Stahlproduktion und ausreichend grüne Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen.“

(Quelle: Dillinger)

 

Offshore Windpark Hornsea One baut auf Grobblech von Dillinger - Photo: Ørsted
Photo: Ørsted

Schlagworte

CO2DillingerGrobblechGrüne EnergieHornsea OneWindpark

Verwandte Artikel

Von links: Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG und Franz Kainersdorfer, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division
19.06.2026

voestalpine: greentec steel im Zeitplan

Die voestalpine nimmt an ihrem Standort Donawitz in knapp einem Jahr wie geplant einen Elektrolichtbogenofen (EAF) in Betrieb und kombiniert so Elektrostahlproduktion mi...

Aufsichtsrat CO2 CO2-Emissionen Donawitz Einsparung Elektrolichtbogenofen Emissionen EU Hochofen Inbetriebnahme Industrie ING Investition Kernaggregate Klima Klimaschutz Lichtbogenofen Logistik Metallurgie Montage Produktion Schrott Schulung Sinter Sinteranlage Stahl Stahlproduktion Stahlwerk Strategie Transformation Umwelt Voestalpine AG Vorstand Weiterbildung
Mehr erfahren
Vormaterial-Lager, Burbach
18.06.2026

SHS erhält Auszeichnung für Klimaschutz

SHS-Gruppe erhält erneut Bestnote für klimafreundliches Lieferketten-Engagement.

Auszeichnung CDP Dekarbonisierung Dillinger EU Europa ING Klima Klimaschutz Lieferketten Nachhaltigkeit Saarstahl SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA Stahl Strategie Transformation Unternehmen
Mehr erfahren
10.06.2026

Katalysatoren beschleunigen wasserstoffbasierte Stahlproduktion

Zweimal schnellere Legierungsherstellung durch Zugabe von Nickeloxiden

Automobil CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Eisenerze Emissionen Energie Entwicklung Ergebnis Essen EU Forschung Handel HZ Industrie ING Legierungen Lichtbogenofen Max-Planck-Institut Metallurgie Produktion Reduktionsmittel Stahl Stahlproduktion Technik TEMA Temperatur USA Wasserstoff Wasserstoffbasiert
Mehr erfahren
Industrie und Politik setzen gemeinsames Signal für den Wasserstoffhochlauf (v.l.n.r.): Gitta Connemann (Parlamentarische Staatssekretärin im BMWE), Stefan Dohler (CEO EWE AG), Gunnar Groebler (CEO Salzgitter AG) und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung für die langfristige Lieferung von grünem Wasserstoff in Berlin
10.06.2026

Salzgitter AG vereinbart Wasserstofflieferung

EWE und Salzgitter Flachstahl vereinbaren langfristige Lieferung von 10.000 Tonnen grünem Wasserstoff pro Jahr.

Anpassung Berlin BMW Bund CO2 CO2-Emissionen Deutschland Direktreduktion Elektrolyse Elektrolyseur Emissionen Energie Erdgas EU Europa Flachstahl Hochofen HZ Industrie ING Investition KI Klima Koks Lieferung Niedersachsen Partnerschaft Politik Produktion Sachsen Salzgitter Flachstahl Salzgitter Flachstahl GmbH Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Transformation Transport Unternehmen USA Veranstaltung Vereinbarung Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
Hochofen bei Nacht, ROGESA
09.06.2026

Umweltinnovationsprogramm fördert Pilotanlage mit 2,8 Mio. Euro

Die ROGESA Roheisen- und Rohstoffgesellschaft Saar mbH plant in Dillingen/Saar eine innovative Aufbereitungsanlage für zerkleinerten Stahl- und Eisenschrott (sog. Scheren...

Bund CO2 Dekarbonisierung Dillinger Eisenschwamm Elektrolichtbogenofen Energie EU Gesellschaft Industrie ING Innovation KI Lichtbogenofen Produktion Rogesa Roheisen Rohstoffe Saarstahl Schrott SHS Stahl Stahlerzeugung Stahlindustrie Technik Transformation
Mehr erfahren