Der Stahlindustrie drohen erneut steigende Netzentgelte. Nach den heute veröffentlichten vorläufigen Zahlen der vier Übertragungsnetzbetreiber (50Hertz, Amprion, TenneT Germany und TransnetBW) zeichnet sich für 2027 ein Anstieg um mehr als 20 Prozent ab.
Die Wirtschaftsvereinigung Stahl warnt vor den Folgen der geplanten Kürzung des Haushaltszuschusses und fordert, die erst Anfang des Jahres erreichten Entlastungen dauerhaft abzusichern.
„Der drohende erneute Anstieg der Netzentgelte zeigt, dass der Haushaltszuschuss von 6,5 Milliarden Euro vollständig erhalten bleiben muss – und zwar dauerhaft. Die im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähigen Stromkosten stellen für die Stahlindustrie in Deutschland bereits heute eine gravierende Belastung dar. Um im internationalen Wettbewerb bestehen und weiter in den Standdort Deutschland investieren zu können, sind die Unternehmen auf bezahlbare Strompreise einschließlich der Netzentgelte angewiesen.
Gerade jetzt, wo die Nahost-Krise die Energiepreise zusätzlich unter Druck setzt, braucht es weitere Entlastungen statt neuer Kostenbelastungen. Mit der Wiedereinführung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzkosten ist es erst Anfang dieses Jahres gelungen, die zuvor massiv gestiegenen Netzentgelte spürbar zu senken. Hier darf es keine Rolle rückwärts geben.“
(Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl)
Schlagworte
DeutschlandEnergieEUIndustrieStahlStahlindustrieUnternehmenWettbewerbWirtschaftWirtschaftsvereinigungZahlen