Statement
Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl - Photo: Wirtschaftsvereinigung Stahl
15.09.2025

Energiewende-Monitoring: Energie muss bezahlbar werden

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat heute den Monitoringbericht zur Energiewende vorgestellt. Neben der Bestandsaufnahme hat Bundesministerin Katherina Reiche auch zehn Schlüsselmaßnahmen für eine Reform der Energiewende vorgeschlagen.

Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl:
„Es ist gut und wichtig, dass sich die Bundesregierung in Sachen Energiewende die Karten gelegt hat und Ministerin Reiche nun mit zehn konkreten Maßnahmen nachsteuern will. Entscheidend ist jetzt, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um das Energiesystem effizienter zu machen und die Systemkosten zu senken. Dazu gehören dringend auch wirksame Entlastungen für die energieintensiven Industrien. Denn die Strompreise sind im internationalen Vergleich viel zu hoch – ohne Korrektur verliert unser Industriestandort den Anschluss.

Um die Stromversorgung auch in Zeiten abzusichern, in denen der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, müssen zudem ausreichend Back-Up-Kapazitäten zur Verfügung stehen. Ein Kapazitätsmechanismus ist daher notwendig, darf aber die Stromkosten der Industrie nicht weiter verteuern. Und beim Wasserstoffhochlauf muss endlich Fahrt aufgenommen werden. Denn er ist für die Dekarbonisierung der Stahlindustrie von zentraler Bedeutung. Am Ende zählt aber auch hier die Bezahlbarkeit. Daher ist Flexibilität bei Farbenlehre und Regulierung der richtige Weg. Hier drängt die Zeit: Die richtigen Rahmenbedingungen müssen jetzt gesetzt werden, damit langfristige Investitionsentscheidungen getroffen werden können.

Klar ist: Die Energiewende muss weiter entschlossen vorangetrieben werden: Mit mehr Erneuerbaren, starken Netzen und einem konsequenten Wasserstoffhochlauf – und dies zu international wettbewerbsfähigen Preisen. Nur wenn all das ineinandergreift, sind die Voraussetzungen geschaffen, damit ‚Clean Steel Made in Germany‘ Realität werden kann.“

(Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl)

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