Unternehmen
Foto: thyssenkrupp AG
09.10.2019

Förderung von klimafreundlichem Wasserstoff

Der Stahlhersteller thyssenkrupp Steel Europe, das norwegische Energieunternehmen Equinor und die Erdgasfernleitungsnetzbetreiberin Open Grid Europe haben eine gemeinsame Machbarkeitsstudie gestartet. Diese soll Wege für die dekarbonisierte Produktion von „blauem“ Wasserstoff auf Basis von Erdgas sowie die Versorgung des größten deutschen Stahlwerks in Duisburg mit diesem Wasserstoff prüfen.  

Ausgangspunkt der Studie ist die Produktion von Wasserstoff aus Erdgas und die dauerhafte Offshore-Speicherung des dabei entstehenden Kohlendioxids, möglicherweise im Rahmen des von Equinor betriebenen Speicherprojekts „Northern Lights“ auf dem norwegischen Schelf. In der Studie werden mehrere Optionen für die Gewinnung und den Transport von Wasserstoff zum thyssenkrupp-Standort sowie Optionen für den Transport und die Speicherung von Kohlendioxid untersucht. Open Grid Europe wird ihr Wissen über die Weiterleitung und den Transport von Gasen in die Studie einbringen.  

thyssenkrupp Steel Europe prüft mögliche Wege, um eine ausreichende Wasserstoffversorgung für die Umstellung der Stahlproduktion sicherzustellen und das Ziel von thyssenkrupp zu erreichen, bis 2050 ein klimaneutrales Unternehmen zu werden. Das Unternehmen verfolgt derzeit zwei technologische Ansätze: Zum einen die Vermeidung von Kohlendioxidemissionen durch Einblasen von Wasserstoff anstelle von Kohlestaub in seine Hochöfen und die Verwendung von Wasserstoff zur Herstellung von Eisenschwamm. Zum anderen Carbon2Chem: Dabei handelt es sich um ein Verfahren zur Abscheidung und Weiterverarbeitung von Kuppelgasen zu nachhaltigen Chemikalien. Das Verfahren basiert auf der technologischen Kompetenz von thyssenkrupp Industrial Solutions im Bereich alkalische Wasserelektrolyse und nachgelagerten Prozessschritten.  

thyssenkrupp Steel Europe AG  

Schlagworte

NachhaltigkeitProduktion

Verwandte Artikel

Ulrich Flatken, WSM-Präsident:
18.02.2026

Klares „Ja“ zum Local Content - kein Protektionismus, sondern Realismus

Ein klares „Ja“ zum „Local Content“ kommt vom Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM). Der Verband, der sich stets für freien Handel eingesetzt hat, sieht...

Bund China Essen EU Handel Handelskonflikt Industrie ING Innovation Messe Metallverarbeitung Politik Produktion Stahl Strategie Unternehmen USA Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V. WSM
Mehr erfahren
17.02.2026

Stahl Krebs wird Vertriebspartner von Alleima

Der Solinger Stahlhändler nimmt die Premium-Messerstähle des schwedischen Herstellers in sein Sortiment auf.

Deutschland Distribution Edelstahl EU IBU Industrie ING Legierungen Lieferung Logistik Messe Nachhaltigkeit Partnerschaft Produktion Schmieden Service Spezialstahl Stahl Stahlherstellung Stahlproduktion Unternehmen USA Vertrieb Zertifikat Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Brammen im Werk in Tornio
16.02.2026

Outokumpu: Geschäftsbereich Europa schwächelt

Für Outokumpu endete das Geschäftsjahr schwach, geprägt von Gegenwind im Geschäftsbereich Europa. Das bereinigte EBITDA im Zeitraum Januar–Dezember 2025 betrug 167 Mio. €...

ABB Beizlinie Chrom Dekarbonisierung Deutschland Edelstahl Einsparung Ergebnis EU Finnland Geschäftsjahr Handel IBU ING Investition Krefeld Kreislaufwirtschaft Legierungen Lieferung Machbarkeitsstudie Nachhaltigkeit Optimierung Produktion Restrukturierung Rohstoffe Schweden Stahl Stahlwerk Strategie Studie Unternehmen USA Verkauf Werkstoff Werkstoffe Wettbewerb Wirtschaft Zahlen
Mehr erfahren
Dr. Christian Morawetz, Chief Operating Officer (COO) bei der RATH AG
13.02.2026

Veränderung im Vorstand der Rath AG

Zum 1. Januar 2026 hat Dr. Christian Morawetz (45) die Position des Chief Operating Officer (COO) übernommen.

Aufsichtsrat Automation Dekarbonisierung Energie Energieeffizienz Entwicklung EU Feuerfest Forschung Fraunhofer Industrie ING Innovation Marktbedingungen Produktion Rath AG Schienen Stahl Stahlindustrie Temperatur Transformation Unternehmen Vorstand Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
Der Standort in Dünkirchen
13.02.2026

ArcelorMittal baut Elektrolichtbogenofen in Dünkirchen

ArcelorMittal bestätigte den Bau eines Elektrolichtbogenofens (EAF) an seinem Stahlstandort in Dünkirchen – eine Investition von 1,3 Mrd. €, die einen Schritt in der Deka...

Anlagen Anpassung Automobil Dekarbonisierung Dünkirchen Einsparung Elektrifizierung Elektroband Elektrolichtbogenofen Energie Energieeffizienz Entwicklung EU Finanzierung Frankreich Hochofen Inbetriebnahme Industrie ING Investition KI Lichtbogenofen Produktion Roheisen Schrott Stahl Stahlindustrie Stahlmarkt Stahlproduktion Strategie USA Wettbewerb Wirtschaft Zertifikat
Mehr erfahren