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Mitarbeiter von Klöckner & Co. - Bild: Klöckner & Co.
07.05.2025

Klöckner & Co zufrieden mit Start ins neue Jahr

Klöckner & Co ist solide in das Geschäftsjahr 2025 gestartet. Der Absatz konnte im ersten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht um 2,7 % gesteigert werden und lag damit bei 1,2 Mio. Tonnen (Q1 2024: 1,1 Mio. Tonnen). Gegenüber dem Vorquartal stieg der Absatz deutlich um 13,9 %.

Diese Verbesserung ist insbesondere auf die gesteigerte Nachfrage nach Stahl- und Metallprodukten im Segment Kloeckner Metals Americas sowie auf eine Erhöhung des Marktanteils in diesem Segment zurückzuführen.

Insgesamt erzielte Klöckner & Co in einem weiterhin herausfordernden makroökonomischen Umfeld aufgrund eines niedrigeren durchschnittlichen Preisniveaus einen Umsatz von 1,7 Mrd. €, der damit leicht unter dem Vorjahresniveau (Q1 2024: 1,7 Mrd. €) lag.

Das operative Ergebnis (EBITDA) vor wesentlichen Sondereffekten hat im ersten Quartal 2025 42 Mio. € betragen und lag damit deutlich über dem Wert des Vorquartals (Q4 2024: 32 Mio. €) und wie prognostiziert auf dem Niveau des Vorjahresquartals (Q1 2024: 42 Mio. €).

Das Konzernergebnis belief sich in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres auf -28 Mio. €, nach -32 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie hat dementsprechend -0,28 € (Q1 2024: -0,33 €) betragen.
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag im ersten Quartal bei -118 Mio. €, nachdem im Vorjahresquartal ein Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von -44 Mio. € erzielt wurde.

Eigenkapitalquote zum Quartalsende bei 1.592 Mio. €

Nach Auszahlungen für Investitionen in Höhe von 23 Mio. € (Q1 2024: 23 Mio. €) hat der Free Cashflow in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres -141 Mio. € (Q1 2024: -67 Mio. €) betragen.

Das Eigenkapital des Unternehmens lag zum Quartalsende mit 1.592 Mio. €, insbesondere bedingt durch die Erfassung versicherungsmathematischer Verluste sowie des negativen Konzernergebnisses, unter dem Wert zum Jahresende 2024 (31. Dezember 2024: 1.721 Mio. €). Die Eigenkapitalquote sank entsprechend unter das Niveau zum Ende des Geschäftsjahres 2024 auf 45,6 % (31. Dezember 2024: 48,6 %).

Guido Kerkhoff, Vorsitzender des Vorstands der Klöckner & Co SE:
„Wir sind solide in das Geschäftsjahr 2025 gestartet und haben mit dem Verkauf unserer brasilianischen Tochtergesellschaft sowie gezielten Übernahmen unsere strategische Fokussierung auf unsere Kernmärkte Nordamerika und die DACH-Region konsequent fortgesetzt.

Vor dem Hintergrund der weiterhin positiven Marktentwicklung, insbesondere in Nordamerika, erwarten wir für das zweite Quartal 2025 eine deutliche Verbesserung unseres operativen Ergebnisses.“

Unternehmensstrategie konsequent umgesetzt 

Bereits Anfang 2025 hat Klöckner & Co einen Vertrag über den Verkauf seiner brasilianischen Tochtergesellschaft Kloeckner Metals Brasil unterzeichnet. Der Abschluss dieser Transaktion erfolgte im April mit Wirkung zum 31. März 2025.

Die Entscheidung für den Verkauf stand im Einklang mit der Unternehmensstrategie, das künftige Wachstum auf das höherwertige Anarbeitungs- und Metallverarbeitungsgeschäft im größten Markt in Nordamerika sowie die attraktiven europäischen Aktivitäten in der DACH-Region zu konzentrieren.

Mit der Ende März 2025 vereinbarten Übernahme des Kölner Unternehmens Ambo-Stahl plant Klöckner & Co die Erweiterung der eigenen Fähigkeiten sowie die Bereicherung seines Produkt- & Serviceportfolios um Dienstleistungen für verschleiß- und hochfeste Spezialstähle. Damit wird das Unternehmen zukünftig in der Lage sein, die wachsende Nachfrage in den Sektoren Verteidigung und Infrastruktur noch besser bedienen zu können.

Übernahme von Haley Tool & Stamping, USA abgeschlossen

Darüber hinaus hat Klöckner & Co die Übernahme von Haley Tool & Stamping nahe Nashville, Tennessee, USA, erfolgreich abgeschlossen. Durch die Akquisition hat Klöckner & Co seine Fertigungskapazitäten um moderne Stanzpressen erweitert und wird zukünftig operative Synergien unter allen Klöckner-Standorten in der Region aktiv nutzen.

Das Unternehmen erwartet durch diesen Schritt eine Beschleunigung des Wachstums in den Bereichen Automobil, Luft- und Raumfahrt sowie in der industriellen Fertigung.

Aufbauend auf den Erfolgen der bisherigen Strategie wird sich Klöckner & Co zukünftig noch stärker als bisher auf die Förderung des nachhaltigen und profitablen Wachstums sowie die langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit fokussieren. Entsprechend leitet das Unternehmen mit dem Strategie-Update „Klöckner & Co: Leveraging Strengths – Step Up 2030“ die nächste Phase erfolgreichen Wachstums ein.

Ziel der Strategie ist es, das führende Service-Center- und Metallverarbeitungsunternehmen in Nordamerika und Europa zu werden und sich dabei konsequent auf die Maximierung des Kundennutzens zu konzentrieren. Im Ergebnis will Klöckner & Co von einer höheren Profitabilität profitieren, während die Ergebnisvolatilität sowie die Abhängigkeit von der Stahlpreisentwicklung weiter deutlich reduziert werden sollen.

Bis zum Jahr 2030 strebt das Unternehmen ein normalisiertes EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten im mittleren dreistelligen Mio.-€-Bereich bei einer EBITDA-Marge von über 5 % an. Außerdem soll eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von mindestens 10 % erwirtschaftet werden.

Ausblick

Bedingt durch einen erheblichen Anstieg der Stahlpreise, insbesondere in den USA, erwartet Klöckner & Co für das zweite Quartal 2025 einen deutlichen Anstieg des Umsatzes im Vergleich zum ersten Quartal 2025. Hinsichtlich des Absatzes rechnet das Unternehmen mit einer konstanten Entwicklung gegenüber dem Vorquartal.

Aufgrund der positiven Preisentwicklungen, von denen Klöckner & Co ab dem zweiten Quartal 2025 profitieren sollte, prognostiziert das Unternehmen für diesen Zeitraum ein EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten von 60 bis 90 Mio. €, was einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorquartal sowie dem Vorjahresquartal entspricht.

(Quelle: Kloeckner & Co.)

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