Unternehmen
Kati ter Horst, CEO, Outokumpu
02.10.2025

Outokumpu bringt geplantes Restrukturierungsprogramm voran

Im Rahmen der am 31.07.2025 kommunizierten Ergebnisse des zweiten Quartals hatte Outokumpu angekündigt, ein Restrukturierungsprogramm aufzulegen, das auf strukturelle Kosteneinsparungen in Höhe von 100 Millionen Euro bis Ende 2027 abzielt. Outokumpu geht jetzt in die Ausgestaltung dieser Planung.

Der Umfang der Restrukturierung liegt hauptsächlich auf dem Geschäftsbereich Europa sowie den globalen Konzernfunktionen. Die geplanten strukturellen Kosteneinsparungen sollen durch Reduzierung von Fixkosten, organisationsübergreifende Effizienzsteigerungen und der Optimierung von Produktionsstrukturen erreicht werden.

Die vorgesehenen Maßnahmen, die den üblichen lokalen Verhandlungen gemäß den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben unterliegen, werden voraussichtlich etwa 650 Vollzeitstellen bei Outokumpu bis Ende 2027 betreffen. Der Abbau von 94 Stellen wurde bereits zuvor vereinbart, und etwa 120 Stellen könnten voraussichtlich über natürliche Fluktuation abgebaut werden. Daher leitet das Unternehmen nun Verhandlungen ein, die bis zu 450 Beschäftigte betreffen könnten. Mit der Aufnahme der Arbeitnehmerverhandlungen wird in den kommenden Wochen gerechnet.

Outokumpu geht davon aus, einen Sondereffekt in Höhe von rund 45 Mio. EUR vorwiegend im vierten Quartal 2025 im Zusammenhang der Restrukturierungsrückstellung zu verbuchen. Der wesentliche Teil der aus den 45 Mio. EUR resultierenden Liquiditätswirkung dürfte im Jahr 2026 zum Tragen kommen.

„Wir sehen uns in Europa weiterhin mit anhaltend schwacher Nachfrage nach Edelstahl konfrontiert, verschärft durch preisgünstige Importe aus Asien und die eingeschränkte Wirksamkeit der bestehenden Handelsschutzmaßnahmen. Das derzeitige Rentabilitätsniveau ist nicht tragfähig.

Es besteht dringender Handlungsbedarf, den Wandel bei Outokumpu deutlich zu beschleunigen. Infolgedessen muss Outokumpu die geplanten, robusten Maßnahmen zur Reduktion der strukturellen Kosten durchführen. Leider werden diese Maßnahmen Auswirkungen auf unsere Mitarbeitenden haben, und wir sind fest entschlossen, sie in dieser Phase des Umbruchs bestmöglich zu unterstützen“, sagt Outokumpu CEO Kati ter Horst.

Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern werden lokal und im Einklang mit den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen geführt. Endgültige Entscheidungen werden erst nach Abschluss dieser Verhandlungen getroffen.

(Quelle: Outokumpu Corporation)

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