Unternehmen
Photo: Stahlbau Brehna
10.12.2021

Stahlbau Brehna stellt sich neu auf

Der Insolvenzverwalter der Stahlbau Brehna GmbH, Prof. Dr. Lucas F. Flöther von Flöther & Wissing, hat den Geschäftsbetrieb des mittelständischen Stahlbauunternehmens an einen Investor veräußert. Alle 64 Arbeitsplätze am Standort in Brehna (Sachsen-Anhalt) bleiben erhalten.  Der Investor will den Geschäftsbetrieb unter dem Dach der neugegründeten „Unger Stahlbau Brehna GmbH” in vollem Umfang fortführen.  

Erwerber ist die Unger Steel Group, ein international tätiges Stahlbauunternehmen aus Österreich mit rund 1.200 Mitarbeitern.

Stahlbau Brehna ist spezialisiert auf die Fertigung von Stahlbaukomponenten im individuellen Stahlbau sowie auf Sonderkonstruktionen, Konstruktionen für die chemische und petrochemische Industrie und schlüsselfertiges Bauen.  

Die Gläubiger haben dem Verkauf an die Unger Steel Group bereits zugestimmt. Auch der Betriebsübergang auf den neuen Eigentümer („Closing“) ist bereits erfolgt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

„Unger ist ein langfristig orientierter Investor mit jahrzehntelanger Expertise in der Stahlbau-Branche“, betonte Insolvenzverwalter Flöther nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages. „Insofern ist Stahlbau Brehna für Unger ein hochattraktives Investitionsziel.“

Matthias Unger, CEO und Eigentümer der Unger Steel Group, ergänzte: „Unger Stahlbau Brehna ist ein gut eingeführtes Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung und hochqualifizierten Mitarbeitern. Mit der Unger Steel Group erhält Brehna einen starken Partner, der in der Lage ist, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen, damit die Unger Stahlbau Brehna GmbH sich in diesem Markt behaupten kann.“  

Vor Abschluss des Investorenprozesses dankte Flöther noch einmal allen Brehna-Mitarbeitern für ihren Einsatz während des Insolvenzverfahrens: „Trotz der Insolvenz haben die Mitarbeiter die ganze Zeit vollen Einsatz gezeigt und damit einen entscheidenden Beitrag zur erfolgreichen Neuaufstellung von Stahlbau Brehna geleistet.“

Stahlbau Brehna hatte Mitte September 2021 Insolvenzantrag gestellt. Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther gelang es, in enger Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer Matthias Gabler den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und erste Sanierungsmaßnahmen einzuleiten. Der Geschäftsbetrieb konnte dadurch während des bisherigen Verfahrens in vollem Umfang fortgeführt werden. Flöther hatte bereits im vorläufigen Verfahren einen strukturierten Investorenprozess eingeleitet, in dessen Rahmen sowohl nationale als auch internationale Investoren gezielt angesprochen wurden.

Das Wahrzeichen von Stahlbau Brehna ist die berühmte blau schimmernde Pyramide aus Stahl und Glas. Das Bauwerk ist weithin sichtbar, unter anderem für alle Autofahrer, die auf der Autobahn 9 am Geschäftssitz des Unternehmens vorbeifahren.

(Quelle: Flöther & Wissing)

Prof. Dr. Lucas F. Flöther von Flöther & Wissing - Photo: Flöther & Wissing
Photo: Flöther & Wissing

Schlagworte

BauwerkEssenEUFlöther & WissingIndustrieINGInsolvenzantragInvestitionKonstruktionSachsenSanierungTahlbau Brehna GmbHUnternehmenUSAVerkaufZusammenarbeit

Verwandte Artikel

Im Foyer des Eingang Nord wendet sich die High Potential Area speziell an den Nachwuchs
10.03.2026

wire & Tube 2026 mit High Potential Area und ecoMetals

Das Düsseldorfer Fachmesseduo präsentiert zwei Initiativen, die es in sich haben

Draht Düsseldorf Industrie Kabel Messe Nachwuchs Rohstoffe Stabstahl Tube Unternehmen
Mehr erfahren
09.03.2026

wire 2026 mit prallem Forumsprogramm

Als Teil des Rahmenprogramms der Fachmesse für Draht und Kabel sind auf der ‚Forum Stage Cable & Wire‘ spannende Tagesforen und Diskussionsrunden geplant

Anlagen Anlagenbau Draht Entwicklung Essen EU Industrie Innovation Italien Kabel Messe Nachhaltigkeit Tube USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Rechtsanwältin Melina Jenkner von Heidemann Küthe Rechtsanwälte
09.03.2026

HOK Maschinenbau übernimmt Vermögenswerte der SCHUBERT GROUP

Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt die HOK Maschinenbau GmbH aus Hückeswagen im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Vermögenswerte sowohl der Schubert Maschinen-...

Anlagen Anlagenbau Automation Automobil Bonn Bund Deutschland Energie Ennepetal Erfolgsfaktor Ergebnis Essen EU Gesellschaft Handel Industrie ING KI Lieferung Mannheim Maschinenbau Messtechnik Metallverarbeitung Modernisierung Optimierung Presse Pressen Reparatur Restrukturierung Sanierung Service Stabstahl Stahl Steuerung Technik TEMA Umformen Umformtechnik Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren
Primetals Technologies wird eine Pelletieranlage, drei Pfannenöfen und zwei RH-Entgaser an SAIL IISCO liefern. Das Foto zeigt Vertreter beider Unternehmen bei der Vertragsunterzeichnung.
05.03.2026

SAIL IISCO kooperiert mit Primetals Technologies

Steel Authority of India Limited (SAIL), ein führender indischer Stahlproduzent, erweitert sein IISCO-Stahlwerk in Burnpur und wählte dafür Primetals Technologies als Lie...

Anlagen Antrieb Deutschland Digitalisierung Draht EU Greenfield-Projekt HZ Indien Industrie ING KI Legierungen Lieferung Ltd Ltd. Metallurgie Optimierung Partnerschaft Primetals Produktion Prozessoptimierung Sensoren Spezialstahl Stahl Stahlindustrie Stahlwerk Steuerung Temperatur Unternehmen USA Vakuumpumpe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren