Unternehmen Wirtschaft
CEO Frank Koch - Photo: Swiss Steel Group
11.05.2022

Swiss Steel Group erzielt solide Rentabilität im Q1 2022

Swiss Steel Group, ein weltweit führender Anbieter von Speziallangstahl, gab am 10. Mai 2022 einen Umsatz von EUR 1’028,8 Mio. im ersten Quartal 2022 im Vergleich zu EUR 751,6 Mio. im Vorjahresquartal bekannt. Dies entspricht einem Anstieg von 37 %. Die Absatzmenge sank um – 6 % für das Q1 2022 auf 480 Kilotonnen. Im Q1 2021 betrug die Absatzmenge 510 Kilotonnen. Das bereinigte EBITDA betrug EUR 75,0 Mio. – ein Anstieg gegenüber EUR 44,5 Mio. im Q1 2021. Die Nettoverschuldung belief sich auf EUR 849,6 Mio., was einem Anstieg um EUR 129,1 Mio. gegenüber EUR 720,5 Mio. zum Jahresende 2021 entspricht.

Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2022
Mit 480 Kilotonnen wurde im ersten Quartal 2022 – 5,9 % weniger Stahl verkauft als im gleichen Quartal des Vorjahres (Q1 2021: 510 Kilotonnen). Dies war auf einen Rückgang der Absatzmenge um – 4,1 % bei Edelbaustahl und um – 17,9 % bei rost-, säure- und hitzebeständigem Stahl zurückzuführen. Die Absatzmenge von Werkzeugstahl legte jedoch gegenüber dem Vorquartal um 2,9 % zu.

Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Tonne Stahl lag im ersten Quartal 2022 bei EUR 2’145 pro Tonne und damit deutlich über dem Vorjahresquartal (EUR 1’476 pro Tonne). Die höheren Preise von Rohstoffen auf unseren Märkten hatten höhere Verkaufspreise zufolge. Auch die Basispreise konnten erhöht werden. Die Gruppe begann gegen Ende 2021, die bereits zuvor angekündigten Energiezuschläge zu erheben, um die Volatilität der Energiepreise und die allgemeine Inflation zu überwälzen.

Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2022 um 36,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal (EUR 1’028,8 Mio.), was auf die höheren durchschnittlichen Verkaufspreise zurückzuführen war. Der Umsatzanstieg erstreckte sich über alle Produktgruppen. Nach Regionen aufgeschlüsselt ist der Umsatz in allen unseren Absatzmärkten gestiegen, wobei der stärkste Anstieg auf dem amerikanischen Markt (+ 43,4 %) zu verzeichnen war, gestützt durch die grössere Aktivität der Öl- und Gasbranche.

Das bereinigte EBITDA belief sich im ersten Quartal 2022 auf EUR 75,0 Mio., was einem deutlichen Anstieg gegenüber demselben Quartal im Vorjahr entspricht (Q1 2021: EUR 44,5 Mio.). Der Free Cash Flow (Cash Flow aus Betriebstätigkeit nach Abzug des Cash Flow aus Investitionstätigkeit) belief sich im ersten Quartal 2022 auf EUR – 108,1 Mio. (Q1 2021: EUR – 85,1 Mio.), da die Preise für Ausgangsmaterialien und Energie weiter stiegen, was zu vorübergehenden Investitionen in das Nettoumlaufvermögen führte.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022
Auf der Basis unserer Zahlen für Q1 2022 und unseres Auftragsbestands erwarten wir eine weiterhin stabile Performance. Bislang lassen sich die möglichen Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine auf unser Geschäft noch nicht abschätzen. Vorübergehende Lieferkettenstörungen werden wahrscheinlich zumindest bis zur zweiten Jahreshälfte 2022 in gewissem Umfang anhalten. Ferner haben die extremen Preisturbulenzen für unsere Ausgangsmaterialien, Preiserhöhungen an den Energiemärkten und das allgemeine Risiko von Angebotsengpässen bei Gas zuletzt wieder zugenommen. Unter der Annahme von geringen negativen Effektenerwarten wir weiterhin ein bereinigtes EBITDA im Bereich von EUR 160 Mio. bis EUR 200 Mio.

CEO Frank Koch kommentiert: «Wir beobachten nach wie vor eine robuste Nachfrage in den Endmärkten und eine solide Rentabilität. Dies führte zu einem bereinigten EBITDA von EUR 75 Mio. Es beweist, dass wir mit unserer Transformation gute Fortschritte erzielen, während wir unsere Position als einer der ökologischsten und effizientesten Speziallangstahlproduzenten festigen.

Die Profitabilität war im ersten Quartal trotz eines leichten Rückgangs der Absatzmenge besonders erfreulich für Anwendungen unseres Edelbaustahls und wurde darüber hinaus gestützt durch beträchtliche Beiträge unserer Division Sales & Services. Leider werden unsere Ergebnisse derzeit durch das Defizit in unserem Betrieb in Ugine beeinträchtigt, wo es im Januar zu einem schweren Unfall kam. Wir planen, das Stahlwerk in diesem Sommer in Betrieb zu nehmen. Die enge Zusammenarbeit im Konzern war jedoch sehr erfolgreich, sodass wir den laufenden Downstream-Betrieb von Ugitech auch teilweise aus internen Quellen bedienen konnten.

Wir beobachten die Lage in der Ukraine und das humanitäre Leid des Kriegs mit Bestürzung. Bislang lassen sich die Auswirkungen des Konflikts auf unser Geschäft noch nicht abschätzen. Die geopolitische Lage sorgt erneut für weitere Unsicherheit. Gegenwärtig können wir in Bezug auf ihre Auswirkungen auf die Lieferketten, die Verfügbarkeit von Ausgangsmaterialien und eine nachhaltige und kosteneffiziente Energieversorgung keine Aussagen treffen. Wir werden weiterhin notwendige Massnahmen ergreifen, wie es die Umstände erfordern.»

(Quelle: Swiss Steel Group)

Schlagworte

BaustahlEnergieEntwicklungErgebnisEUFrank KochINGInvestitionLangstahlLieferkettenRohstoffeServiceStahlStahlwerkTransformationUgitechUSAVerkaufZahlenZusammenarbeit

Verwandte Artikel

16.10.2026

Kritik an den EU-Exportbeschränkungen für Altmetall

Europas Metallrecycling-Unternehmen fürchten um Absatzmärkte in Asien und Nordafrika

Altmetall Aluminium Anlagen Asien Automobil Berlin Energie Essen EU EU-Kommission Europa Handel Indien Industrie ING Investition Kreislaufwirtschaft Maschinenbau Messe OECD Politik Recycling Rohstoffe Schrott Stahl Technik Umwelt Unternehmen USA Vietnam Wettbewerb Wirtschaft WTO
Mehr erfahren
Artikel des Monats
16.10.2026

HÜTTENTAG 12. November 2026

Experten aus Industrie, Politik und Forschung diskutieren die Zukunft der Stahlbranche unter den aktuellen Rahmenbedingungen in der Messe Essen.

ABP Benteler Deutschland Energie Essen EU Europa Handel Industrie ING Maschinenbau Metallindustrie Nachhaltigkeit Politik Stahl Stahlindustrie Tube Umwelt Unternehmen VDMA Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
15.10.2026

Cremer Erzkontor gründet neue Gesellschaft in Dubai

Die Cremer Erzkontor GmbH setzt ihren internationalen Wachstumskurs konsequent fort und gründet mit der Cremer Erzkontor Raw Materials Trading Middle East FZE eine eigen...

Emirate Emirate Entwicklung EU Gesellschaft Handel HZ HZ Industrie ING Logistik Rohstoffe Unternehmen USA Vertrieb Zusammenarbeit Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Geert van Poelvoorde, Präsident von EUROFER
15.10.2026

Europas Stahlindustrie reaktiviert Produktionskapazität

Die Stahlproduktion in der EU steigt und EUROFER erkennt einen Ausbau der Kapazitäten

Arvedi Energie Entwicklung EUROFER Handel Importe Industrie ING Investition KI Klima LED Nippon Steel Produktion Rohstahlproduktion Stahl Stahlhandel Stahlindustrie Stahlproduktion Vorstand Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
Die Projektteams von BlueScope Steel Limited und ANDRITZ mit dem ersten verzinkten Band der neuen kontinuierlichen Verzinkungslinie in Sydney, Australien
14.10.2026

Neue Bandverzinkungslinie bei BlueScope Steel

Mit der Produktion des ersten Coils auf der neuen kontinuierlichen Verzinkungsanlage hat der australische Stahlhersteller einen Meilenstein erreicht

Andritz ANDRITZ AG Asien Australien Automatisierung Bauwesen Energie EU Inbetriebnahme Industrie ING Nordamerika Produktion Stahl Stahlunternehmen Unternehmen USA Walzwerk Zink
Mehr erfahren