Wirtschaft
Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl - Foto: WV Stahl
26.03.2026

Bundesregierung beschließt Klimaschutzprogramm 2026

Am gestrigen Mittwoch, 25. März 2026 hat das Bundeskabinett das Klimaschutzprogramm 2026 beschlossen.  

Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, sagte dazu:
"Was wir brauchen, sind Leitmärkte für emissionsarmen Stahl Made in EU. Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit bedingen einander. Nur wenn beides zusammen gedacht wird, gelingt der Umbau zur Klimaneutralität – und wir haben die Chance, ein starker Industriestandort zu bleiben und klimaneutral zu werden.“

Sie erläuterte:
„Mit dem Klimaschutzprogramm 2026 legt die Bundesregierung ein umfassendes, aktualisiertes Konzept vor, um die Klimaziele zu erreichen. Dieser Ansatz ist richtig, denn damit der Umbau zur Klimaneutralität gelingen kann, ist ein konsistenter, verlässlicher politischer Rahmen erforderlich, mit dem diese Anstrengungen unterstützt werden. Entscheidend ist, dass die richtigen Maßnahmen auch auf den Weg gebracht werden."  

Kerstin Maria Rippel betonte:
"Wir begrüßen ausdrücklich, dass Leitmärkte für klimafreundliche Grundstoffe wie Stahl im Klimaschutzprogramm 2026 für die öffentliche Beschaffung und den Automobilsektor angekündigt werden. Denn ohne verlässliche Nachfrage hat es der Hochlauf von emissionsarmem Stahl schwer. Öffentliche Beschaffung spielt hier eine Schlüsselrolle; auch die Anrechnung von klimafreundlichem Stahl auf die CO2-Flottengrenzwerte ist überaus sinnvoll. Unverständlich bleibt, dass im Klimaschutzprogramm 2026 Impulse im Bereich der Schiene fehlen – gerade vor dem Hintergrund, dass ein entsprechendes „Pionierfeld Deutsche Bahn“ im Koalitionsvertrag angekündigt wurde." 

"Entscheidend ist jetzt, wie die angekündigten Leitmärkte in den einfachgesetzlichen Regelungen – wie dem Vergabebeschleunigungsgesetz – ausgestaltet werden. Denn wenn sie nicht mit einem Made in EU-Kriterium verknüpft werden, finanzieren wir die Dekarbonisierung in anderen Weltregionen, während in Deutschland und der EU industrielle Wertschöpfung verloren geht," so Kerstin Maria Rippel weiter.

(Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl)

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