Unternehmen News
cold-rolling area AST - Photo: thyssenkrupp
24.09.2021

Edelstahlwerk AST an italienische Arvedi Gruppe verkauft

thyssenkrupp hat am 16. September 2021 den Verkauf der Acciai Speciali Terni (AST) inklusive der dazugehörigen Vertriebsorganisation in Deutschland, Italien und der Türkei an das italienische Unternehmen Arvedi verkündet und damit einen weiteren Meilenstein bei der Neuausrichtung der Gruppe erreicht. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats der thyssenkrupp AG und fusions-kontrollrechtlicher Genehmigungen. Der Vollzug der Transaktion (Closing) wird im ersten Halbjahr 2022 erwartet.

thyssenkrupp prüft außerdem eine mögliche Minderheitsbeteiligung an der AST Gruppe. Details dazu werden noch bis zum Closing verhandelt.

Die AST Gruppe beschäftigt aktuell rund 2.700 Mitarbeitende, die im Geschäftsjahr 2019/2020 einen Umsatz von rund 1,7 Mrd € erwirtschaftet haben.

Mit dem Verkauf trennt sich thyssenkrupp von der bereits vierten Portfoliogesellschaft im Segment Multi Tracks. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der Transformation der Gruppe hin zu einer leistungsstarken „Group of Companies“.

Martina Merz, Vorstandsvorsitzende der thyssenkrupp AG: „Mit der vierten Transaktion wird deutlich: Wir arbeiten unsere Prioritäten ab und machen weitere Fortschritte bei unserem Umbau von thyssenkrupp.“ Merz weiter: „Die Geschwindig-keit bei der Fokussierung des Portfolios ist entscheidend für unseren Veränderungsprozess. Gleichzeitig bleibt die Steigerung der Performance unsere vordringlichste Aufgabe. Auch da sind wir gut unterwegs und bleiben dran.“

Volkmar Dinstuhl, CEO des Segments Multi Tracks und Chairman der AST ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir für die AST mit der Arvedi Gruppe einen neuen Eigentümer gefunden haben, der die Entwicklung des Unternehmens mit Investitionen und Innovationen vorantreiben wird.“

Durch den Zusammenschluss mit Arvedi entsteht ein starker europäischer Player im Stahlgeschäft. Arvedis Kerngeschäft ist die Primär­stahl­er­zeu­gung und Verarbeitung von Stahlprodukten. Das Unternehmen beschäftigt derzeit über 3.500 Mitarbeitende. Arvedi hat im Zusammenhang mit der Übernahme von AST signifikante Investitionen angekündigt.

Gründer und Präsident von Arvedi, Cavaliere Giovanni Arvedi: „Diese Transaktion folgt einer überzeugenden industriellen Logik für die Arvedi-Gruppe, die durch die erfolgreiche Vervollständigung ihres Produktportfolios stärker wird. Darüber hinaus ist diese Transaktion von strategischer Bedeutung für die gesamte italienische Wirtschaft und stellt einen ersten Schritt in Richtung neuer spannender Entwicklungen dar. Wir freuen uns sehr, dass tk eine mögliche Minderheits-beteiligung an AST in Erwägung zieht, die Kontinuität garantiert und Vertrauen in das Know-how und die Fähigkeiten unserer Gruppe zeigt.“

Auch bei anderen Portfoliogesellschaften im Segment Multi Tracks hatte es bereits Fortschritte gegeben: Ende Juli 2021 hat das Signing zum Verkauf des Mining-Geschäfts an das dänische Unternehmen FLSmidth stattgefunden. Kurz darauf folgte das Signing zum Verkauf des Infrastructure-Geschäfts an die FMC Beteiligungs KG. Der Verkauf der thyssenkrupp Carbon Components an die Action Composites GmbH aus Österreich wurde zum 31. August vollzogen. Darüber hinaus wird die Schließung des Grobblechwerks in Duisburg bis Ende dieses Monats abgeschlossen sein.

(Quelle: thyssenkrupp)

Schlagworte

Action Composites GmbHArvediAufsichtsratBlechDeutschlandDuisburgEntwicklungEUGesellschaftGrobblechGrobblechwerkHandelIndustrieItalienStahlStahlwerkThyssenthyssenkruppThyssenkrupp AGTransformationUnternehmenVerkaufWirtschaft

Verwandte Artikel

31.03.2026

VDE-Hinweis zu Netzrückwirkungen kommt Elektrostahlwerken entgegen

Eine jetzt veröffentlichte Broschüre von VDE FNN ist eine wertvolle Unterstützung für den Netzanschluss von elektrischen Anlagen mit EAFs größerer Leistung

Anlagen Elektrostahlwerk Elektrotechnik EU Industrie Klima Lichtbogenofen Netzanschluß Neubau Produktion Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Strategie Technik Transformation VDEh
Mehr erfahren
Vertragsunterzeichnung bei Steel Authority of India (SAIL)
30.03.2026

SAIL bestellt Kokereitechnik für das Burnpur-Projekt

SMS group hat zusammen mit dem Konsortialpartner MCK Kutty Engineers Pvt. Ltd. einen Auftrag über die Lieferung von zwei Trockenlöschanlagen erhalten

Automation Betriebssicherheit Digitalisierung Emissionen Energie Energieeffizienz EU Hochofen Inbetriebnahme Indien ING KI Kokerei Koks Koksofen Koksofenbatterie Lieferung Ltd Ltd. Modernisierung Montage Nachhaltigkeit Partnerschaft Paul Wurth Service Stahl Stahlerzeugung Stahlwerk Umwelt USA Wurth Zusammenarbeit
Mehr erfahren
: Clarissa Odewald (CEO von thyssenkrupp Rasselstein) mit der neuen Weißblechdose aus bluemint® Steel
30.03.2026

Henkel setzt auf CO₂-reduzierte Verpackung aus CO2-reduziertem Stahl

Der Verpackungsstahlhersteller thyssenkrupp Rasselstein unterstützt Henkel bei der weiteren Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks seiner Verpackungen.

Blech Deutschland Emissionen EU Hochofen Industrie ING Klima Metallverpackung Nachhaltigkeit Recycling Rohstoffe Schrott Stahl Stahlherstellung Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Rasselstein Transformation Unternehmen USA Verpackungsstahl Zusammenarbeit
Mehr erfahren
27.03.2026

Globale Stahl-Überkapazitäten sind ernsthafte Gefahl für Europas Industrie

Die jüngsten OECD-Zahlen bestätigen die existenzielle Gefahr für Europas Stahlindustrie. EUROFER drängt die EU zu handeln.

Ergebnis Essen EU EUROFER Handel HZ Industrie ING Investition Paris Produktion Stahl Stahlhandel Stahlmarkt Stahlproduktion
Mehr erfahren
Die Werke von thyssenkrupp Electrical Steel in Gelsenkirchen und Isbergues stellen kornorientiertes Elektroband her – ein Schlüsselmaterial für Transformatoren in Umspannwerken und Windkraftanlagen. Aufgrund der sich weiter verschärfenden Importkrise reagiert thyssenkrupp Steel mit weiteren Produktionskürzungen. Daher wird der Standort Isbergues von Juni bis September komplett geschlossen
27.03.2026

Importkrise bei kornorientiertem Elektroband

Die Importkrise auf dem Markt für kornorientiertes Elektroband verschärft sich weiter. thyssenkrupp Steel reagiert darauf mit weiteren Produktionskürzungen.

Anlagen Elektroband Energie Energiewende Energiewirtschaft Entwicklung EU EU-Kommission Gesellschaft Handel HZ ING KI Produktion Stahl Studie Thyssen thyssenkrupp Transport Unternehmen Werkstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren