Unternehmen
Der Nordwest-Firmensitz in Dortmund - Photo: Nordwest
19.05.2026

Nordwest will nachhaltig europaweit wachsen

Der Nordwest-Konzern hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Geschäftsvolumen von 4.654,4 Millionen Euro abgeschlossen und lag damit nahezu auf Vorjahresniveau (+0,2 %). Auch wenn die Erwartungen im vergangenen Jahr nicht vollständig verwirklicht werden konnten, zeigt sich der Vorstand angesichts des insgesamt herausfordernden konjunkturellen Umfelds zufrieden mit dem Ergebnis. Die Anzahl der Fachhandelspartner entwickelte sich mit einem Anstieg um 69 auf insgesamt 1.321 Fachhandelspartner per 31. Dezember 2025 erfreulich. Zudem stellt das Verbundunternehmen insbesondere mit der Großinvestition in die Logistik die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft.

Während das Geschäftsvolumen in der ersten Jahreshälfte noch einen Zuwachs von 3,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufwies, war die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte mit insgesamt -2,6 % leicht rückläufig. Der NORDWEST-Konzern wies für das Geschäftsjahr 2025 ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 7,6 Millionen Euro aus und verfehlte damit das Vorjahresergebnis um 33,7 %. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) belief sich auf 11,0 Millionen Euro und lag damit 33,1 % unter dem Vorjahreswert.

Vorstand Michael Rolf erläutert hierzu: „Maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung hatten insbesondere die rückläufige Entwicklung im NORDWEST-eigenen Lagergeschäft, unterjährige Abgänge von Fachhandelspartnern sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Personalkostenreduzierung und Investitionen in den neuen Logistikstandort.“

Positive Entwicklung im Geschäftsbereich Stahl

Zum Jahresende 2025 zeigte sich eine divergierende Entwicklung auf Ebene der einzelnen Geschäftsbereiche. Positiv hervorzuheben waren insbesondere die Geschäftsbereiche Stahl und Haustechnik. Im Geschäftsbereich Stahl wurde mit einem Geschäftsvolumen von 1.557,6 Millionen Euro der Vorjahreswert um +3,2 % übertroffen. Dabei entwickelte sich die zweite Jahreshälfte mit -3,3 % negativ. Die insgesamt noch positive Entwicklung resultierte sowohl aus einer gestiegenen Absatzmenge als auch aus einem im Jahresdurchschnitt höheren Preisniveau. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass im volumenstarken Geschäftsbereich Stahl im Vergleich zu anderen Zentralregulierungs- und Streckengeschäften sowie zum Lagergeschäft geringere Margen erzielt werden.

Prognose für das Geschäftsjahr 2026

Das Management erwartet für den Nordwest-Konzern im Geschäftsjahr 2026 eine Entwicklung des Geschäftsvolumens über dem Vorjahresniveau, maßgeblich aufgrund der Akquise-Aktivitäten, die bereits im vergangenen Geschäftsjahr angestoßen wurden. Entsprechend wird auch mit einem positiven Geschäftsverlauf auf Ergebnisebene gerechnet.

Die Geschäftsentwicklung von Nordwest ist auch im kommenden Jahr eng mit der konjunkturellen Situation verbunden, insbesondere in den baunahen Segmenten. Wachstumsimpulse sollen vor allem aus der Akquisition neuer Fachhandelspartner, dem Ausbau des Bestandskundengeschäfts sowie der Intensivierung der Zusammenarbeit mit Industrie- und Handelspartnern resultieren. 

Im Bereich Stahl bleibt die Prognose für 2026 aufgrund volatiler Preis- und Mengenentwicklungen, globaler Unsicherheiten sowie neuer regulatorischer Anforderungen – insbesondere durch die Einführung des Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) – mit Unsicherheiten behaftet.

(Quelle: Nordwest)

Schlagworte

BundEntwicklungErgebnisEUEuropaHandelHZIndustrieINGInvestitionKostenreduzierungLogistikStahlTechnikUnternehmenUSAVorstandZusammenarbeit

Verwandte Artikel

Feier zur Inbetriebnahme JSW
06.11.2026

Zweite Säureregenerationsanlage bei JSW Steel Coated Products in Betrieb

Die Anlage wurde bei JSW Steel Coated Products Limited am Standort Vasind im indischen Bundesstaat Maharashtra vom Technologiekonzern Andritz erfolgreich in Betrieb genom...

ANDRITZ AG Anlagen Beizlinie Bund EU Gesellschaft Inbetriebnahme Indien Industrie Säureregenerationsanlage Stahl Umwelt Unternehmen Verkauf Zink
Mehr erfahren
Das Tata Steel Kalinganagar und das SMS group Team feiern die erfolgreiche Inbetriebnahme der Anlage
06.11.2026

Tata Steel nimmt Brammengießanlage in Betrieb

Tata Steel und SMS group haben im Stahlwerk Nr. 1 von Tata Steel Kalinganagar die dritte Zweistrang-Brammengießanlage in Betrieb genommen. Nach kurzer Zeit erreichte sie...

2016 ABB Anlagen Automatisierung Bramme Entwicklung Ergebnis EU Inbetriebnahme ING KI Ltd Ltd. Partnerschaft Produktion Schmelze Schmelzen SMS SMS group Stahl Stahlwerk USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Mitarbeiter von Nucor Steel Berkeley, Primetals Technologies und Clecim an der neuen Kontinuierlichen  Verzinkungsanlage in Huger, South Carolina, nach der erfolgreichen Produktion des ersten  Premiumklasse-Coil.
05.11.2026

Nucor produziert ersten Bund auf Durchlaufverzinkungsanlage

Die Anlage produziert Automobil-Außenstähle in Sichtqualität und höchstfeste Stähle (AHSS). Die firmeneigenen Technologien Rapid Cooling und Querfeld-Induktionserwärmung...

Aluminium Anlagen Automatisierung Automobil Brenner Brennertechnik Bund Entwicklung Ergebnis EU HZ Inbetriebnahme Indien ING Japan Lieferung Montage Nordamerika Primetals Produktion Service Stahl Strategie Technik Unternehmen USA Walzwerk Zink Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Von links: Jacobus Steyn, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei Alleima; Hanhee Lee, Vizepräsidentin der Abteilung Wachstum/Beschaffung bei Doosan Enerbility; Göran Björkman, Geschäftsführer bei Alleima; Alistair Black, Vizepräsident für den Geschäftsbereich Großbritannien bei X-Energy; Robert Leone, leitender Direktor für die Lieferkette bei X-Energy; und Carl von Schantz, Leiter des Geschäftsbereichs Rohre bei Alleima.
05.11.2026

Alleima erhält ersten Auftrag für Rohrleitungen für Kernreaktoren

Alleima hat von Doosan Enerbility seinen ersten Auftrag über Dampferzeugerrohre für einen heliumgekühlten kleinen modularen Reaktor (SMR) der nächsten Generation erhalten...

Elektrifizierung Energie Entwicklung EU Getriebe Industrie Investition Kernenergie Produktion Rohre Sandvik Schweden Temperatur Tube Unternehmen USA Werkstoff Werkstoffe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Visualisierung der Direktreduktionsanlage von thyssenkrupp Steel in Duisburg: Der angepasste Förderbescheid schafft eine verlässliche Grundlage für die weitere Umsetzung des Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel.
03.11.2026

Förderung stärkt Dekarbonisierungsprojekt tkH2Steel

thyssenkrupp Steel hat den Änderungsbescheid zur Förderung seines Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel erhalten. Diese bereits angekündigte Anpassung der Förderauflagen is...

Anlagen Anpassung CO2 Dekarbonisierung Direktreduktion Duisburg Emissionen Entwicklung Erdgas EU EU-Kommission Europa Förderung Hochofen IBU Industrie ING Klima Klimaziel Klimaziele Lieferketten Marktbedingungen Produktion Schmelze Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Steel Europe Thyssenkrupp Steel Europe AG Transformation Transport Unternehmen Vorstand Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren