Unternehmen
Der ANYmal Roboter bei seiner täglichen Sicherheitskontrollrunde im Outokumpu Werk in Krefeld - Foto: Outokumpu
21.06.2023

Outokumpu setzt Robotik im Sicherheitsmanagement ein

Outokumpu, der weltweite Marktführer in der Edelstahlbranche, setzt ab sofort künstliche Intelligenz (KI) und Roboter für die Sicherheitsinspektion ein, um die Überwachung von Gesundheit und Sicherheit an den Unternehmensstandorten zu verbessern und zu digitalisieren. Dazu hat Outokumpu vor Kurzem eine Vereinbarung mit dem Schweizer Robotik-Unternehmen ANYbotics zu autonomen Roboterlösungen unterzeichnet. Im Juni 2023 ist der erste ANYmal Roboter am Outokumpu Standort in Krefeld eingetroffen.

Die ANYmal Roboter unterstützen die ambitionierte Sicherheitsstrategie und das Ziel von Outokumpu, das sicherste Arbeitsumfeld in der Stahlindustrie zu schaffen. Für 2023 bedeutet dies ein Ziel von weniger als 1,8 meldepflichtigen Verletzungen pro 1 Million Arbeitsstunden.

Thorsten Piniek, Vice President, Health & Safety bei Outokumpu, sagt:
„Der Einsatz von KI und Robotern im Sicherheitsmanagement ist einer der Eckpfeiler unserer Sicherheitsstrategie. Mithilfe der Robotertechnologie von ANYbotics können wir unsere Sicherheit erhöhen, indem wir die Exposition unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber gefährlichen Substanzen und Umgebungen reduzieren, die Produktion durch präventive Instandhaltung optimieren und die Auswirkungen auf die Umwelt verringern.

2022 haben wir begonnen, die Möglichkeiten für den Einsatz von KI im Sicherheitsmanagement zu prüfen. Sicherheitsroboter haben sich als die beste Alternative und ANYbotics als der beste Robotik-Lieferant herausgestellt. Wir freuen uns, mit ANYbotics zusammenzuarbeiten, um unsere Reise zu noch mehr Sicherheit zu unterstützen.“

ANYbotics entwickelt seit 2016 innovative, intelligente und integrierte Robotik-Lösungen, die die Arbeitsbedingungen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessern, die Produktivität steigern und eine nachhaltigere Industrieunterstützen.

Luca Niccolini, Lead Metals bei ANYbotics, erklärt:
„Outokumpu ist ein ausgezeichneter Partner, um den Einsatz von ANYmal im Metallsektor voranzutreiben. Der Standort von Outokumpu in Krefeld stellt besondere Herausforderungen im Umgang mit seinen schwierigen Umgebungsbedingungen und gefährlichen Substanzen, wo der Roboter seine industrielle Robustheit, Autonomie und End-to-End-Integration unter Beweis stellen kann.“

Robotik könnte die Exposition des Menschen gegenüber gefährlichen Substanzen um 80 Prozent reduzieren

Outokumpu hat derzeit bereits einen Roboter am Standort Krefeld im Einsatz. Die Testphase wird im zweiten Halbjahr 2023 auf die Standorte in Finnland und Schweden ausgeweitet, wo insgesamt drei ANYmal Roboter eingesetzt werden sollen.

Outokumpu schätzt, dass durch die Übertragung von Inspektionsaufgaben an Roboter die Exposition der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber gefährlichen Substanzen um mehr als 80 Prozent und potenziell gefährliche Reparaturarbeiten im Rahmen der Instandhaltung um 20 Prozent reduziert werden können.

Thorsten Piniek führt aus:
„Die Roboter werden viele Aufgaben übernehmen, wodurch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beispielsweise weniger Zeit mit der Inspektion von Säurebereichen verbringen. Auch das Risiko von Bränden durch Überhitzung von Lagern und Motoren wird gemindert. Darüber hinaus können die Roboter Fehlfunktionszeiten verkürzen, da Defekte anhand von Temperatur- und Klangprofilmessungen frühzeitig erkannt werden können, bevor ein Fehler auftritt.

Die menschliche Arbeitskraft werden sie jedoch nicht ersetzen, sondern einige Teile der Inspektionsarbeit automatisieren. Die Einführung der neuen Roboter ist ein weiterer Schritt in Richtung eines noch sichereren Umfelds und höherer Effizienz von Routineabläufen.“

(Quelle: Outokumpu)

Schlagworte

2016EdelstahlEUFinnlandIndustrieINGInstandhaltungKrefeldMessungProduktionReparaturSchwedenStahlStahlindustrieStrategieTemperaturUmweltUnternehmenUSAVereinbarung

Verwandte Artikel

3D-Grafik des Anlagenkonzepts im SALCOS-Programm der Salzgitter AG
09.01.2026

Zweiter Förderwettbewerb für innovative Dekarbonisierungsprojekte gestartet

Das Bundeministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat einen zweiten Förderaufruf im Rahmen der Richtlinie „Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK)“ gestartet

Anlagen Bund CO2 CO2-Emissionen Dekarbonisierung Deutschland Elektrifizierung Emissionen Energie Entwicklung EU EU-Kommission Finanzierung Förderung Forschung Forschungsprojekt Gesellschaft Industrie Investition Klima Klimaschutz Klimaziel Klimaziele Ministerium für Wirtschaft Produktion Stahl Transformation Umwelt Unternehmen Veranstaltung Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsminister Wirtschaftsvereinigung Workshop
Mehr erfahren
3D-Visualisierung des in die Presse integrierten Isothermschmiede-Moduls.
09.01.2026

SMS liefert Modul zum Isothermschmieden an Universität Hannover

SMS group wird ein Modul zum Isothermschmieden an das Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM) der Leibniz Universität Hannover liefern. Dieses flexibel und...

Entwicklung EU Fonds Forschung Industrie ING Investition Kooperation Legierungen Massivumformung Metallurgie Niedersachsen Partnerschaft Presse Pulver Sachsen Schmieden SMS group Spindelpresse Technik Temperatur Umformtechnik Umformung Universität USA Werkstoff Werkstoffe Werkstoffverhalten Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Christian Goronczy
09.01.2026

Erweiterung der Geschäftsführung bei Bepro

Zum Jahresbeginn hat der in Gelsenkirchen ansässige Stahlhändler Bepro die Geschäftsleitung um Christian Goronczy erweitert.

Ausbildung Bepro Blech Geschäftsführung Handel Italien KI Profilstahl Salzgitter Slowenien Stahl Stahlhandel Vertrieb
Mehr erfahren
Primetals Technologies modernisiert das Beiz-Tandem-Kaltwalzwerk (PLTCM) BETA 2 der voestalpine
08.01.2026

Modernisierung eines Beiz-Tandem-Kaltwalzwerks bei voestalpine

Primetals Technologies führt an dem Beiz-Tandem-Kaltwalzwerk (PLTCM) BETA 2 der voestalpine stahl in Linz, Österreich, eine Softwareaktualisierung der gesamten Basis- und...

Anlagen Automatisierung Automobil Bauindustrie EU Inbetriebnahme Industrie Kaltwalzwerk Modernisierung Österreich Partnerschaft Primetals Prozessautomatisierung Software Stahl Voestalpine Walzwerk
Mehr erfahren
Sud Sivaji tritt die Nachfolge von Tim di Maulo an, der zum Jahresende 2025 aus dem Unternehmen ausgeschieden ist
08.01.2026

Sud Sivaji tritt sein Amt als Chief Executive Officer bei Aperam an

Sud Sivaji tritt die Nachfolge von Tim di Maulo an, der zum Jahresende 2025 aus dem Unternehmen ausgeschieden ist

Blech Edelstahl Industrie Kreislaufwirtschaft Legierungen Luxemburg Produktion Stahl Stahlproduktion Transformation Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren