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Laborversuch im 1-kg-Maßstab - Photo: Outokumpu
29.09.2026

Outokumpu stellt EvoMaterials vor

Outokumpu stellt EvoMaterials® vor – eine neue Marke, die für die nächste Entwicklungsstufe der proprietären Technologie zur Herstellung CO₂-armer Metalle steht. Die EvoMaterials Technologieplattform basiert auf einem fortschrittlichen, sulfidierungsbasierten Verfahren.

In der Praxis soll die EvoMaterials-Technologie unter anderem den Chromgehalt und das Chrom-Eisen-Verhältnis von Ferrochrom erhöhen. Das Verfahren lässt sich auch auf andere strategisch wichtige Werkstoffe wie Nickel und Molybdän übertragen. Zudem können Metalle aus Nebenströmen zurückgewonnen werden. Das erweitert das kommerzielle Potenzial der Technologie.

Outokumpus Chromerz-Mine im finnischen Kemi ist die einzige Chrommine auf dem Gebiet der EU und damit ein strategisch einzigartiger Standortvorteil. Aus diesem Grund kann EvoMaterials unmittelbar mit angereichertem Ferrochrom und reinem Chrom starten. Diese Werkstoffe sind entscheidend, um den künftigen Bedarf mehrerer kritischer Branchen zu decken, darunter Raumfahrt, Luftfahrt und Verteidigung. Langfristig könnte die Technologie dazu beitragen, eine vollständig westliche Lieferkette für entscheidende Chromwerkstoffe aufzubauen. Neben der Senkung der Emissionen und einer effizienteren Ressourcennutzung zeigen unsere Modellierungen, dass die Technologie gegenüber konventionellen Herstellungsverfahren wirtschaftlich konkurrenzfähig sein kann.

Die Entwicklung der Technologie begann 2021 in den USA und war zunächst auf das Chromit aus dem Kemi-Bergwerk ausgerichtet. Seitdem hat Outokumpu die Technologie im Rahmen seiner Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiterentwickelt und skaliert. Dabei wurden eigene Technologien und Prozess-Know-how miteinander kombiniert, um die Kommerzialisierung voranzutreiben. Unterstützt wurde die Entwicklung unter anderem durch eine nicht-exklusive Patentlizenzvereinbarung mit dem MIT.

Outokumpu kommerzialisiert und entwickelt diese Technologien nun weiter. Durch die laufenden wissenschaftlichen Arbeiten hat die Technologie erhebliche Fortschritte gemacht und zu mehreren Prozessinnovationen geführt. Für einige zentrale Bausteine der Verfahrenstechnologie hat das Unternehmen Patentschutz beantragt. Damit sollen die langfristige Technologieführerschaft und künftige Möglichkeiten zur Kommerzialisierung gesichert werden.

„EvoMaterials ist mehr als ein weiterer Schritt zur Senkung der CO₂-Emissionen. Die Technologie kann grundlegend verändern, wie wir über die Gewinnung und Herstellung von Metallen denken. Wir können kritische Werkstoffe aus Ressourcen zurückgewinnen, die bislang als Abfall galten. Gleichzeitig können wir die jeweilige Anwendung in der erforderlichen Anreicherung herstellen. Das würde völlig neue Möglichkeiten eröffnen, die Werkstoffe zu sichern, die wir in Zukunft benötigen“, sagt Technologievorstand Stefan Erdmann, CTO von Outokumpu und Leiter von EvoMaterials.

Pilotanlage in New Hampshire soll Anfang 2027 in Betrieb gehen

In den Outokumpu Forschungslaboren in Haverhill, Massachusetts, laufen bereits Versuche und Modellierungen der neuen Verfahren. Als Nächstes wird die Technologie in der Pilotanlage im US-Bundesstaat New Hampshire, in Londonderry, hochskaliert. Der Durchsatz soll dabei von 1 Kilogramm auf 1 Tonne steigen. Damit kann die Skalierbarkeit und industrielle Machbarkeit der Technologie nachgewiesen werden. Das Projektmanagement zum Aufbau der Pilotanlage läuft nach Plan. Die Anlage soll in der ersten Hälfte des Jahres 2027 in Betrieb gehen. In einem zukünftigen Schritt ist der Bau einer Anlage im industriellen Maßstab vorgesehen. Sie könnte 2030 den Betrieb aufnehmen. Outokumpu prüft derzeit mögliche Standorte in den USA und Europa.

Ab 2030 soll das volle Potenzial der Technologie erschlossen werden. Geplant ist die Ausweitung auf weitere Werkstoffe wie Speziallegierungen, Nickel und Molybdän. Hinzu kommen völlig neue Materialströme. Damit will Outokumpu seine führende Position bei CO₂-armen Lösungen für die Metallproduktion weiter ausbauen.

„EvoMaterials wird neu definieren, wie Metalle im 21. Jahrhundert hergestellt werden können. Die Technologie verbindet eine geringere Klimawirkung mit einer höheren Prozesseffizienz. Dadurch kann sie grundlegend verändern, wie wir kritische Werkstoffe gewinnen und produzieren. Der Bedarf an Metallen steigt, Lieferketten werden enger und regulatorische Anforderungen verändern sich.

Deshalb brauchen wir Lösungen, die CO₂-ärmer, geopolitisch resilient und wirtschaftlich wettbewerbsfähig sind. EvoMaterials basiert auf dem Anspruch, alle drei Anforderungen zu erfüllen. Die Überführung dieser Technologie in den industriellen Maßstab wird für Outokumpu ein wichtiges neues Kapitel aufschlagen“, sagt Kati ter Horst, Vorstandsvorsitzende und CEO von Outokumpu.

(Quelle: Outokumpu Corporation)

 

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